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Klartext: Miteinander nicht gegeneinander.

Brand in der Kunststoffverwertung Eing.

Brand in der Kunststoffverwertung Eing.

GESCHER (fjk). Vollbrand bei der Kunststoffverwertung Eing, lautet heute am späten Nachmittag eine Einsatzmeldung der Freiwilligen Feuerwehr. Feuerwehr und Rotes Kreuz rücken unverzüglich an. Das Geschehen selbst bleibt (zunächst) im Dunkeln. Die ebenso vor Ort erschienene Presse (Gescherer Zeitung und GescherBlog) wird weder Zutritt auf das Firmengelände gewährt noch ist Einsatzleiter Ralf Blommel bereit, eine kurze Sachinformation zu geben. „Keine Presse auf`s Gelände auch keine Ausseneinsicht von Kunst“  was immer er damit gemeint haben mag, so über Funk seine barsche Anweisung an die Kollegen an der Wasserzapfstelle auf der Liebigstraße. Das nährt natürlich den Verdacht, dass hier etwas nicht an die Öffentlichkeit soll. Zumal die Info durchsickert, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Personen durch Rauchgasvergiftung in Mitleidenschaft gezogen worden sein soll.

Meine Meinung: Bei Notfall- und Katastropheneinsätzen ist es die Pflicht der Medien für umfassende Information der Bevölkerung Sorge zu tragen. Dem Grundstückseigentümer ist es selbstverständlich freigestellt zu entscheiden, wem er Zutritt auf dem Gelände gewährt und wem nicht. Wenn er die Presse ausschließt, ist das hinzunehmen. Ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.   Das aber die Feuerwehr sich derart restriktiv und abweisend verhält, ist in Gescher neu und bisher einmalig. Im Gegenteil: Die Presse wurde von den jeweiligen Einsatzleitern vor Ort bisher immer in vorzüglicher Weise informiert. Siehe hier: Einsatzleitung Christian Nolte oder Ralf Beuker. Umgekehrt  hat sich die Presse jederzeit gern und mit Engagement in den Dienst der Feuerwehrkameraden gestellt, auf vielfältige Weise. Damit dieses sehr gute Verhältnis nicht beschädigt wird sollte man drüber reden… reden hilft!!!

Update/Nachtrag: Hier der Sachstandsbericht der  Gescherer Zeitung – 19.00 Uhr.
Gescher (js). Zu einem Brand kam es gestern am Spätnachmittag auf dem Betriebsgelände der Kunststoffverwertung Eing. Nach Angaben der Polizeileitstelle Borken erlitten zehn Personen leichte Rauchgasvergiftungen und wurden vorsichtshalber zur Kontrolle in die umliegenden Krankenhäuser (Stadtlohn, Borken, Ahaus, Coesfeld) gebracht. Betroffen waren durchweg Mitarbeiter der Firma. „Vollalarm rot, Feuer groß“, lautete die Alarmmeldung um 16.15 Uhr für die Löschzüge Gescher und Hochmoor. Rund 50 Feuerwehrmänner rückten mit sämtlichen Fahrzeugen zur Liebigstraße aus, wo sich die Zufahrt zur Kunstsstoffverwertung befindet. Dort werden in dieser Woche die Anlagen gewartet. Wie ein Feuerwehr-Sprecher auf Anfrage mitteilte, war eine Schredder-Maschine bei Schweißarbeiten in Brand geraten. Dabei kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Die Flammen griffen auf die Dachhaut des Gebäudes über. Die Feuerwehr hatte den Brand rasch im Griff und löschte auch Glutnester im Dachbereich ab. Um 17.55 Uhr war der Einsatz für die Wehr beendet. Zum Sachschaden konnten noch keine Angaben gemacht werden. Von den Mitarbeitern soll niemand ernsthaft verletzt sein, so der Stand am frühen Abend.

