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„Watt sall datt, datt sind kinne Buern!“

GESCHER (fjk)... denkt sick de dört Internet sörfende Buer. Denn eines Morgens, während er  noch vor dem Melken das bäuerliche „Wörlt Weit Wepp“ durchforstet entdeckt er,  dass die Stadt Gescher eine  Förderung aus dem EU-Agrarfond erhalten hat. Sage und schreibe 106.000 Euro.

Der förderungsverwöhnte Landwirt runzelt mißmutig die Stirn. Denn wenn`s um Subventionen, Agrarausgleich eben Förderungen aller Art geht, hört bei ihm der Spaß auf. Da duldet er keine Nebenbuhler „am Troch„. Schon wird die Anfrage an ein beliebtes Online-Magazin in die Melkfett geölte Tastatur gehauen: „Watt sall datt, datt sind kinne Buern!“

Helmut Zimmer

Helmut Zimmer

Helmut Zimmer, Fachbereichsleiter Finanzen im Rathaus, ist für einen Moment ratlos. „Da erwischen se`mich auf dem falschen Bein“, meint er als er nach dem Ursprung der Förderung gefragt wird, verspricht aber in die Recherche einzusteigen. Das Ergebnis läßt auch nicht lange auf sich warten. Die Stadt Gescher hat aufgrund entspr. Förderanträge von der Bezirksregierung Münster als zuständige Bewilligungsbehörde für die „Grüne Mitte Hochmoor“ 98.648,43 € und für den „Berkel-Schlinge Fuß- und Radweg“ 7.549,09 € an Zuwendungen erhalten.

Was lernen wir daraus? Das Aufspüren und Ausschlabbern von EU-Agrar-Futtertöpfen ist nicht mehr allein Sache des „gemeinen Bauern.“ Nein, auch der Beamte hat mittlerweile gelernt wo`s was zu „holen gibt“…. Geht doch.. oder doch nur Konkurrenz am Troch?

*Wer selbst einmal sehen möchte, wer (juristiche Personen) wo wie hoch gefördert wird -klick hier- Einfach Postleitzahl eingeben und schon wird das Ergebnis ausgespuckt.

2 Kommentare zu „Watt sall datt, datt sind kinne Buern!“

  1. Peter // 22. Mai 2012 um 06:28 //

    Die Stadt Gescher braucht sicher kein schlechtes Gewissen zu haben.

    Gibt man PLZ 14476 ein, sieht man den Empfänger „Landesumweltamt Brandenburg“ mit rund 31 Mio. € . Düsseldorf ist da mit 600000 € bescheidener.

    Deutschlandweit dürfte BUND und NABU neben RWE zu den Spitzenreitern gehören (Dresden eingeben).

  2. Herr kunst, Sie leben doch schon über 20 Jahre in Gescher zwischen subventionsverwöhnten am Futtertrog schlabbernden und Nebenbuhler verachteten Bauern, und haben Null Hintergrundwissen.

    1.Das deutsche Insolvenzrecht ist so gestrickt, dass man als „Bauer“ nicht die Möglichkeit hat „Planinsolvenzen“ aus Steuer und abgabentechnischer Optimierung durchzuführen. Ein eindeutiger Nachteil gegenüber anderen Unternehmen.

    2.Agrar = „Herstellung pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse“. Die „grüne Mitte“ muß ich mir näher ansehen (Betäubungsmittelgesetz 😉 )

    3.Ihr Beitrag enthält gleich mehrere Gedankensprünge. In einem Satz beweisen Sie, dass die Hälfte der s.g. Agrarsubventionen nichts mit Bauern und Landwirtschaft zu tun haben, aber gleichzeitig sind Bauern schlabbernde ? . Wie nennen Sie denn die Hochmooraner die pro Nase 100 € Agrarsubventionen erhalten haben?

    4.Die Agrargelder für die Bauern sind mit Auflagen verbunden. Bei Nichteinhaltung – Abzug.
    Ich kann Ihnen vier große Müllkippen im Außenbereich zeigen. Ich denke es ist eine Kürzung der Gelder angezeigt 😉

    Ich denke Ihr Beitrag war nicht ernst gemeint (meiner auch nicht) und in Wirklichkeit hoffen Sie, dass die Subventionen erhöht werden damit nicht noch mehr subventionsverwöhnte Kleinbauern (Wie Sie die ja haben wollen) aufgeben.

    Ps.
    Fragen Sie bitte Herrn Sommer (SPD) wie Plattdeutsch gesprochen und vor allem geschrieben wird.

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