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Sportanlage Ahauser Damm: Grobe Fehleinschätzung der Verwaltung?

Beleuchteter Radweg - Archiv.

Beleuchteter Radweg – Archiv.

GESCHER (fjk). Auf dem neuen Sportzentrum Ahauser Damm in der Bauernschaft Büren ist der Fußballbetrieb mittlerweile angelaufen. Für die UWG Anlass, auf einen gravierenden Missstand hinzuweisen: Sie sieht erhebliche Sicherheitsmängel bei der Anfahrt zum außerhalb gelegenen Sportgelände.

Für Schüler und Jugendliche, die häufig mit dem Fahrrad „anreisten“, sei die Nutzung des Fahrradweges wegen der fehlenden Beleuchtung nicht ungefährlich. Sie stellten daher im November vergangenen Jahres den Antrag, die Verwaltung möge hier Abhilfe schaffen und den Radweg wenigstens teilweise beleuchten.

Nein, sagt die Verwaltung und empfiehlt dem Bau und Planungsausschuss den Antrag am kommenden Mittwoch um 17.00 Uhr abzulehnen. Zu teuer! Die komplette Ausstattung schlüge mit 218.000 Euro zu Buche, selbst eine teilweise Ausleuchtung würde die Stadt noch 121.000 Euro kosten, eine Solarbeleuchtung fast eine knappe Million, argumentiert der Bürgermeister.

Darüber hinaus sieht die Verwaltung auch keinen zwingenden Bedarf und der sollte schon vorhanden sein, meint sie.  „Nach bisheriger Sprachregelung werde die Anlage ausschließlich von erwachsenen Sportlern genutzt. Dieser Zielgruppe ist es zuzumuten, die Strecke ohne eine gesonderte Beleuchtung zurückzulegen.“

Rainer Nienhaus, Vorsitzender SV 08.

Rainer Nienhaus, Vorsitzender SV 08.

Offensichtlich eine Fehleinschätzung des Verwaltungsvorstandes. Denn so bestätigt Rainer Nienhaus, links,  Vorsitzender des SV 08, dass dieses ursprüngliche Wunschdenken der Verwaltung bei der Planung des Geländes nicht eingetreten ist. „Mittlerweile wird das Sportgelände zu 53 % von Schüler-  und Jugendmannschaften genutzt und nur zu 47 % von Erwachsenenteams,“ sagt der Vereinsboss. Dieser Trend werde sich in der nächsten Zeit „stark fortsetzen.“

Fazit: Eine der wesentlichen „Geschäftsgrundlagen“ des neuen Sportzentrums, nämlich das dort ausschließlich Erwachsenenmannschaften trainieren und spielen, ist weggefallen. Schüler und Jugendliche trainieren bereits heute hier in der Überzahl. Während der Diskussion zum Bau des Sportgeländes wurde mehrfach auf diese „sehr voraussichtliche Entwicklung“  hingewiesen. Zu attraktiv ist die Anlage gerade für Jugendliche und Schüler.  Doch wie Abhilfe schaffen?  Die Stadtvertreter des Dreierbündnis (SPD, Grüne und CDU) haben sich erst in der letzten Woche auf Verlangen der Kämmerin ein selbstbindendes Investitionsverbot für die nächsten Jahre auferlegt. Jetzt haben wir den Salat…

13 Kommentare zu Sportanlage Ahauser Damm: Grobe Fehleinschätzung der Verwaltung?

  1. Hallo Willi,

    wenn ich bedenke, dass wir immer mehr Ganztagsunterricht an den Schulen bekommen, dieser dann um 16.00 Uhr beendet ist, anschließend Hausaufgaben gemacht werden usw., wird Trainingsbeginn häufig nicht mehr vor 17.00 Uhr oder noch später stattfinden können. Das Training dürfte dann mindestens bis 18.00 Uhr dauern. Dunkel ist es dann in der Zeit von November bis Februar, also vier Monate lang.
    Vor diesem Hintergrund sollte man wirklich über eine beleuchtete Strecke nachdenken.
    Es geht ja auch nicht nur um Kinder und Jugendliche, die in Verkehrsunfälle verwickelt werden können.
    Über die Investition darf gar nicht diskutiert werden. Jeder Verkehrstote oder -veletzte ist doch einer zu viel. Wenn man sich schon entscheidet, einen Sportplatz so weit abgelegen anzulegen, dann müssen die Konsequenzen auch schon in die Planung einbezogen werden.

  2. Willi Winzig // 29. November 2012 um 22:55 //

    An wieviel Trainigstagen oder Spietagen ist es dunkel? Kann man das mal mit verläßliche Zahlen darstellen?
    Wie viele der Trainings oder Spielteilnehmer kommen mit dem Rad?
    Wie groß ist die Gefahr auf einem Radweg mit einem verkehrstüchtigen Fahrrad angefahren zu werden?
    Es wird mal wieder im Konjunktiv diskutiert. Echte Probleme gibt es nicht.Meine Meinung.
    Mein Gott wie sind wir groß geworden?
    Die Gefahr durch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die abbiegende Fahrzeuge gefährden halte ich für eine wesentlich größere Gefahr. Hier hat es schon Unfälle gegeben. Meine Meinung Tempo 50 am Sportzentrum Ahauser Damm. …und nicht immer nur auf andere schimpfen. Ihr könntet alle an Entscheidungen teilnehmen, aber ihr traut euch nicht Verantwortung zu übernehmen. .. leider.