Lies hier: „Alle Verletzten wieder wohlauf!“

26 Kommentare zu Klartext: Miteinander nicht gegeneinander.

  1. Mr. Mkay // 11. August 2012 um 10:58 //

    @Herbert B.: Ich finde das auch schade. Aber ist Herr Kunst nicht vielleicht ein bisschen selber daran schuld?
    Wenn das Verhältnis vorher recht gut war, hätte man vielleicht erst miteinander reden sollen bevor man so einen Artikel schreibt.
    Ich habe mir mal einige andere Artikel hier durchgelesen und festgestellt, dass nie schlecht über die Feuerwehr in Gescher berichtet wurde. Warum dann direkt einen Artikel wie diesen?

    @AnonymSilence: „[…] ich betone nochmal den wohl eher privaten Charakter dieser kleinen Fehde zwischen Feuerwehr und FJK […]“
    Das ist mal wieder eine typische Verallgemeinerung… Sie reden von „die Feuerwehr“… Wenn ich diesen Bericht von fjk richtig verstanden habe, ging es um EINE Person… Und zwar in diesem Fall den Einsatzleiter. Und ich sehe das so: Der Einsatzleiter ist nicht „die Feuerwehr“, sondern nur für diesen Einsatz verantwortlich. Wenn eine solche Aussage „Keine Presse auf`s Gelände auch keine Ausseneinsicht von Kunst“ jetzt von dem Feuerwehr Chef gekommen wäre, hätte man das durchaus anders interpretieren können.
    Aber laut dem „Blog der Feuerwehr“ (Wie Sie ihn ja Bezeichnen, was dann auf so ziemlich jede Seite im Internet, von http://www.welt.de bis hin zu http://www.gescher.de, zutreffen würde…) ist Christian Nolte der Leiter der Wehr in Gescher und nicht Ralf Blommel.
    Mir kommt es so vor, als wenn Sie mit der Arbeit Ihrer Feuerwehr nicht zufrieden sind, sich aber nicht trauen ein Gespräch zu suchen. Deswegen „erfreuen“ sie die Leser dieses Blogs mit Ihren Aussagen gegen die örtliche Feurwehr.

    MfG, Mr. Mkay

  2. Herbert B. // 10. August 2012 um 11:28 //

    Schade, Schade, Schade!
    Da sollte man vielleicht mal bei der Feuerwehr ein paar “ Sture Köpfe“ umbesetzen!!!

  3. Franz-Josef Kunst // 9. August 2012 um 16:33 //

    Danke -Herr Maaß- für Ihre umfangreiche Kommentierung. Wesentliche Punkte Ihrer Aussagen hat „Anonym Silence“ nachvollziehbar widerlegt. Deshalb ein eben solcher Dank an ihn.

    „Deeskalation“ denke ich heißt das Gebot der Stunde. Emotionen raus, Fakten rein! Niemand wird abstreiten können, dass sich die Berichterstattung von GescherBlog ganz „in den Dienst“ der Freiwilligen Feuerwehr unserer Heimatstadt gestellt hat. Auf diese Formulierung lege ich großen Wert. Daran ändert auch der letzte Beitrag „Einsatz Eing“, dessen kritischer Ansatz Auslöser dieser Diskussion ist, nichts.

    Der Bürger hat diesen Dienst geschätzt. Zur Verdeutlichung die Zugriffszahlen: Normalerweise wird GescherBlog 800 bis 1200 mal am Tag aufgerufen, bei einem Einsatzbericht steigt diese Zahl bis fast an die 3.000 Besucher –innerhalb weniger Stunden! Die Arbeit wird von den meisten Feuerwehrkameraden begrüßt, davon bin ich fest überzeugt. Eine Hand voll lehnt sie um so entschlossener ab. Warum?

    Denn kein Medium eignet sich besser zur Einsatzberichterstattung als das Internet. Bilder in beliebiger Anzahl, Berichte und Analysen durch Verlinkung, Podcast, dazu die Möglichkeit per Videobeitrag die Realität an den Bürger zu bringen, machen dieses Medium unschlagbar. Für mich jedoch das Beste: Der Bürger kann „interaktiv“ durch Zustimmung oder Kritik aktiv am Prozess teilhaben. In Gescher bietet nur GescherBlog diese Dienstleistung.

