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Ölalarm an der Schützenstraße.

GESCHER (fjk). Anwohner der Schützenstraße beobachten und riechen am Samstag gegen Mittag Diesel in einem kleinen Zuflüßchen zur Berkel. Sie alarmieren die Feuerwehr. Christian Nolte, Einsatzleiter vor Ort, wird unerwartet mit Schwierigkeiten konfrontiert denn die Ursache ist weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick festzustellen.

Er gibt Anweisung, Gully für Gully zu öffnen und so der Ölspur im Entwässerungssystem zu folgen. Langsam nähern sich die Feuerwehrkameraden von der Schützenstraße dem Gewerbegiet Süd-West. Erste Spekulationen werden angestellt, der Verursacher der Gewässerverschmutzung könnte sich dort befinden.

Der Inhaber eines großen Betriebes berichtet, er habe schon tags zuvor Dieselgeruch wahrgenommen. In Höhe der Genossenschaft endet die Verunreinigung. Festgestellt werden Ölreste auf der Fahrbahn des Venneweges. Nach Christian Nolte hat hier vermutlich ein noch unbekannter LKW Kraftstoff oder Ladung verloren und die sei vermutlich über Regenfälle in das Entwässerungssystem gelangt, so der Feuerwehrboss.

Bei einer Inspektion des Genossenschaftsgeländes, an der auch ein Spezialist vom Abwasserwerk beteiligt ist, können letzte Zweifel, ob von dort möglicherweise Heizöl ausgetreten ist, nicht ausgeräumt werden. Eine Klärung soll in den nächsten Tagen erfolgen.

Update 18.21 Uhr: Im Laufe des Nachmittags wird seitens des Kreises Borken festgestellt, dass die Verunreinigung des Entwässerungssystems vom Gelände der Raiffeisen Genossenschaft ausgegangen ist. Während der nächsten Stunden werden die Abwasserkanäle auf dem Betriebsgelände auf Veranlassung der Geschäftsführung von einer Fachfirma durchgespült und gereinigt. Die Untersuchungen, an welcher Stelle des Betriebsgeländes das Heizöl ausgetreten ist, dauern an.

Diesel im Entwässerungssystem.Gully für Gully wird aufgemacht.Einsatzbesprechung Christian Nolte.Eindeutig Heizöl.Heinz Stockbrink erklärt der Vertreterin des Kreises Borken die Situation.

Sieh hier alle Bilder!

15 Kommentare zu Ölalarm an der Schützenstraße.

  1. Der Bürgermeister // 25. Januar 2012 um 20:34 //

    auf meine Anfrage in der Sitzung des Hauptausschuses:

    Heute habe es eine Sitzung mit der Bauaufsicht des Kreises gegeben. Grund seien die bekannten Klagen der Nachbarn , die sich wegen diverser Beeinträchtigungen durch die Genossenschaft insbesondere in der Erntezeit sowohl an den Kreis als auch an die Stadt gewandt hätten.

    „Die Beeinträchtigungen sind auf Dauer so nicht hinnehmbar“, spricht der Bürgermeister überraschend Klartext. „Auch das Umweltamt ist eingeschaltet“, fügt er hinzu verweist jedoch darauf, dass die Federführung beim Kreis liege. Er sei mit Fachleuten im Gespräch wie diese Probleme abzustellen seien. Die Stadt Gescher sei bereit sich helfend einzubringen, möglicherweise mit der Überlassung notwendiger, zusätzlicher Grundstücke. Die Genossenschaft habe schließlich für Gescher eine große Bedeutung.

    Grundsätzlich erwarte er aber eine Verbesserung der Situation durch die Genossenschaft.

  2. Ich finds immer wieder bewundernd wie in Gescher manche Firmen in den Dreck gezogen werden. Den Standort der Raiffeisen gibts es schon seit Jahrzehnten und seit Jahrzehnten leben die Anwohner dort neben dem Betrieb.
    Ein Betrieb muss sich weiterentwickeln, um bestehen zu können… das ist denke ich den Meisten Menschen bewusst.
    In den letzten Jahren wurden immer wieder Maßnahmen ergriffen, wie „A.“ bereits erwähnte, um den Nachbarn bzw. Anwohnern in Gescher entgegenzukommen. Das die näheren Anwohner noch weiterhin mit Staub oder ähnlichem zu kämpfen blieb und bleibt leider nicht aus. Und wird auch wohl kaum für einen solchen Betrieb umzusetzen sein.

    Worauf ich eigentlich hinaus will….

    Die Raiffeisen kann denk ich genauer dazu Stellung nehmen als im obigen Zeitungsartikel und das Ganze genauer erklären. Sich hier im Forum darüber die Mäuler zu zerreißen bringt herzlich wenig….

    Sowas endet nur in nicht ach so schönen Märchen, wie man sie in Gescher nur alzu oft hört….

    Ich finds arm genug, dass eine Firma wie die Schreinerei Schülting vor nicht all zu kurzer Zeit um die Existenz bangen musste weil ein Anwohner meinte, seinen scheiß (entschuldigung) Willen durchzusetzen und die Firma damit fast in den Ruin getrieben hätte.

    Wen das so brennend interessiert, wie es dazu kam, sollte doch lieber zur Raiffeisen Hamaland fahren und mit Herrn Duesmann Artmann das Gespräch aufsuchen.
    Sich hier im Internet (Anonym) über solche Themen die Mäuler zu zerreißen zeigt von Feigheit. Das gilt nicht nur für die Beiträge zu diesem Vorfall sondern generell!