  3. Also sind nach der Aussage der Kämmerin die Vereine schuld, wenn es etwas passiert. Da dort kein Spielbetrieb / Training mit Kindern oder Jugendliche erlaubt sind. Dann würde ich mich als Trainer / Verein weigern dort die Kinder hin zu schicken. Weil diese Verantwortung würde ich nicht übernehmen. Hauptsache den Verantwortlichen in den Vereine ist das bewusst.

  4. Franz-Josef Kunst // 29. November 2012 um 17:47 //

    Danke @ Sportler, ich weiß das Problem brennt. Dennoch wird es hin und her geschoben. Die Kämmerin lehnt eine Beleuchtung mit dem Hinweis ab, für die Sportanlage seien überhaupt keine Kinder- und Jugendmannschaften im Spielbetrieb vorgesehen, also die Geschäftsgrundlage nicht eingehalten. Dem verunglückten Kind oder Jugendlichen nützt so etwas natürlich nicht viel 🙁

    Ich werde das ganze in wenigen Tagen noch einmal thematisieren. Sie haben Recht… es ist zu wichtig!

  5. Aus Anlass des heutigen Leserbrief in der Zeitung. Dem ich zu 100% recht gebe. Ich hatte schon einen Kommentar am 26.06. geschrieben. Nun haben wir fast ein 1/2 Jahr später und es hat sich rein gar nichts getan. Selbst die Vereine und Trainer machen nichts. Sehr traurig für Gescher.Leider muß mal wieder erst was passieren und das wie so oft kurz vor Weihnachten. Ich hoffe es wird nicht so kommen.
    Herr Kunst dieses Thema sollte wieder auf vorderste Seite auftauchen damit wieder darüber gesprochen wird. Hier geht es um Menschen und vor allem Kinderleben.

  6. Gescherbürger // 29. Juni 2012 um 22:15 //

    R.i.P. Sicherheit in Gescher 🙁

  7. Berlemann, Andreas // 28. Juni 2012 um 14:34 //

    Folgende Gedanken zum Thema:
    Es gibt keinen Trend von Kindern u. Jugendlichen zum Ahauser Damm.
    Meines Wissens nach, legen die Vereine fest wo und wann die einzelnen Mannschaften spielen und trainieren. Nicht die Kinder. Das natürlich lieber alle auf einem neuen Kunstrasenplatz kicken, anstatt auf dem „Holperrasen“ oder sogar auf Asche, ist klar. In diesem Zusammenhang gebe ich Herrn Haveresch recht, der Stadt auf die Finger zu schauen, was bezüglich der Pflege und des Unterhaltes der Spielflächen am BorkenerDamm passiert. Diese Plätze sind absolut notwendig um weiterhin in diesem Umfang Jugendarbeit zu betreiben.
    Im Vorfeld der Planung habe ich das Argument gehört, bis einschließlich B-Jugend wird am Borkener Damm trainiert und gespielt. Ab A-Jugend am Ahauser Damm.
    Das die neue Sportanlage allenfalls der Spatz in der Hand ist, war allen Beteiligten klar. Hier ist das machbare getan worden, mehr war finanzell leider nicht drin.
    Und klar liegt der „Druckerei Kersten Park“ etwas weit außerhalb. Aber auch das Sportzentrum Borkener Damm ist z..Bsp. von Harwick Süd (Schüringsweg/Alter Postweg) nicht so leicht zu erreichen.
    Hier greift auch die Verantwortung der Eltern, für alles kann der Staat/Kommune nicht aufkommen. Reit- und Tennisanlagen liegen in Gescher auch nicht unbedingt Zentral. Darüber habe ich noch nichts gehört?!?
    Und wenn ich sehe wieviele Autos am Borkener Damm stehen bezw. an und abfahren, bei Kinder- und Jugendspielen, werden die meisten Kinder gebracht.
    Also den Ball flachhalten, wenn es eine Möglichkeit gibt die machbar ist, kann man den Radweg beleuchten. Ansonsten….

  8. Der Bürgermeister // 28. Juni 2012 um 08:25 //

    … in der Sitzung des Bau- und Planungsausschuss am Mittwochabend, er sehe die Verwaltung hier nicht in der Verantwortung. Dennoch räumte er ein, dass die aktuelle Situation unbefriedigend sei.

    Verantwortlich wären vielmehr die Vereine, denn mit denen sei vertraglich vereinbart, dass im Sportzenturm am Ahauser Damm ganz überwiegend nur Erwachsenenmannschaften spielen und trainieren sollen. „Hierüber wird mit den Vereinen gesprochen werden müssen.“, kündigte Bürgermeister Effkemann an.