    Jene Feuerwehrkameraden, welche die Berichterstattung von GescherBlog immer wieder und auf`s Neue behindern oder erschweren, sind sich offensichtlich nicht bewusst, dass sie eindeutig gegen das Pressegesetz verstoßen. Darin heißt es zunächst in § 3:

      Die Presse erfüllt eine öffentliche Aufgabe insbesondere dadurch, dass sie Nachrichten beschafft und verbreitet, Stellung nimmt, Kritik übt oder auf andere Weise an der Meinungsbildung mitwirkt.

    Und in § 2 sagt der Gesetzgeber: „Die Pressetätigkeit … darf von irgendeiner Zulassung nicht abhängig gemacht werden.“ Soviel zu den Bemühungen Gescherblog durch formale Hindernisse die Arbeit unmöglich zu machen. Auch regelt das Gesetz eindeutig den Auskunftsanspruch der Presse: „Die Behörden sind verpflichtet, den Vertretern der Presse die der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe dienenden Auskünfte zu erteilen. (§ 4).

    Der gleiche Paragraph regelt das Verhältnis der Behörde (..die Feuerwehr ist Behörde) zu den verschiedenen Pressebeteiligten insgesamt. Ich nenne ihn auch gern den Fairnessparagraphen:

  4. „ … kann von den Behörden verlangen, dass ihm deren amtliche Bekanntmachungen nicht später als seinen Mitbewerbern zur Verwendung zugeleitet werden…“
  5. Was ich meine sind die sogen. Einsatzmeldungen welche die FFW Gescher ausschließlich dem lokalen Printmedium zur Verfügung stellt. Ohne die sind sie als Berichterstatter sozusagen blind und taub zugleich. Sie erfahren nicht einmal, dass irgendwo etwas los ist.

    Wenn Sie -Herr Maaß- nun sagen die Äußerung von @Anonym Silence sei staatsanwaltschaftlich relevant weil sie unterstelle „dass Feuerwehrangehörige Fotos erstellen und vermarkten“ muss ich Ihnen leider sagen: Ja, das ist so! Das wird hier in Gescher auch als völlig normal empfunden, weil immer so gewesen. Es ist kein Geheimnis, das Feuerwehrkameraden für „ihre Pressedienste“ entlohnt werden. Ob nur einer oder mehrere entzieht sich meiner Kenntnis. Deshalb empfinden Sie es bitte nicht als Anmaßung wenn der „kleine Blogger“ dem „großen Fachjournalisten“ einen Rat gibt: Nicht so laut nach dem Staatsanwalt rufen, der Schuss könnte nach hinten losgehen…!

    Nun, ich für mich habe eine Entscheidung getroffen: GescherBlog wird die Berichterstattung über die Feuerwehrarbeit beenden. Dieser Entschluss fällt mir nicht leicht. Denn mit der gleichen Leidenschaft mit der die Feuerwehrkameraden ihre Arbeit tun, habe ich darüber berichtet. Ich bitte ganz besonders jene Feuerwehrkameraden, aber auch die Leser von GescherBlog, welche die Arbeit von Gescherblog geschätzt haben, um Verständnis. Doch alles hat seine Grenzen.

  • AnonymSilence // 9. August 2012 um 08:26 //

    Werter Herr Maaß; vom §186 sind wir weit entfernt, glauben sie mir! Ihre Interpretation meiner Aussage ließe den Schluss wahrhaftig zu … nur habe ich so etwas eben genau nicht geschrieben …

    Ebenso Ihre Interpretation der Webseite der Feuerwehr Gescher; Klingt hervorragend … ist aber nicht so … meiner Meinung nach. Das Thema Brandschutzerziehung findet sich dort tatsächlich … aber in erster Linie bleibt es ein Blog wie GescherBlog auch der unter aktuellen Themen die Einsätze der Feuerwehr dokumentiert … in Presseform hinterlegt mit wunderschönen Bildern und Videos von den Einsätzen … und das ist weit entfernt vom §8 … der Brandschutzerziehung!

