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Windkraft: Hinter den Kulissen Verteilungskämpfe!

Auf welchen Flächen dürfen in Gescher Windräder aufgestellt werden?

Auf welchen Flächen dürfen in Gescher Windräder aufgestellt werden?

GESCHER (fjk). In der Ratssitzung am Mittwoch wurde Bürgermeister Effkemann darauf hingewiesen, es gebe Gerüchte eine holländische Firma wolle das gesamte Gescheraner Windkraftpotenzial übernehmen.

Der Verwaltungschef bestätigte zunächst, dass ein erster Entwurf der sogen. Tabuflächenberechnung im Rathaus vorliege. Im Augenblick sei man in der internen Bearbeitung. Im Wesentlichen ginge es um die Frage, ob die relativ kleinen Flächen möglicherweise noch durch Ausnahmeregelungen erweitert werden könnten, beispielsweise in ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten. Man wolle über das Ergebnis dieser internen Beratungen und Abstimmungen mit Kreis und weiteren Behörden in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschuss berichten.

Bürgermeister Effkemann sagte weiter, auch er habe von Aktivitäten eines holländischen Investors gehört, warnte jedoch davor. Die Bürgermeister im Kreis seien sich einig, dass die Städte nur weitere Flächen zur Windenergienutzung „auf den Markt bringen sollten“, wenn sogen. Bürgerwindparks  dahinter ständen. Er betonte dass Interesse müsse sein, die Profitabschöpfung vor Ort zu belassen.

10 Kommentare zu Windkraft: Hinter den Kulissen Verteilungskämpfe!

  1. Gegenwind // 28. Juni 2012 um 18:38 //

    In 2 Windzonen ist in Fall 1 ein Brachvogel und in Fall 2 der Kiebitz dokumentiert.

    Sollten Investoren versuchen, Vögel und andere Tiere zu vertreiben um bei Artenschutzgutachten grünes Licht zu bekommen, wird dies umgehend bei der Kripo zur Anzeige gebracht!

  2. Hallo Windhund
    Ich denke sie unterliegen da einem Irrtum!
    Im EEG ist geregelt wer den Netzausbau zu tragen hat. Die RWE hat in Gescher die Stromtrassen noch in ihrem Eigentum und wird den Betreibern auf Anfrage den Verknüpfungspunkt nennen der wirtschaftlich am sinnvollsten erscheint. Diesen hat der Betreiber dann zu wählen oder er hat die Möglichkeit einen geeigneteren vorzuschlagen.
    Die Kosten bis zu dem besagten Verknüpfungspunkt trägt der Betreiber der Anlage!
    Dazu muss er den Arbeiten der RWE noch einen Pauschalen Netz-baukostenzuschuss zahlen!
    Die Niederspannungsseite sprich Gleichspannung wird auf Wechselspannung transferiert und im Betreibereigenen Trafo eingespeist,also liegen auch diese Kosten allein beim Betreiber!
    Sollte ein Netztausbau im Mittelspannungsnetz der RWE notwendig werden wird dies von der RWE bezahlt und dann auf alle Stromkunden in D umgelegt 😉 .

    Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien ist keine Gelddruckmaschine! Die Betreiber können ihre Kostensteigerungen nicht weitergeben und stehen im Wettbewerb mit den 4 Grossen der Energiebranche die stetig ihre Gewinne durch Preissteigerung erhöhen.

    Der Stromkunde sollte so oft den Stromanbieter wechsen wie es sich für ihn lohnt sodass diesem Monopol endlich ein Riegel vorgeschoben wird.
    Unterstützen sie die BÜRGERwindparks in ihrer Region und schauen sie nicht neidisch auf die Anlagen.
    Auch an Herrn Kunst der Aufruf : haken sie nach im Rat !!!
    Es sikern schon wie der sachen durch, welche im Projekt Bürgerwindpark offenangesprochen werden müssen und zwar sofort. Ende Juni kann ich sie mit soviel Infos füttern, das sie Herrn Wissmann nicht einladen brauchen 😉 .
    MfG

  3. Windhund // 24. April 2012 um 11:33 //

    Danke für die Antwort, Herr Kunst.
    Ich möchte aber doch nachhaken. Der Ursprung der Winddiskussion liegt in Düsseldorf. Der Minister Remmel (Grüne) hat per Erlass die Ausweitung der Windzonen ermöglicht.

