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Ausschuss nimmt Stadtmarketing an die Leine.

Stadtmarketing Büro in der Armlandstraße.

Stadtmarketing Büro in der Armlandstraße.

GESCHER (fjk). Das Budget für`s Stadtmarketing betrug im vergangen Jahr 60.000 Euro. 5.000 Euro weniger als noch im Jahr zuvor. In diesem Jahr soll das Budget wieder auf den alten Stand von 65.000 Euro angehoben werden. So sieht es der Haushaltsplanentwurf vor.

Franz van Üum.

Franz van Üum.

Durchwinken wollten die Ausschussmitglieder im Hauptausschuss diese Position so nicht ohne Weiteres. Bürgermeister Effkemann knüpfte an die Erhöhung des Budgets die Erwartung, dass zum Problem Weihnachtsmarkt seitens des Stadtmarketing ein überzeugendes, neues Konzept geboten werde. Die Zeit sei über den Weihnachtsmarkt in Gescher hinweggegangen, das habe auch das Stadtmarketing Team um Franz von Üum erkannt. Weiter kündigt der Bürgermeister für die Ausschussitzung am 9. Mai die Präsentation eines neuen Weihnachtsmarktkonzeptes durch das Stadtmarketing an.

Man könne ja über 5.000 Euro erst einmal nachdenken, meinte Werner Bönning von der UWG . Er wolle  für 5.000 Euro mehr sehen und  verlangte einen Finanzplan und regelmäßige Rechenschaftsberichte. Außerdem solle das Stadtmarketing erst einmal liefern, und wenn man sehe dass diese Konzepte griffen die Gescheraner mit dem Stadtmarketing zufrieden seien, dann könne man über eine Budgeterhöhung reden. Die gesamte Stadtmarketingstruktur gehöre auf den Tisch, nicht nur ein einzelnes Event wie der Weihnachtsmarkt,  meinte Bönning.

Egbert Kock, CDU,  sah die Budgeterhöhung mehr als einen Beitrag zu insgesamt gestiegenen Betriebskosten der Stadtmarketing GBR. Er gehe davon aus, dass Franz van Üum im Mai dem Ausschuss ein überzeugendes Konzept nicht nur zum Weihnachtsmarkt liefern werde. Einen interessanten Aspekt brachte Kock in die Diskussion ein. Er erinnerte an die „Lepping Ära“. Der Mann habe gute Ideen gehabt, die sicher noch nicht alle abgearbeitet worden seien. Davon könne man heute noch profitieren, sagte Kock.

Mark Jaziorsky, SPD,  wollte von Fall zu Fall, quasi Projekt gebunden,  dem Stadtmarketing Finanzmittel zukommen lassen. „Wenn uns ein Konzept gefällt, können wir die finanzielle Ausstattung beisteuern,“ meinte er.

Fazit: Der Ausschuss macht`s sich etwas zu leicht. Klar, 5.000 Euro sind viel Geld. Im Vergleich zum Gesamtetat aber eben doch nur die berühmten Peanuts. Mit den 5.000 Euro jetzt Druck auf das Team des Stadtmarketing ausüben zu wollen ist der falsche Weg, zumal die Aufstockung nur eine Anpassung an das Niveau von 2010 ist. Franz van Üum und sein Team wissen was Gescher braucht, keine Frage.   Dafür muß man Ihnen Luft und Lust zum Experimentieren und Ausprobieren geben. Durch drohen mit Finanzentzug bei Mißerfolg, wie beispielsweise Bönning von der UWG es tut , wird jede Kreativität im Keim erstickt.

Presse: GZ online – „Das Rad läßt sich nicht zurückdrehen.“

2 Kommentare zu Ausschuss nimmt Stadtmarketing an die Leine.

  1. sorbet_lemon // 31. März 2012 um 18:30 //

    Anlässlich der GAA habe ich diesen Beitrag noch einmal gelesen. Beim Thema Stadtmarketing in Gescher habe ich immer sehr gemischte Gefühle. Klar muss man realistisch sehen, dass sich mit 65.000 Euro nichts Weltbewegendes machen lässt. Spielt das Wetter mit, sind die Veranstaltungen in der Regel auch gut besucht.

    Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich die Aktivitäten auf vier oder fünf Events beschränken. (Mehr kommt zumindest bei mir nicht an.) Und ob GAA, Erntedank- oder Weihnachtsmarkt – alles wirkt, als ob es mehr oder weniger austauschbar wäre. Einmal stehen halt Autos da, ein anderes mal Weihnachtsbäume…

    Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich nicht zur Zielgruppe dieser Marktveranstaltungen gehöre. Aber ein paar frische Ideen wären sicher willkommen. Mit etwas Glück könnte man sich gegenüber den anderen Orten in der Region auch abgrenzen. Und so manche Aktion lässt sich auch mit wenig Geld realisieren. Aber neue Impulse wird es wohl nicht geben…

  2. Van Üum lebt nicht davon – sein Lohn ist der Respekt, den man ihm entgegenbringt und letztendlich der Erfolg der Aktivitäten – inhaltlich kann man die Forderungen verstehen, wie dies jedoch „in den Wald hinein schallt“ ist grenzwertig!

    Hoffentlich schmeisst er die Brocken nicht hin…….

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