    In Gescher einen medialen Kampf um Minuten zu sehen scheint mir eher an den Haaren herbei gezogen zu sein … ein Konkurrenzkampf zwischen der AZ und GescherBlog sehe ich nicht … ich betone nochmal den wohl eher privaten Charakter dieser kleinen Fehde zwischen Feuerwehr und FJK.

    Im eher ländlichen Raum sollten Presseausweise recht rar gesät sein … hier scheint es demnach mehr „Reporter“ ohne Presseausweis im Lokalteil zu geben !? Der Presseausweis spielt auch scheinbar keine so große Rolle mehr sondern die persönliche Akkreditierung von der man hier durchaus ausgehen konnte durch den persönlichen Bekanntheitsgrad von FJK … ich denke nicht das die Feuerwehr davon ausgegangen ist das Kunst für die AZ berichtet … und bisher hatte die Zusammenarbeit ja funktioniert … also gehe ich von einer Duldung (stillschweigende Akkreditierung) aus.

    Das die Feuerwehr sich aber gezwungen sieht auf einen kleinen, unbedeutenden (Sorry FJK) Blogger derart überzogen zu reagieren … Ralf B.´s Kommentierung oben sowie der dezente (mittlerweile gelöschte) Hinweis des Posters Ralf B. das es sich bei zitierter Passage um einen Hinweis nur für FJK handelt … macht mich stutzig … der Presseausweis wird ausschließlich ins Feld geführt um FJK vor Augen zu führen das er nicht zur Presse gehört und ihn endgültig auszuschließen … warum aber ausgerechnet jetzt ?

    Woher sie die Information haben das der Grundstücksinhaber den Zugang verwehrt haben soll erschließt sich mir nicht, hab ich irgendwo etwas übersehen ?

    Das sie sich als Fachjournalist verteidigend vor die Feuerwehr werfen möchten ist ehrenhaft aber doch gar nicht ihre Aufgabe. Vielmehr wäre es Sache des Feuerwehr-Häuptlings dies zu tun, den Kleinkrieg zu beenden oder aber die Misstände abzustellen !?

    @Vorposter; Das kann ich nicht beurteilen da ich im Urlaub keine Zeitung erhalte … aber grundsätzlich gehe ich auch davon aus das die Feuerwehr ihr Handwerk beherrscht … vielleicht kann mich ja jemand kurz informieren ?

  • Anscheinend macht die Feuerwehr ihre eigentliche Aufgabe nämlich das Retten,Löschen,Bergen,Schützen ganz gut, sonst wäre mit Sicherheit so eine Anzeige in der heutigen AZ (letzte Seite) nicht zustande gekommen!!!

