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Einzelhandelskonzept: „Einzelhandel auf Mariengelände wünschenswert.“

einzelhandelGESCHER (fjk). Der erste Entwurf eines Einzelhandelskonzeptes für die Stadt Gescher liegt jetzt vor. Darin wird die Realisierung eines großflächigen Einzelhandelsvorhabens auf dem Gelände der Marienkirche als eine wesentliche und wünschenswerte Magnetfunktion beschrieben. Nicht nur für das unmittelbare Standortumfeld, sondern auch für das gesamte Innenstadtzentrum.  Dies führe zu einer Stärkung der gesamten Innenstadt. 

Im Stadtgebiet von Gescher sind insgesamt 105 Einzelhandelsbetriebe mit einem stationären Ladenlokal ansässig. Die Gesamtverkaufsfläche über alle Betriebsstätten und Sortimentsgruppen beläuft sich hierbei auf rd. 24.900 qm. Betriebe mit Nahrungs- und Genussmitteln nehmen dabei erwartungsgemäß eine hervorgehobene Stellung ein, so der Entwurf.

Offensichtlich von der Wirklichkeit überholt wird das Einzelhandeskonzept schon jetzt im Ortsteil Hochmoor. Bekannlich hat der Inhaber des dortigen Edekamarktes „die Flügel gestreckt.“ Im Gutachten heißt es wohl eher fälschlicherweise:  „Positiv zu bewerten ist die zum Zeitpunkt der Erhebung vorgefundene Angebotssituation in dem räumlich vom Kernsiedlungsbereich abgerückten, peripher gelegenen Stadtteil Hochmoor, wo der hier ansässige Lebensmittelmarkt eine wesentliche Versorgungsfunktion für dieses Siedlungsgebiet übernimmt -?????-

Ergänzt werde das Angebot in Hochmoor um einzelne kleinteilige Angebotsstrukturen des Ladenhandwerks (z. B. Bäckerei, Metzgerei). Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte bzw. -zahl und damit einhergehender begrenzter wirtschaftlicher Tragfähigkeiten seien weitere bzw. größere Entwicklungen jedoch nicht zu erwarten. Vielmehr werde es im Rahmen konzeptioneller Überlegungen in erster Linie um die Sicherung vorhandener Angebotsstrukturen gehen.

-Download Entwurf Einzelhandelskonzept Gescher-

3 Kommentare zu Einzelhandelskonzept: „Einzelhandel auf Mariengelände wünschenswert.“

  1. Hallo Josef Vogt

    Ich hoffe nicht das du mein Kommentar als Kritik an dich bzw dein Geschäft wahr genommen hast, denn das liegt mir fern. Mir ging es um die Aussage im Einzelhandelskonzept:
    „Positiv zu bewerten ist die zum Zeitpunkt der Erhebung vorgefundene Angebotssituation in dem räumlich vom Kernsiedlungsbereich abgerückten, peripher gelegenen Stadtteil Hochmoor, wo der hier ansässige Lebensmittelmarkt eine wesentliche Versorgungsfunktion für dieses Siedlungsgebiet übernimmt“
    Denn das ließt sich ohne Hintergrundinformationen schlicht so, als ob Hochmoor damit leben muss wenn deine Geschäftsräume ungenutzt bleiben. Erst heute stand in der AZ das Handzettel in Hochmoor verteilt wurden.
    Ich kenne die Situation in Hochmoor, auch wenn ich dort nicht mehr wohne. Aber mein Elternhaus steht dort. Ich gehöre zu der Generation die ihr Taschengeld bei dir und dem damaligen Spar-Markt für Süßigkeiten verbraten hat.
    Und ich habe auch größten Respekt davor wenn du deinen Laden wieder los machst um die Nahversorgung sicher zu stellen, denn mit Verlaub: Reich wirst du dadurch nicht.
    Ich denke viele Geschäftsmänner hätten schon längst die Koffer gepackt und ggf einen Laden im nächst größeren Nachbardorf aufgemacht.
    Daher nimm mein Kommentar bitte nicht persönlich, denn das Einzelhandelskonzept hatte für mich, betrachtet man noch die Shutlebusdiskussion, den Beigeschmack das unsere Stadtväter Hochmoor mal wieder aufs Abstellgleis stellen wollen.

  2. Josef Vogt // 15. August 2013 um 11:05 //

    Hallo MJ26,

    Wohnst Du eigentlich auch in Hochmoor, dann melde Dich doch unter Deinem Namen und nicht unter einem Kürzel, oder hast Du Angst vor der Öffentlichkeit? Wenn Du nicht in Hochmoor wohnst, geht Dich
    die Situation erst in 2.-oder 3. Linie etwas an! Zur Zeit läuft eine von uns in Zusammenhang mit dem Einzelhandelsverband initierte Befragung der Bürger nach Ihren Wünschen bez. Nahversorgung.
    Das Ergebnis warten wir jetzt ab und danach entscheiden wir den weiteren Weg.
    Unsere Entscheidung vorläufig den Laden zu schließen hat auch nichts mit „die Flinte ins Korn zu
    werfen“ zu tun, sondern ebend mit einer notwendigen Umstrukturierung unseres Betriebes, was andere auch schon hinter sich haben (Sunfloor…, usw.). Natürlich liegen mir die Hochmooraner
    und deren Interessen am Herzen, aber wirtschaftliche Gründe kann man nun einmal nicht ignorieren
    und jeder Betrieb muß sich ständig auf andere Anforderungen des marktes, in dem er ich bewegt, einstellen und den Gegebenheiten Rechnung tragen um zukunftsfähig zu sein ! Natürlich muß die
    Bevölkerung eine solche Umstrukturierung auch mittragen und die Angebote dann auch nutzen !
    Ich hoffe wir kommen zu einer für alle akzeptabelen Lösung, unter Einbung aller Beteiligten.

    Josef Vogt

  3. Ließt sich für mich so, als wenn entweder a) schon eine Neueröffnung von Vogt ggf mit reduziertem Angebot intern als sicher gilt oder b) die Nahversorgung von Hochmoor ausgesessen werden soll und Hochmoor künftig mit Bäcker, Metzger, Getränkehandel und evtl Verkaufswagen leben muss.
    Bleibt abzuwarten welcher Fall eintritt.

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