    In Borken gibt es Gemeinden, die keine weiteren Windkraftanlagen zulassen. Andere wie Heiden, Stadtlohn … wollen mehr Windenergie.

    Warum gibt es im gescheraner Rat keine Grundsatzentscheidung zum Thema? Eine gescheraner Genossenschaftsbank und ein Steuerbüro machen massiv Druck auf den Bürgermeister (so wird gemunkelt). Ich habe den Eindruck, dass nicht der Rat entscheidet sondern das Kapital..

    Noch ein Hinweis: Die Kosten für den Ausbau des Stromnetzes, eine Voraussetzung für die Großanlagen in Gescher, muss nicht von 17 Mio. NRW Bürgern getragen werden, sondern von 17000 Gescheranern. Die anfallenden Kosten im Niederspannungsnetz werden nach PLZ abgerechnet. Akzeptiert das der Rat?

    Danke für die Möglichkeit hier meine Bedenken zu äußern.

  4. Franz-Josef Kunst // 24. April 2012 um 10:07 //

    Lt. Herrn Wissmann, Bauamtsleiter, soll das Gutachten über die Tabuzonen in der Junisitzung des Bau- u. Planungsausschuss vorgestellt werden. Z. Zt. sei man seitens der Verwaltung dabei zu prüfen, inwieweit Landschaftsschutzgebiete in die Planungen mit einbezogen werden können.

  5. Windhund // 24. April 2012 um 08:28 //

    Wo sind denn nun die neuen „Spargelflächen“ (Windzonen)?

  6. sorry tippfehler. via smartphone .

  7. Hallo Gegenwind oder Gegen alles ….
    Selbstverständlich ist die Atomkraft sicherer oder? Die Taube, die einem so langsamdrehendem Flügel zum Opfer fällt, hat es nicht verdient sich zu vermehren !!!
    Seit fast zehn Jahren acker ich unter einem Windrotor und habe noch nicht einen toten Vogel gesehen…..diesen Tieren sind vom Schöpfer auch Augen geschenkt worden….
    Ich frage mich auch immer, wieso ein Kibitz im Industriegebiet hinter der Raiffeisen nisten kann…der hat doch extra die Ausgleichsflächen bekommen….
    Kann es nicht auch sein, das Tiere anpassungsfaehig sind?

  8. Gegenwind // 30. März 2012 um 10:45 //

    In Gescher gibt es mit verschlechternder Tendenz:
    Steinkauz, Nachtigall,Großer Brachvogel,Kiebitz,Turteltaube, Gartenrotschwanz,Waldrohreule, um nur diese zu nennen. Dem Bürgermeister liegen die bedrohten Vogelarten vor.

    In Gescher darf kein Tier gierigen Investoren zum Opfer fallen.
    STOPPT DIE VOGELSCHREDDERANLAGEN

    Wir müssen schneller sein !!

  9. Die Landwirte gehen offen mit dem Thema Bürgerwindpark um !
    Auch können sich Bürger an Solarprojekten beteiligen wenn sie die Bauern denn fragen.

    Warum wird dann im Rathaus wieder eine vorherige interne Bearbeitung des Flächenpotenzials durchgeführt?
    1. sind es keine stadteigenen Flächen
    2. müssen die Betreiber jegliche Planung bezahlen
    3. was sich Bürgerwindpark nennen soll muss auch mit dem Bürger entwickelt werden

    also bitte ich um eine öffentliche Sitzung!
    Auch wenn es den Herren dort im Rathaus nicht angenehm ist können so von vornherein Ungereimtheiten beseitigt werden.
    Vielleicht wird aber auch von anderer Seite ein Hebel angesetzt die Zielflächen monetär zu verteilen…?

    Dem Verdacht könnte schnell ein Riegel vorgeschoben werden!
    MfG

  10. Landwirt // 29. März 2012 um 11:33 //

    Schmunzel..
    Warum sollten Grundeigentümer bei der „Profitabschöpfung“ teilen?

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