    Grünen Vertreterin Frau Saalmann meinte, Kinder und Jugendliche bis 12 Jahre schicke man im Dunkeln nicht auf die Strecke, allen anderen sei dies zuzumuten. Ähnlich äußerten sich CDU und SPD. Am Ende wurde der Antrag auf Beleuchtung des Radweges zum Sportzentrum von CDU, SPD und Grüne abgelehnt. UWG, FDP und ich selbst sahen Handlungsbedarf und stimmten für eine zumindest punktuelle Beleuchtung.

    Abschließend bemerkte ich, dass der Trend von Schülern und Jugendlichen zum Sportgelände Ahauser Damm ungebrochen sei und sich verstärken werde. Das wirft widerum eine Menge Fragen zur Entwicklung des Sportzentrum Borkener Damm auf. Thomas Haveresch, FDP, erinnerte daran, dass schon heute der Zustand des Sportgeländes vollkommen inakzeptabel sei. „So manch ein bäuerlicher Bolzplatz ist in besserem Zustand,“ meinte er.

    fjk.

  9. Bürger // 27. Juni 2012 um 16:16 //

    Was die Stadt Sicherheit wert ist ist. Sieht man an den Plan Raffahrer mehr mals den Holtwicker Damm überqueren zu lassen. In unserer Stadt vor allem unsere Verwaltung sitzen nur ….. (Darf ich leider nicht so deutlich schreiben) 🙁
    Dann wundern sich unsere Verwaltung und Ratsmitglieder von uns Bürgern, nach so viel sch.. Entscheidungen in den letzten Zeit, alle angefeindet werden.
    Haupt Sache dieses ist bis zur nächsten Wahl nicht vergessen. Bin kein Freund der Piraten aber ich nenn sie mal so , eine Protestwahlpartei würde Gescher gut tun.

  10. Gescherbürger // 27. Juni 2012 um 12:25 //

    Man sollte über sein Schatten springen und mal menschlich denken im Rathaus. Diese Kinder sind die Zukunft für Gescher. Man sollte sie in allen Fällen fördern und vorallem absichern. Wer Herz hat, versteht was ich hier schreibe.Die Beleuchtung kann man u.a. durch Werbung fördern.Wie sieht es aus mit den Firmen, die ihre Großen Schilder auf dem Sportgelände platziert haben, können die nicht als eine Art Parte pro Laterne dastehen, wenn die Stadt sich quer stellt für Sicherheit und ihre Scheuklappen noch enger schnallt ?

  11. Donald // 27. Juni 2012 um 10:57 //

    @ Besucher. RESPECT! Es muss erst immer was passieren damit unsere kanisterköpfe im Rathaus reagieren. Vieleicht lassen sich Sponsoren finden, die können dieses auch steuerlich absetzten. Oder ein 50 er oder 30 er Bereich in höhe der Sportanlagen mit einer Blitze. Das bringt Geld in die Stadt Kasse !

  12. Besucher // 26. Juni 2012 um 22:18 //

    Sowas ist doch Typisch für Gescher, das ist so häufig so das so was in Gescher wird. Ich will hier jetzt nicht mal nicht um den heißen Brei herum reden, ich bin selber erst 18 aber wisst ihr was mich so ziemlich anpisst.. Jetzt mal ehrlich was wird in Gescher für die Jugend getan von Seiten der Stadt aus ? Einfach mal ganz nicht, nicht mal zum Schutz der Jugend. Keine Beleuchtung bis zum Sportplatz. Ich bin früher Jahrelang vom BSV Harwick dort im dunkeln langgefahren, ich weiß was das für ein Gefühl ist, du bist dort alleine und von hinten kommen da die Autos mit über 100 km/h angefahren. Ich bin schön immer durch den Wald bei Brinkmann gefahren. Was haben wir für einen xxxxxx (Admin: Bezeichnung gelöscht) von Bürgermeister bei uns im Rathaus sitzen, was wird aus Gescher ? Ich habe von so vielen Menschen gehört, früher war hier noch richtig was los ? Alter Leute was geht hier ?? Das ist nicht mehr Feierlich, auf uns Jugendlichen hört eh keiner, aber das sind die, die mal die Fresse auf machen. Langsam reicht es !!!

  13. sportler // 26. Juni 2012 um 15:38 //

    Das war doch klar. Das es so enden wird. Mein Reden von damals. Wie kann man so eine Anlage, so weit aus einem Ort bauen ?
    Ich verstehe aber auch nicht die Vereine. Das sie die Kinder so eine Gefahr aussetzten und sie bis dort hin im dunkeln fahren lassen . Zur Zeit geht es ja noch. Aber lasst mal den Herbst kommen. Dann kann man drauf warten das sie nicht gesehen werden und vom Auto angefahren werden. Ich hoffe so was wird nie passieren. Nur dann möchte ich nicht der Verantwortliche seien, von der Stadt bzw Verein. Hier sollten die Trainer und Jugendbetreuer ein zeichen setzten. Wie immer das auch ausehen soll.

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