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EGW: 40.000 Tonnen Biomüll aus dem Kreis Recklinghausen.

GESCHER (fjk). Am Mittwoch informiert Peter Kleyboldt, EGW-Geschäftsführer in Estern, den Bau- und Planungsaauschuss über wesentliche Veränderungen im Kerngeschäft der Entsorgungsgesellschaft.  Zum  1. 1. 2014 wird die EGW-Dienstleister für den Kreis Recklinghausen. Rund 40.000 Tonnen Biomüll sollen danach für die Dauer von 10 Jahren aus dem Ruhrpott in den Anlagen des Kreis-Entsorgers verarbeitet werden.

biomuellIm Gegenzug werden Restabfälle des Kreises Borken in Herten einer thermischen Verwertung, -also verbrannt,- zugeführt, so die Sitzungsvorlage. „Die Transporte hin und zurück aus dem Kreis Recklingnausen sollen optimiert werden, um Leerfrachten zu vermeiden „, so die EGW dazu in einer Presseerklärung. „Das bedeutet, dass derselbe LKW erst den Restmüll transportiert und dann den Biomüll mit zurücknimmt,“ erläutert  EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt.

Landrat Zwicker stellt die Vorteile einer solchen Kooperation heraus: Langfristige Entsorgungssicherheit, Anlagenauslastung, Gebührenstabilität und Synergieeffekte. Die Zustimmung der beiden Kreistage,   Recklinghausen und Borken,  gilt als sicher.

Franz-Josef Kunst

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Meine Meinung: Das hört sich alles sinnvoll und schlüssig an. Dennoch fällt es schwer zu glauben, dass der Transport von 40.000 Tonnen Biomüll jährlich, weg vom Entstehungs- hin zum Verarbeitungsort, die Co2-Bilanz verbessernd sein soll. Noch wichtiger sind Fragen wie diese: Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Nachbarn der EGW, die sich heute schon über Geruchsbelästigung und Verkehrsaufkommen beklagen? Wieviel verkehrliche Mehrbelastung kommt durch die Biomülltransporte auf die Anlieger zu? Ein Vergleich heute mit zukünftig fehlt in der Sitzungsvorlage. Was ist mit zusätzlichen Geruchsimmissionen? Alles das ist zu sehen vor dem Hintergrund des noch immer möglichen Güllekraftwerkes in der direkten Nachbarschaft.

Der Bau- und Planungsausschuss wird „nur“ informiert, seine Zustimmung ist nicht erforderlich. Um so mehr müssen wir uns um die Belange unserer Mitbürger in der direkten Nachbarschaft der EGW kümmern und den Machern um Peter Kleyboldt vielleicht sogar  unbequeme Fragen stellen.

2 Kommentare zu EGW: 40.000 Tonnen Biomüll aus dem Kreis Recklinghausen.

  1. Fragender Bürger // 3. Juli 2013 um 15:24 //

    Durch dieses Vorgehen, bekommt der Bericht vom 01.07.2013 auf WDR III (http://www.wdr.de/tv/koenneskaempft), auch noch den passenden Anlaß. Also stimmt es doch, bei der Planung solcher Anlagen, wurde immer großzügig und auch zu teuer geplant und gebaut. Nun wird versucht dem Bürger durch solche Presse, das ganze auch noch schmackhaft zu machen (Gebühren auf Stand halten usw.). Es ist einfach eine Unverschämtheit wie die öffentliche Hand mit den Steuergeldern der Bürger umgeht ohne auch nur ansatzweise dafür in Haftung genommen zu werden ! Es zeigt sich mal wieder, der Kleine wird gehangen und den Großen lässt man laufen oder anders gesagt, einer Krähe hackt der anderen Krähe kein Auge aus !!!!

  2. Landwirt // 2. Juli 2013 um 11:44 //

    Falsche Fragestellung würde ich mal sagen.

    Der Reststoff plus neuerdings auch der Klärrest muss verbrannt werden. Das Zeug muß so oder so zur Verbrennungagsanlage transportiert werden.

    Nun will man als Rückfracht Biomüll mitnehmen. Das ist der Haken. Wo bleibt das Zeug nach der Kompostierung? Die Ackerflächen hier sind schon reichlich versorgt.

    Zur Info: EGW Kompost läuft als Handelsdünger. Das bedeutet, als Bauer kann man seine Flächen zweifach überversorgen. Für organischen Dünger aus der Tierhaltung gibt es strenge Grenzwerte. Werden diese überschritten, drohen saftige Geldbußen bzw. Subventionskürzungen. Diesen Biosondermüll aus Estern kann man oben drauf packen.
    Raus aus dem Kreis mit dem Zeug!

    Es ist immer das gleiche. Profis stellen Konzepte vor, Amateure in der Politik heben die Hand.

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