  • Jochen Maaß // 8. August 2012 um 18:44 //

    Die Polemik von AnonymSilence reicht an eine Grenze heran, die der Gesetzgeber im StGB § 186 gesetzt hat. Es wird hier unterstellt, dass Feuerwehrangehörige Fotos erstellen und vermarkten (Bild 1414), wobei die Rechte von Betroffenen verletzt und einen Vorteil im Amt erzielt wird. Da rate ich dringend zur Vorsicht bei der Formulierung.
    Gerade auch eine Feuerwehr als Teil der Kommunalverwaltung wird sehr genau die Rechte aller Betroffenen beachten, dabei leistet das Presseamt eine zusätzliche Aufsicht.
    Die Feuerwehr veröffentlicht ihre Text- und Bildinformation u.a. im Internet, weil es Teil ihrer gesetzlichen Aufgabe ist: Das Feuerschutzgesetz FSHG schreibt vor: § 8 Brandschutzerziehung, Brandschutzaufklärung, Selbsthilfe
    Die Gemeinden sollen ihre Einwohner über die Verhütung von Bränden, den sachgerechten
    Umgang mit Feuer, das Verhalten bei Bränden und über Möglichkeiten der Selbsthilfe aufklären.
    Da es der Bürgermeister nicht persönlich macht, ist es in der Regel eine der Feuerwehr übertragene Aufgabe.
    Mit der Berichterstattung über Einsätze wird u.a. zur Anschaffung von Rauchwarnmeldern motiviert. Hier ist die Feuerwehr Gescher landesweit führend.
    Aus der Tatsache, dass die Feuerwehr selbst eine Webseite betreibt, bei Facebook und anderen Netzwerken Informationen zur Verfügung stellt, zeigt sich dass man dort sehr wohl die Öffentlichkeit informieren will.
    Allerdings hat bei der Arbeit an der Einsatzstelle die eigentliche Rettungs- und Löscharbeit Vorrang vor der Informationen der Medien. Gerade die „elektronischen Journalisten“ von Radio, TV und Internet haben im Kampf, wer Minuten vor der Konkurrenz die Meldung in seinem Medium hat, immer diese typische Eile im Blut. Beim Löschen kann die Feuerwehr weder die Brandursache noch die letztendliche Schadenshöhe oder den Täter benennen: Einmal weil das alles so frühzeitig noch nicht bekannt ist, zweitens weil für diese Auskunft nur Staatsanwaltschaft und Polizei zuständig sind.
    Die Polizei regelt auch den Zugang zur Einsatzstelle. Dabei dient der bundeseinheitliche Presseausweis (nach Vorgabe der Ständigen Konferenz des Bundes- und der Landesinnenminister) der Polizei als Kontrolle, wer wirklich als Journalist tätig ist. Wenn jeder Besitzer eines Facebooks-Accounts oder einer Webseite durchgelassen würde, bräuchte man gar nicht mehr absperren…
    Auch wenn man bei mehr als 2500 Anbietern im Internet Presseausweise kaufen kann gilt:
    Der echte Presseausweis wird ausschließlich von den sechs Medienverbänden Deutscher Journalisten-Verband (DJV), Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di), Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Freelens und Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgestellt – und zwar nur an hauptberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten.
    Die Pressefreiheit in Art. 5 GG verpflichtet einen Firmeninhaber NICHT Journalisten auf sein Firmengelände zu lassen, daran kann auch die Feuerwehr nichts ändern.

    Jochen Maaß, Fachjournalist und freier Sachverständiger für Feuerwehr- und Rettungswesen (BFS)

  • AnonymSilence // 6. August 2012 um 22:23 //

    Ich möchte das Thema hier gerne nochmal aufgreifen … woher hat die Feuerwehr Gescher eigentlich den Auftrag Bild1414-mäßig jedes Schadensereignis zu dokumentieren und im Internet zu veröffentlichen ? Aus dem Gesetz über den Feuerschutz ergibt sich zwar ein „Hausrecht“ im Einsatzfall welches aber auf die Schadensabwendung beschränkt ist !?

    Man könnte jetzt die Foto- und Videodokumentation zu Lehr- und Ausbildungszwecken zu Rate ziehen … aber eine solche müßte intern erfolgen … !?

    Die Feuerwehr Gescher ist bei Youtube genauso vertreten wie bei Facebook … ebenso mit einem eigenen Blog im Internet … und so ziemlich jedes Schadensereignis wird dort veröffentlicht … ist das wirklich so genehmigt ?

    Ausgangslage; Ein Feuerwehrmann registriert die Domain feuerwehr-gescher.de entweder als privater, allein haftender Blogger oder hat einen offiziellen Auftrag seines höchsten Vorgesetzten.

    Nun berichtet der Freund der Feuerwehr Gescher in seinem Blog mit einigen anderen „mithaftenden“ Kameraden über jedes erwähnenswerte Schadereignis … natürlich mit schriftlicher Zustimmung all seiner Kameraden … denn Gruppenzwang setzt nicht unbedingt das Einverständnis voraus … aber wo kein Kläger ist kein Richter !?

