Newsticker

Effkemann uneinsichtig. Edelkämper rufen den Rat um Hilfe an!

KlappeGESCHER (fjk). Immer noch keine Einigkeit über den Ausbau des Edelkampes. Schlimmer noch, die Situation ist verfahrener denn je. Bürgermeister Effkemann beharrt auf seinen Standpunkt und will sich jetzt mit Hilfe der Stadtvertreter durchsetzen. Ein Ratsbeschluss soll`s richten. Klappe Edelkamp.. die letzte?

Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Anlieger des Edelkamp mit der Verwaltung, um letzte Fragen zum Ausbau der Stichstraße zu klären. Davon ging zumindest die Verwaltung aus, wie Bürgermeister Effkemann und Fachbereichsleiter Mayrberger zu Beginn des Treffens sagten. Doch da wollten die Anlieger nicht „mitspielen“.

„Nein, das Angebot eines Vorfinanzierungsvertrages der Stadt können wir nicht annehmen,“ so Thorsten Menker, Sprecher der Edelkampanlieger. An der Gesamtbelastung mit horrenden 47 €/qm (incl. Kanalanschlussgebühren) habe sich durch dieses Angebot nichts geändert. Eine Baustraße, wie von der Verwaltung angeboten, helfe nicht wirklich. „Das können und wollen wir nicht bezahlen,“ meinte Thorsten Menker.

Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2009 stand der Edelkamp schon einmal zum Ausbau an. Die Mittel waren durch Bürgermeister Theßeling im Haushalt bereitgestellt. Da die gewerbliche Seite des Kampes schon mit dem Kaufpreis ihrer Grundstücke die Erschließungskosten bezahlt hatten, kamen die Edelkampanlieger auf eine Belastung von 17 €/qm statt jetzt 47 €/qm (incl. Kanalanschlussgebühren.) Bürgermeister Effkemann, Nachfolger von Heiner Theßeling, fegte diese Ausbaupläne vom Tisch. Die Anlieger sollten mehr bezahlen. Satte 47 €/qm. In einer Nacht- und Nebelaktion änderte man die Bebauungspläne, um Rechtssicherheit für diesen „einmaligen Coup“ in der Stadtgeschichte zu haben. –Lies hier mehr!-

Man wünsche klare Verhältnisse, so die Edelkampanlieger in der Versammlung, und natürlich den Ausbau der Straße, der seit 1977 !! auf den Schreibtischen der Verwaltung zur Erledigung anstehe. Thorsten Menker: „Wir wollen uns nicht vor Erschließungskosten drücken, denken aber, dass es fair ist wenn wir nicht mehr zahlen müssen als andere Bürger auch.“ Ortsüblich lägen die Kosten bei 20 bis 25 €/qm (plus Kanalanschlussbeiträge). Auf diese Summe möge die Verwaltung die Kosten deckeln und den üblichen Ausbau liefern, dann sei man überein.

Kanal aber keine Straße. Wer zahlt?

Kanal aber keine Straße. Wer zahlt?

Bürgermeister Effkemann reagierte sichtlich gereizt. Er verwies auf die stabile, rechtliche Grundlage der Verwaltung. Das habe auch der Petitionsausschuss des Landes noch einmal bestätigt. Deshalb sehe er juristischen Auseinandersetzungen, möglicherweise einem Normenkontrollverfahren „ganz entspannt“ entgegen. Er sei enttäuscht, dass man sein pragmatisches Angebot nicht angenommen habe. Nun, so Effkemann, drohe den Anliegern, dass sie die vollen 47 €/qm sofort zu zahlen hätten oder überhaupt keinen Ausbau bekämen. Dann hätten sie nach seiner Einschätzung die Kanalanschlussbeiträge für den bereits verlegten Kanal im Herbst zu zahlen… ohne Straße. Mit dieser Situation werde er die Politik nun beschäftigen.

Am Ende einigte man sich, den Rat um eine Entscheidung zu bitten. „Lassen Sie den Antrag bitte von allen unterschreiben damit wir sehen dass ist Willensbekundung von allen Anliegern,“ bat Effkemann. Offensichtlich setzt der Verwaltungschef auf Uneinigkeit unter den Anliegern. Nun hoffen die Edelkämper auf Verständnis bei den Mitgliedern des Rates. Bürgermeister Effkemann: „Ich kann Ihnen aber nur wenig Hoffnung machen.“

Am Sonntag ist Wahltag.. EUROPAWAHLTAG

6 Kommentare zu Effkemann uneinsichtig. Edelkämper rufen den Rat um Hilfe an!

  1. Exilgescheraner // 18. April 2013 um 07:10 //

    Warum sträubt sich der Bürgermeister?

    Weil dann alle Bürger den Betrag, den die Edelkämper nicht zahlen, zahlen müssen. Und das ist in einer chronisch klammen Stadt wie Gescher nicht zumutbar. Vor allem weil er einen Präzedenzfall schaffen, auf den sich von da an jede weitere Anliegergruppe berufen würde…

    Ich hoffe der Rat urteilt im Sinne ALLER Bürger und lässt die Edelkämper für ihre Strasse auch selbst bezahlen!

  2. Beobachter // 16. April 2013 um 19:22 //

    Sorry, anbieten! Ansonsten hat uns die Gesamtschule gelehrt, dass man für sein Recht kämpfen muss, fachlich und fair! Viel Glück von meiner Seite dafür!

  3. Beobachter // 16. April 2013 um 19:20 //

    Ich glaube das Problem ist nicht allein der Bürgermeister.Erstens wählt der gemeine Gescheraner nur jemanden, der aus Gescher kommt, kompetent hin oder her! Das habe uns die letzten Wahlen gezeigt! Wenn man jemanden von außerhalb nimmt kann das auch von Vorteil sein, unvoreingenommen gegenüber den Mitarbeitern, jeder muss sich aufs neue Beweisen! Wir brauchen Leute im Rathaus die in ihrem Bereich Fachkompetenz ( häufig nur theoretisch angeeignetes Wissen) besitzen, dann würde viel Geld gespart werden können! Es gibt viele Baustellen, und ich glaube, einer alleine kann auch gegen Kämmerin und einige Mitarbeiter nicht viel ausrichten, er ist auf ihre Informationen angewiesen! Was ist mit unserem Rat? Der nickt auch vieles ab, und traut sich viel zu selten sich hinter seine Mitbürger zu stellen! Warum auch immer?(andere Informationen) sie machen auch nur ihren Job! Mal schauen, was uns die

  4. Zugezogener // 16. April 2013 um 11:05 //

    Tja, die nächsten Wahlen kommen. Und ich hoffe doch sehr, dass wir einen kompetenten Bürgermeister kriegen und nicht wieder sowas……………

  5. Das kann ich dir sagen: Aus Erfahrung wird er wie ein Wackeldackel reagieren! Kopfnicken. Leider ist das so

  6. Nachbar // 14. April 2013 um 16:11 //

    Niemand zahlt gerne Erschließungskosten. Deshalb ist der Vorschlag der Anlieger doch ein fairer Kompromiß.
    Warum sträubt sich der Bürgermeister so? Bin mal gespannt wie der Rat entscheidet.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: