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Stellplatzaffäre köchelt weiter!

GESCHER (fjk). Der Hotelier Wilhelm Kösters hat beim Landgericht Münster Klage gegen die Stadt Gescher eingereicht. Dies teilt Bürgermeister Effkemann jetzt den Ratsmitgliedern schriftlich mit. Kösters, so der Bürgermeister, werde durch die Anwaltskanzlei Thoden & Partner aus Münster vertreten. Der Kläger verlange die Rückübertragung des Fest- und Parkplatzes an der Fabrikstraße. Die Stadt beauftragte Rechtsanwalt Seidl aus Lindau am Bodensee mit der Wahrnehmung ihrer Interessen.

Gericht2010 Die Stadt habe gegen Vereinbarungen des Pachtvertrages verstoßen, so Kösters.  Die Fläche hatte er langfristig an die Stadt Gescher verpachtet. Sie betreibt dort einen öffentlichen Parkplatz. Er wird von der Firma Huesker genutzt, im Sommer dient er zusätzlich als Schützenfestplatz.

Die Klage steht in Zusammenhang mit dem Bau des Bettenhotels der Familie Grimmelt an der Hauptstraße. Hotelier Kösters sieht sich durch das Vorgehen des Bürgermeisters geschädigt. Der habe durch einseitige Förderung seines Mitbewerbers die Grenzen der gebotenen Wettbewerbsneutraliät  überschritten.  So sei das Domhotel jetzt nur noch mit wirtschaftlichen Verlusten zu veräußern. Ein neuer Pächter sei wegen der schwierigen Wettbewerbslage nicht zu finden. Das alles habe das Fass zum Überlaufen gebraucht. Jetzt wolle er seinen Grund und Boden an der Fabrikstraße von der Stadt zurück haben.

Die sogen. Stellplatzaffäre -lies hier mehr- brachte Bürgermeister Effkemann harsche Kritik und einen Rügeantrag ein. Ihm wurde vorgeworfen, seinen „besten Freund“ in besonderer Weise an den politischen Gremien vorbei, begünstigt zu haben. Zu Lasten der Mitbewerber des Investors.  Kritiker sprachen offen von Korruption.

Bauherr Grimmelt baute an der Hauptstraße ein 39-Bettenhotel. Die dafür notwendigen Stellplätze sind an dieser Stelle bis heute nicht vorhanden.  Mahnende Stimmen prognostizierten erhebliche Spannungen im Umfeld des Hotels. Diese sind offensichtlich eingetreten.  Nachbarn berichten von chaotischen Parkverhältnissen anlässlich einer Tagung kürzlich im Hotel Grimmelt. Es sei zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen Nachbarn und Hotelgästen gekommen. Diese hätten sich darauf berufen, im Hotel habe man Ihnen gesagt, sie -die Gäste- könnten überall parken.

4 Kommentare zu Stellplatzaffäre köchelt weiter!

  1. verärgerter Bürger // 30. Oktober 2013 um 21:53 //

    In Anlehnung an meinem vorherigen Artikel als Ergänzung noch soviel:
    Laut Artikel beauftragte „die Stadt“ den Rechtsanwalt Seidel mit der Wahrnehmung …

    Hier kan man deutlich sagen, das es wohl ein Zusammenspiel oder wie der „kölsche Klüngel“ angesehen werden kann. Der „Bürgermeister“ läßt sich vertreten von einem „guten Bekannten“ der Kämmerin. Warum eigentlich Seidel vom Bodensee? Tja, das ist der „Kollege“ des Anwaltes Brefeld aus Gescher, der zwar vor der Haustür des Bürgermeister sitzt, aber dem scheint das Eisen vor der Haustür wohl zu heiß zu sein. Da passt es doch gerade richtig, auch noch einen Kollegen am Bodensee zu haben, mit dem man gemeinsamme Sache macht.

    Ein weiterer Schelm der hier auch noch Zusammenhänge erkennen will/kann- oder möchte. Nein, die Angelegenheiten muss man völlig getrennt sehen und haben miteinander nichts, rein gar nichts zutun. Auch das hat sein Geschmäckle…

  2. verärgerter Bürger // 30. Oktober 2013 um 21:39 //

    … wenn schon merkwürdig, dann „komplett merkwürdig. Bei einem Geschäftsvolumen von annähernd 100.000 € hatte der Bürgermeister es NICHT NÖTIG den Rat darüber zu unterrichten!

    Die UWG hält das Verhalten HEUTE für eine berechtigte Vorgehensweise.

    Für wie dumm will man eigentlich die Bevölkerung von Gescher halten??? Selbstverständlich hatte der Bürgermeister die Möglichkeit so zu verfahren, A B E R sowohl der „gute Stil“ als auch „die VERNUFT“ hätte eine andere, offene Vorgehensweise VERLANGT, Herr Bürgermeister. Wie soll der Rat, noch mehr wie S I E mit dem Rat in Zukunft umgehen wollen. Glaubwürdigkeit spielt insbesondere in der kommunalpolitik eine sehr große Rolle. Die ist nicht nur zerstört, sondern mit Füssen getreten worden.

    Das hat NICHT NUR ein Geschmäckle, sondern das hat schon RICHTIGEN GESCHMACK!!!

    Mag die UWG mal darlegen, warum die in der Vergangenheit wegen „jeder finanziellen Mücke“ auf den Tisch gehauen hat und jetzt, wo es um 1000.000 € geht, das auch noch zu verschleiern versucht. Mag man in der Partei mal nachrechnen, wie oft man dafür, und zwar ALLE PARTEIMITGLIEDER, zum Karneval einladen kann.
    In diesem Sinne wünsch ich eine angenehme Woche

  3. Benutzer des Heggenpättken // 30. Oktober 2013 um 12:22 //

    Ich benutze seit Jahren das Heggenpättken sowohl mit dem Fahrrad wie auch zu Fuß. Was sich dort in Höhe von Grimmelt abspielt ist ein reines Verkehrschaos. Durch ausfahrende und einparkende PKWs wurde ich fast angefahren. Durch schnelles reagieren konnte ich ausweichen. Warum wird hier die Stadt Gescher oder die Polizei nicht tätig?
    Hier liegen doch Verkehrsvergehen erster Klasse vor.

  4. Franz-Josef Kunst // 22. Oktober 2013 um 16:42 //

    uwg Größer? – Klick auf Bild![/caption]

    Seltsame Pressemitteilung der UWG heute in der GZ. Die darin erwähnte Prüfung durch die Kommunalaufsicht hat schon vor einem halben Jahr stattgefunden. Die UWGisten unternahmen große Anstrengungen, die Stellungnahme der Kommunalaufsicht in Borken nicht bekannt werden zu lassen.  Warum jetzt plötzlich die Veröffentlichung mit den eigentümlichen Interpretationen? Ein halbes Jahr später. Wollen Sie den Bürgermeister be-  oder  entlasten?

     

     

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