    Das FSHG berechtigt den Feuerwehrmann und seine Freunde nun das Grundstück des Opfers zu betreten und zu helfen … aber Videoaufnahmen des Schadensereignisses sind nicht Bestandteil des selben … speziell nicht diese in Absicht zur Veröffentlichung bei Youtube, Facebook oder im eigenen Blog zu machen …

    Rein rechtlich gesehen wäre es schon schwierig wenn ein Brandstifter mittels illegalem Video vom Tatort überführt werden könnte … !?

    Einen Schritt weiter gehen die Freunde der Feuerwehr Gescher wenn sie Aufnahmen aus einem „Dienstfahrzeug“ drehen und später veröffentlichen … wobei die Frage entsteht ob eine dienstlich gelieferte Kamera in einem Dienstfahrzeug missbraucht wurde oder ob ein Dienstfahrzeug zu privaten Zwecken missbraucht wurde !?

    Die Webseite der Feuerwehr Gescher mag man zu Werbezwecken im allgemeinen Sinn der Werbung neuer Mitglieder noch akzeptieren … aber die Veröffentlichung von Bildern und Videos muss man doch in Frage stellen … wenn sie wie in unserem Fall wahrscheinlich ohne Zustimmung der Opfer, im allgemeinen aber wohl eher unter Ausnutzung des Schockmomentes entstehen … !?

    Oder kann die Feuerwehr zu jedem einzelnen Bild/Video eine schriftliche Genehmigung des betroffenden vorlegen ?

    Die Feuerwehr Gescher hat einiges intern zu klären bevor man sich auf einen kleinen Blog stürzt … und nach Presseausweisen schreit … bis dahin sollten zumindest die Fotos und Videos vom Netz … und die Feuerwehr im Namen ihres höchsten Häuptlings sollte noch klären ob eine normale Akkreditierung reicht oder ob jedesmal ein Presseausweis vorgelegt werden muss … und wenn ja welcher genau … denn der ein oder andere Blogger besitzt genau diesen ^^

    Kameradschaftliche Grüße ^^

  • Mr. Mkay // 3. August 2012 um 15:54 //

    @Herbert B.: Die Feuerwehr hat niemanden vom Hof geschmissen, sondern die Firma hat niemanden auf den Hof gelassen. Das ist ein großer Unterschied und die Firma hat nunmal das Hausrecht, Mkay?

    Außerdem denke ich, dass bei einem solchen Einsatz mit zehn Verletzten Personen ein wenig Hektik herrscht. Und wie der AZ zu entnehmen ist, wurde anschlißend an den Einsatz Auskunft erteilt, Mkay?

    Es ist aber interessant, wie schnell „Verschwörungstheorien“ entstehen:

    „Herbert B. sagt:
    2. August 2012 um 14:47

    Presse vom Hof geschmissen, auf der Homepage der Feuerwehr findet der Einsatz gar nicht statt. Da stinkt was. Herr Kunst sie sind doch sonst nicht so zimperlich???????????????????????“

  • Aus gegebenem Anlaß bitte ich Folgendes zu respektieren:

    Aus Gründen der Mithaftung ist eine anonyme Veröffentlichung nicht möglich. Sie können zwar einen Benutzernamen verwenden müssen sich gegenüber dem Administrator dennoch in Persona durch IHRE gültige Emailanschrift ausweisen. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen und bitte das zu respektieren. Sich hinter gefakten Emailanschriften zu verbergen zeugt auch nicht von allzu ausgeprägter Integretät der handelnden Person.

    Danke.

  • AnonymSilence // 3. August 2012 um 11:25 //

    Auf Grund der gelöschten Texte hier gehe ich recht in der Annahme das es sich hier um etwas privates zwischen FJK und einigen Personen der Feuerwehr handelt ?