  3. Genau das ist der Gedanke !

  4. Michael // 22. Januar 2012 um 15:16 //

    Der Genossenschafts-Boss scheint ein Umweltstrafverfahren gegen ihn wegen Fahrlässigkeit ja wirklich zu fürchten müssen, wenn er das Unvermögen der Betriebsleitung mit einem Sabotageakt von außen erklären will.

  5. Tolle Ausrede ! Jeder der diesen Zeitungsbericht heute gelesen hat, denkt doch das selbe !

  6. Herbert B. // 21. Januar 2012 um 07:53 //

    Lese gerade in der Zeitung die Ursache für den Ölalarm bei der Genossenschaft ist Sabotage. Wer sabotiert die Genossenschaft? Generalverdacht auf Bauern und Nachbarn. Mitarbeiter nicht vergessen. Oder nur faule Ausrede für Schlamperei?

    Eingefügt von GescherBlog:

    Sabotage Genossenschaft

  7. Der Bürgermeister // 10. Januar 2012 um 20:56 //

    …heute in der Ausschusssitzung. Die Schadensursache sei auf dem „Genossenschaftsgelände“ gewesen. Sie wurde als Schadensverurschacher seitens des Kreises angewiesen wie der Schaden zu beheben sei. Dies sei durch die Firma Tersteg aus Coesfeld unverzüglich geschehen. Zudem sei der Einsatz der Feuerwehr für den Schadensverursacher kostenpflichtig gewesen und zwischenzeitlich abgerechnet. (fjk).

  8. Michael // 8. Januar 2012 um 20:22 //

    @A:
    Eine 5 Meter hohe Schallschutzmauer und eine Straßensperrung nützen recht wenig wenn durch fehlerhaft gewartete Filter und Förderanlagen (auf den Silos) die Nachbarschaft beschneit und beschallt wird.

  9. @verärgerter Bürger

    Den Wichtigsten haben Sie vergessen – Der Bundestagsabgeordnete… J.R. 😉

    Wichtig finde ich aber nur die Arbeitsplätze.

  10. verärgerter Bürger // 8. Januar 2012 um 18:41 //

    @A.
    Also nun mal sachte und recht Sachlich bleiben.

    Es gibt KEINEN weiteren Betrieb, bei dem so viel Interessentenprobleme zusammen laufen, wie bei der Genossenschaft!!!
    Es gibt aber auch KEINEN weiteren Betrieb, bei dem so viele „Interessenvertreter“ involviert sind -Stadträte, Kreistagsabgeordenete, etc.-
    Noch Fragen, warum es so gehen kann, wie es passiert ist oder, warum Verfahren so lange dauern oder abgewürgt werden, weil NICHTS??? gefunden wurde?

  11. @Michael
    Sie haben in einem Punkt recht, als Beobachter aus der Ferne habe ich keine Ahnung. Ich hörte auch noch nie was von Anwohnerbeschwerden. Die kann es ja auch nicht geben!! Denn früher lief der gesamte Lieferverkehr über die Raiffeisenstrasse als Durchgangsstraße. Heute ist die Straße gesperrt. Außerdem wurden sehr hohe Lärmschutzwände installiert. Eine derartige Verbesserung für Anwohner sucht seines Gleichen, denke ich.

    Mir ist nur aufgefallen, dass Ihr Kommentar nur ein Ziel haben kann: Eine Firma mit allen Mitteln schlecht darzustellen. Was hat Öl in der Kanalisation mit Lärm und Staubbelastungen eines Kraftfutterwerkes zu tun? NICHTS.

    Nur mal zum nachdenken: Wenn Ihre Beschwerdeführung ,so wie Sie das schildern, im Kreis Borken eine Firma zu Maßnahmen zwingen würde, könnten wir das „Buch“ Wirtschaftskraft zu machen.

    Einen Kampf gegen so große „Windmühlen“, sollten Sie sich im eigenen Interesse wirklich sparen.

    Das ist nur meine Einzelmeinung. Ich spreche hier nur als Beobachter und habe keine Funktion bei einer Genossenschaft oder sonst wo.

    MfG

  12. Nachbar // 8. Januar 2012 um 16:22 //

    Die Belastungen für uns Nachbarn durch die Genossenschaft sind enorm. Von der Belastung durch Bauernschlepper auf Westfalen- und Schlesierring
    ganz zu schweigen. Ölverschmutzungen der Gewässer gab es auch schon mal. Alles nichts neues und Beschwerden haben bisher nicht geholfen. Kein Grund Michael zu beschimpfen… 😉

  13. Michael // 8. Januar 2012 um 14:55 //

    Meinen vollen Namen kann Herr Kunst anhand meiner E-Mailadresse erkennen, ebenso wird er auch vielleicht durch seine Ratstätigkeit bestätigen können, dass es einen massiven Protest der Anwohner in der Nachbarschaft gab und derzeit eine Untersuchung des Kreises Borken läuft.
    Ansonten halte ich es wie Dieter Nuhr – „wenn man keine Anhung hat, einfach mal….“

  14. @Michael
    Super Kommentar! Gut gebrüllt!

    Leider haben Sie Ihren Zunamen vergessen. Ich hätte Sie sonst als „Wulff-Nachfolger“ vorgeschlagen. Solche Leute braucht das Land 😉

  15. Michael // 7. Januar 2012 um 20:11 //

    Wie passend zuerst verursacht die Genossenschaft seit Wochen künstlichen (Dreck)schnee und rechtsunkonformen Lärm zum Leidwesen der Anwohner im angrenzenden Wohngebiet (Verfahren läuft), jetzt wird auch noch unser Wassersystem verunreinigt.

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