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Geht SPD-Gescher auf Distanz zur Biogasfabrik in Nordvelen?

GESCHER/VELEN (fjk). Bürgermeister Effkemann hat ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Velen in Sachen Biogasfabrik Nordvelen/Estern geführt. Darüber berichtete er in der letzten Ratssitzung auf Nachfrage von Ansgar Heming, SPD. Dieser wollte wissen, ob und wann die Stadt Gescher in das Genehmigungsverfahren der umstrittenen Anlage eingebunden wird.

Biogasfabrik auf der Grenze zu Gescher, Grund zur Beunruhigung?

Man sei  in Velen dabei, die letzten Detailpläne zu erstellen, erst dann könne man exakt sehen was wo vorgesehen sei, so der Bürgermeister.  Sobald „spruchreife“ Pläne vorlägen, würde Gescher darüber in Kenntnis gesetzt, damit sich interessierte Bürger auch aus Gescher ein Bild machen könnten. Bürgermeister Effkemann appellierte  an den Velener Amtskollegen, sehr offen mit den Gescheranern umzugehen.

Die Stadt Gescher wird im Laufe des Genehmigungsverfahren zu einer Stellungnahme aufgefordert. Viele Bürgerinnen und Bürger auf der Grenze zu Velen sehen sich nämlich von diesem Projekt betroffen. Effkemann gab sich im Rat optimistisch: „Velen wird uns nicht im Regen stehen lassen.“

Fazit: Biogas, so nicht. Unter diesem Motto führe ich seit 2 Jahren via facebook eine Kampagne gegen den derzeitigen Biogas-Wahnsinn in unserer Region. Biogasanlagen sollten nur auf Basis von Abfallstoffen der Landwirtschaft betrieben werden. Wichtig ist dabei, den Ausschluß von Nawarohs (Nachwachsenden Rohstoffen wie z. B. Mais) sicherzustellen, ebenso das die Betriebe sich in bäuerlicher oder zum Zwecke eines dezentralen Energiekonzeptes in kommunaler Hand befinden. Die Anlage in Velen verstärkt das Vordringen „industrieartiger Elemente“  auf einer weiteren Ebene in die Landwirtschaft. Sie schafft mehr Probleme als sie löst.  Gut das Ansgar Höing, SPD,  von Seiten einer der  großen Volksparteien einen ersten Ansatz  skeptischer Kritik erkennen läßt. Es wäre schön, wenn am Ende auch die Stadtverteter aus Gescher einstimmig sagen würden: Biogas, sowie in Velen“ nicht!

1 Kommentar zu Geht SPD-Gescher auf Distanz zur Biogasfabrik in Nordvelen?

  1. Student // 29. März 2012 um 20:25 //

    Zu der RWE Anlage fällt mir wenig ein. Aber was ich heute gesehen habe, schlägt dem Fass den Boden aus.
    Es wird ja immer gesagt, dass wir in Borken zuviel „Naturdünger“ haben. Also muß mit hohen Kosten Gülle raus geschafft werden. Der Geflügelmist hingegen ist so hochwertig und daher transportwürdig, dass man ab Stall Geld für die „Ware“ bekommt.

    Ein Gflügelzüchter der immer den Mist in Ackerregionen exportiert hat, liefert nun an die GAP Velen (Biogas). Diese Transporte sind einfach zu erkennen, weil entgegenkommenden Fahrzeugen die Federn ins Gesicht fliegen. Die GAP liefert den Gärrest nach Gescher zur Kartoffeldüngung. So bleibt also transportwürdiger Hühnermist (gute Methanbildung) in Borken und umso mehr muss an nicht transportwürdiger Schweinegülle exportiert werden. Der Staat macht`s möglich.

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