    In dem Zusammenhang hinterfrage ich mal das „neue Urheberrecht“ der Feuerwehr; Da die Feuerwehr keine derart auszulegende Informationspflicht (inkl. Bilder und Videos) zu erfüllen hat überwiegt gerade bei diesem Material das Persönlichkeitsrecht womit für alle aufgenommenen Bilder doch wohl hoffentlich eine schriftliche Erlaubnis zur Veröffentlichung vorliegt ?

    Die Berichterstattung im „öffentlichen Interesse“ obliegt einzig und allein der Presse … oder gibt es einen öffentlichen Auftrag die privaten Aufnahmen der Feuerwehrleute in´s Internet zu stellen ?

    Nachdenkliche Grüße

  • Franz-Josef Kunst // 2. August 2012 um 16:26 //

    Einsatzbericht ist mittlerweile eingestellt. Alles o.k….

    http://www.feuerwehr-gescher.de/?p=7773

  • Herbert B. // 2. August 2012 um 14:47 //

    Presse vom Hof geschmissen, auf der Homepage der Feuerwehr findet der Einsatz gar nicht statt. Da stinkt was. Herr Kunst sie sind doch sonst nicht so zimperlich???????????????????????

  • Ist mir auch aufgefallen. Vielleicht kann ja einer von den Feuerwehrkameraden was dazu sagen.

  • Warum ist eigentlich auf der Seite der FFW Gescher nichts zu diesem Einsatz zu finden?

  • Über diese Nachricht der Borkener Zeitung dürften wir uns ALLE freuen!

    GESCHER. Gottseidank ohne ernsthaft Verletzte endete ein Brand am späten Mittwochnachmittag auf dem Gelände der Kunststoffverarbeitung Eing in Gescher. Nachdem zunächst zehn Personen mit leichten Rauchgasvergiftungen in verschiedene Krankenhäuser der Region eingeliefert worden waren, wurden am Donnerstag alle wieder daraus entlassen.

    http://www.borkenerzeitung.de/nachrichten/kreis-borken_artikel,-Brand-in-Gescher-Zehn-Verletzte-wieder-wohlauf-_arid,108912.html

  • Guten Abend zusammen.
    Hat einer der Kritiker hier schon mal einen Feuerwehreinsatz als Feuerwehrmann/ -frau mitlerlebt?

    Ich zugegebenermaßen auch nicht, jedoch kann ich mir vorstellen, dass ein solcher mit erheblichem Stress verbunden ist. Sowohl physisch – als auch psychisch.

    Darüber hinaus ist bei einem Chemie-Betrieb wie Eing immer (latent) mit der Möglichkeit eines Chemieunfalls zu rechnen – wo sich auch Pressevertreter durch eine zu geringe Entfernung akut in Gefahr begeben könnten. Es ist auch Aufgabe der Feuerwehr, dies zu verhüten. Aus meiner Sicht sind Menschenleben wichtiger, als tolle Fotos und Videos vom Einsatzort.

    Ich glaube, dass man als Einsatzleiter einer freiwiliigen Feuerwehr in solch einer Situation froh ist, keine Ressourcen für Interviews verwenden zu müssen.

  • @ M. .. die von Ihnen angegebenen Emailanschrift ist nicht gültig. Aus Gründen der Mithaftung ist eine anonyme Veröffentlichung nicht möglich. Sie können zwar einen Benutzernamen verwenden müssen sich gegenüber dem Administrator dennoch in Persona durch IHRE gültige Emailanschrift ausweisen. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen und bitte das zu respektieren. Sich hinter gefakten Emailanschriften zu verbergen zeugt auch nicht von Integretät der handelnden Person.

    : host mx1.gmx.net[213.165.64.102] said: 550 5.1.1 … User
    is unknown {mx066} (in reply to RCPT TO command)

    Ferner bitte ich alle Diskussionsteilnehmer „ordentliche Benutzernamen“ zu verwenden. Ein Buchstabe allein genügt nicht. Ich empfinde das als Unhöflichkeit gegenüber den Lesern dieses Magazins. Solche Beiträge werden vom Administrator zukünftig strikt zurückgewiesen, ebenso eindeutig falsche Emailanschriften.

    Ich bitte um Beachtung!

    Hier im übrigen meine Video-Berichterstattung unter Beteiligung der Feuerwehr. Möge sich jeder selbst ein Urteil bilden, ob die Grenzen der Seriösität und Lauterkeit überschritten wurden.

    http://www.youtube.com/user/fjkunst/videos?query=feuerwehr

  • Erstaunter // 26. Juli 2012 um 10:30 //

    Sie irren „guter Ton“, wenn`s hilft:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Journalismus

    Einen Presseausweis kann sich jeder im Internet kaufen oder sogar kostenlos bekommen. Entscheidend ist nicht der Presseausweis sondern was sie „medial tun“ und wie sie es tun!!!!

    Meine Stimme für gescherblog!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Der gute Ton // 26. Juli 2012 um 10:28 //

    Ich möchte nicht falsch verstanden werden, Pressefreiheit ist natürlich ein Grundrecht!!! Aber ist Eing nicht Privatgrund? Vll. wäre es von der Feuerwehr schöner gewesen wenn jmd. ein Interview gibt aber ich denke in dem moment gab es bestimmt andere sachen zu tun als jmd. ohne Presseausweis ein Interview über das Unglück zu geben.

  • Der gute Ton // 26. Juli 2012 um 10:16 //

    Ich will mich ja nicht unnötig einmischen aber meines Wissens nach gehört zu einer Pressefreiheit ein Presseausweis 😉 Kein Ausweis keine Presse.

    Es mag sein das man sich auf Messen etc. als Betreiber eines Blogs als Presse bezeichnen darf, im waren Leben ist das aber nicht so einfach.

  • Erstaunter // 26. Juli 2012 um 10:10 //

    Richtig Herbert B., soviel Medienlandschaft haben wir in Gescher nämlich nicht 😉

  • Herbert B. // 26. Juli 2012 um 10:05 //

    @A sie haben aber seltsame Ansichten. Ich finde Berichterstattung über die Arbeit der Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste ganz wichtig. Wie man hört funktioniert die Zusammenarbeit sonst gut. Nur am Donnerstag bei Eing nicht. Einfach veregessen und so weiteremachen wie bisher Herr Kunst. Ich finde gescherblog ist eine Bereicherung der Medienlandschaft in Gescher.

  • Donald // 26. Juli 2012 um 09:56 //

    @A !
    Ich glaube nicht das Sie wissen was Pressefreiheit bedeutet oder? Der Herr Kunst ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein der mit Kamera oder Fotoapparat an einer unglücksstelle sein wird. So lange die Presse die Arbeit der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst nicht behindert ist alles o.k. Ich kann mir auch nicht vorstellen das Herr Kunst erst Fotos macht und dann erste Hilfe leistet.

  • @ A

    Geht´s noch???

  • Ihre „Blaulichtaufnahmen“ interessieren mich nicht, Herr Kunst. Das geht vermutlich 95% der Bürger so.

    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Der Mitschnitt und die Veröffentlichung eines Unfalls, ist für mich eine „Straftat“. Man stelle sich mal vor, man hätte Sie gelassen. Dann gäb es oben ein Video mit Verletzten.
    Wenn man sich einem Unfallort nähert, ist erste Hilfe angesagt. Wissen Sie überhaupt noch was Sie in so einer Situation zu tun haben? Wann haben Sie Ihren letzten „erste Hilfe Kurs“ besucht?

    Unglaublich…

  • Bei Einsätzen mit Verletzten , haben der Einsatzleiter und seine Kollegen bestimmt wichtigeres zu tun , als irgendwelche „Wasserstandsmeldungen“ abzugeben ! Dann muß man halt ein bißchen warten . Falls eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden hätte , wären sicherlich sofort die richtigen Schritte eingeleitetet worden .

    Der Satz bei Facebook “ Da hatte der Einsatzleiter wohl einen schlechten Tag “ , hätten Sie sich auch sparen können !!

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