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380-KV-Leitung: Keine Einigung über Trassenführung in Sicht!

GESCHER (fjk). Kaum Fortschritte in den Verhandlungen mit der Amprion um den Verlauf der zukünftigen 380-KV-Leitung vermeldet Fachbereichsleiter Uwe Wissmann vom Bauplanungsamt der Stadt . Durch die Energiewende wird Strom zu großen Teilen im Norden des Landes in Windparks in Nord- und Ostsee produziert. Somit ist der Stromtransport vom Norden bis nach Süddeutschland zu bewerkstelligen. Priorität haben  drei Nord-Süd-Trassen. Eine davon durchläuft nahe der Stadt Gescheraner Gebiet.

amprion-320In der Diskussion um die zukünftige Trassenführung habe man offensichtlich die unerfreuliche Situation, dass weder der neuen noch der alten Trasse uneingeschränkt zugestimmt werde, berichtet Wißmann den Ausschussmitgliedern. Die Amprion habe der Verwaltung mitgeteilt, dass die Alternativtrasse den neu betroffenen Landwirten vorgestellt worden sei. Teile der betroffenen Grundstückseigentümer hätten die neue Trasse abgelehnt. Die Amprion werde dennoch die Alternativstrecke weiter einer intensiven Prüfung unterziehen.

Eine dritte Variante, wie großräumige Nordumgehung, wird von der Amprion abgelehnt. Abweichungen vom geraden Streckenverlauf sollten die Ausnahme sein, schreibt die Amprion an die Verwaltung. Sie führten zu einer Verlängerung der Trasse und damit zu deutlichen Kostensteigerungen, vermehrten Eingriffen in die Naturschutzbelange sowie zusätzlicher Eigentümerbetroffenheit. Die neue 380 KV Leitung werde möglichst nah an der alten Trasse liegen.

Da weder für die eine noch die andere möglicherweise in Frage kommende Trasse uneingeschränkte Zustimmung zu erwarten ist, geht Wissman davon aus, dass im Planfeststellungsverfahren geklagt werden wird.. von dieser oder von jener Seite.

2 Kommentare zu 380-KV-Leitung: Keine Einigung über Trassenführung in Sicht!

  1. Nino Schwedtmann // 11. Juni 2013 um 14:28 //

    Ja,die Trasse wird wohl innerhalb der ursprünglichen Verlaufrichtung gebaut werden.Eine alte Trasse ist ja bereits genehmigt,und darf auch ausgebaut/erweitert werden.Ich weiß aus erster Hand von 2 betroffenen im Gewerbegebiet das durch Amprion Mitarbeiter Geld(Schweigegeld )geboten wurde.So will man die Klagen im Rahme halten,unter dem Vorwand einer´´ Wertverlustentschädigung´´.
    Eine Anfrage bei der Stadt Gescher ergab nichts neues,aber man zeigte sich verwundert über mein Wissen,das die Pankratius Kirche so um die 76 Meter hoch ist,und man zeigte sich verblüfft,das ich die ´´Neue Aussicht´´als Zukunft für Gescher veranschaulichen konnte.Die Trasse soll ja über 70 Meter hoch werden.
    Bis vor kurzem habe ich mit meiner Familie im direkt betroffenem ´´Strahlungsgebiet´´gewohnt,und wollte dem unausweichlichen entgehen,ich werde meine Kinder nicht einem ´´Nicht nachweisbarem´´Risiko von Leukämie(Blutkrebs)aussetzen,um kein Geld der Welt !!!!
    Irgendwoher muss die Trasse ja gehen,das sehe ich gerne ein,und das die Anwohner deren Äcker und Weideland von der Umgehungsführung betroffen sind,nicht begeistert sind ebenfalls.
    Schade nur das man von vielen Fällen weiß, das Kühe die unmittelbarer Gegend zu diesen großen Trassen leben und weiden ,Fehlgeburten oder Mißbildungen erleiden/zur Welt bringen.
    2 MEHR Euter zum melken wären da schöner,da hätte dann keiner was dagegen……
    Es geht somit nicht nur um Geld was eine Rolle spielt,sondern um die Gesundheit von Mensch und Tier,und um das gesamte Erscheinungsbild einer bisher sehr schönen Stadt.
    Mal sehen wer sich an der Sache die Tasche vollmacht,denn Geld entscheidet auch hier !!!Wo sind denn die Proteste ???

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