Newsticker

Die „Genossen“ wollten`s wissen: Wie machen`s die Holländer?

GESCHER (fjk/pd). Was machen die holländischen Bullenmäster anders – oder besser – als ihre deutschen Kollegen? Um ihren Kunden einen Blick über den „Tellerrand“ zu bieten, hatte die Genossenschaft aus Gescher  speziell für Bullenmäster eine Studienfahrt ins Nachbarland organisiert.

Größer? - Klick auf Bild!

Größer? - Klick auf Bild!

Mit 40 Landwirten aus Gescher und Umgebung startete in der vergangenen Woche ein Bus in Richtung Oldenzaal, um Peter Lutke Veldhuis, einen niederländischen Rindfleischvermarkter, zu besuchen.

Peter Lutke Veldhuis führt einen überaus erfolgreichen Veredlungsbetrieb. Was anfangs mit zwei geschlachteten Tieren pro Woche anfing, hat sich mittlerweile bis zu einer Größenordnung von rund 85 Rindern pro Woche entwickelt. Vermarktet wird das Rindfleisch zu 85 % an heimische Metzgereien.

Um regelmäßig und das ganze Jahr über seine Kunden mit Tieren bzw. Ware beliefern zu können, arbeitet der Niederländer fest mit Züchtern und Mästern zusammen. Daneben mästet der Händler selbst knapp 1000 Rinder!! pro Jahr.

Einer der rund 20 Landwirte, die für Lutke Veldhuis mästen, ist Henny Lammerink aus Geesteren in der Nähe von Oldenzaal. Der Landwirt mästet rund 300 Bullen der Rasse Blonde d’Aquitaine in einem Tretmiststall. Die Haltung auf Stroh kommt nicht nur gut bei den Metzgereien und den Verbrauchern an, sondern ist für die schweren Tiere notwendig, damit sie wegen ihres Körpergewichts keine Beinschäden bekommen, sagt er.

Größer? - Klick auf Bild!

Größer? - Klick auf Bild!

Für die Besucher aus Gescher erstaunlich: Es gibt zwischen dem Landwirt und Lutke Veldhuis keinen Vertrag. Die Zusammenarbeit läuft auf Vertrauen und Zufriedenheit, wie man den staunenden deutschen Besuchern erklärt: „Wenn eine Seite lacht und die andere weint, funktioniert das Ganze sowieso nicht.“ Mäster wie Lammerink kaufen bei Lutke Veldhuis die Kälber im Alter von 13 Monaten und verkaufen sie mit 23 Monaten wieder an das Unternehmen.

Auf die Frage nach der täglichen Gewichtszunahme bekam man keine Antwort, da die Tiere nur einmal gewogen werden – und zwar am Schlachthaken. Bei einem Blonde d’Aquitaine-Bullen beträgt das Schlachtgewicht immerhin 580 bis 600 kg! Und das bei einer Ausschlachtung von etwa 65 %.

*Quelle: Wochenblatt

4 Kommentare zu Die „Genossen“ wollten`s wissen: Wie machen`s die Holländer?

  1. Faironika // 21. November 2011 um 10:24 //

    Hallo Herr Kunst.

    Können Sie den Ortslandwirt fragen, ob der mich aus seiner Scheune befreien und zur Generalversammlung mitnehmen kann? Ich möchte auch mit dem Bauernpräsidenten sprechen.

    Mfg
    Faironika

  2. Andreas H. // 12. November 2011 um 21:23 //

    Hallo JS

    Wenn ich richtig gelesen habe, wird der Kunde (Mitglied) der Raiffeisen Hamaland, Kreisverbandsvorsitzende und für Gescher zuständige Bundestagsabgeordnete für den Posten gehandelt. Ich bin mir sicher, dass Du das auch weißt.

    Ich bin der Meinung, dass nur so jemand für so einen Posten geeignet ist, der Bauern nicht gegeneinander aufhetzt sondern mit fachlicher Kompetenz und Integrationsvermögen (kein Lobbyist) den Berufsstand zusammenhalten kann. So ein Nichtlandwirt könnte mit entsprechender Bezahlung von der Landwirtschaftskammer oder auch aus einem Verlag „geholt“ werden.

    Wichtig ist, dass vorher möglichst viele Bauern darüber diskutieren.

    Warum taktisches Manöver? 1. Die XXL Biogasanlage soll mitten in die Kundschaft der Genossenschaft platziert werden. 2. Der Nachfolger Mollers … habe ich schon erklärt. 3. Ich glaube nicht an Zufälle. 4. Sprich selbst mit den Bauern im Vorstand ..

    MfG

  3. Hallo
    Wozu taktisches Manöver ???
    Warum sollte er nicht aus Borken kommen??
    Gibt es überhaupt Kandidaten?

    Mfg

  4. Andreas H. // 12. November 2011 um 17:55 //

    Mit großer Freude lese ich die Ankündigung, dass der Bauernpräsident Franz Josef Möllers nach Grimmelt zur Generalversammlung kommt.

    Alle Bauern sollten sich nun Gedanken machen und eine Meinung bilden, ob der Nachfolger des Herrn Möllers wirklich aus Borken kommen soll.

    Für die Raiffeisen Hamaland hoffe ich, dass die Einladung kein taktisches Manöver ist!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: