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Erkenntnis: Zuviel Gülle, zuviel Festmist!

GESCHER (pd/toa/fjk). 69.000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche fehlen der Weser-Ems-Region für eine boden- und umweltverträgliche Düngung. Ursache ist eine zu hohe Viehdichte im Verhältnis zur vorhandenen landwirtschaftlichen Fläche. Dies belegt eine Untersuchung der niedersächsischen Landesregierung über die „Nährstoffströme“ in den Viehregionen des Landes Niedersachsen.

Zu hohe Viehdichte..

Zu hohe Viehdichte..

Die Problematik ist im westlichen Münsterland, speziell im Kreis Borken, nicht unbekannt. Sie könnte ähnlich wie in Niedersachsen sein.  Auch im Kreis Borken  sprechen Kritiker von zu hohen Viehbeständen. Vom Landwirtschaftlichen Kreisverband in Borken war eine Stellungnahme nicht zu erhalten. Es sei niemand im Hause, der dazu etwas sagen könne, hieß es.

Die Fakten des niedersächsischen Landwirtschafts- ministeriums indes machen betroffen. 39 Mio. t Gülle und 8 Mio. t Festmist fallen jährlich an. Dies bedeutet 119 kg organischen Stickstoff und 60 kg Phosphat pro Hektar. Mineralischer Stickstoff ist dabei noch nicht berücksichtigt. Der Überschuss ist eine Belastung für das Grundwasser. 69.000 ha Landwirtschaftsfläche fehlten für eine umweltverträgliche Düngung, berichtet Top Agrar online.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister sieht Handlungsbedarf. Es kündigt die Streichung von indirekten Subventionen, die Filterpflicht für Schweineställe, Keimgutachten, Antibiotika-Minimierung, Baurechtsnovelle sowie einen Tierschutzplan an. Insgesamt sind 60% des Grundwassers in Niedersachsen in einem schlechten Zustand. Dies besonders dort wo die Größe des Viehbestandes deutlich höher ist als die Zahl der für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern verfügbaren Flächen.

2 Kommentare zu Erkenntnis: Zuviel Gülle, zuviel Festmist!

  1. Bauer j s // 25. Oktober 2013 um 13:21 //

    ?

  2. Nino Schwedtmann // 25. Oktober 2013 um 10:24 //

    Die Bundesregierung unterstützt in einigen Bundesländern regenerativer Energien durch das EEG und setzt dabei auch zunehmend auf die Nutzung von Biomasse & Güllebiogasanlagen mit dem höchsten Vergütungssatz von aktuell 24,5 cent pro kwh für die nächsten 20 Jahre.
    Ob dieses auch für die betroffene Region gilt habe ich nicht recherchiert,aber es wäre zumindest ein guter Ansatz,was nicht ist,kann beantrag werden.
    Und wenn sich einzelne Gemeinden zusammenschließen ist es eine gute Lösung des Problems,wie ich finde.
    Wir reden hier nicht von ´´Güllegasmonstern´´ für die von nah und fern Gülle rangekarrt wird,sondern von kleineren Anlagen,sogenannten Kleinbiogasanlagen (ohne zusätzlichen Flächen Bedarf!).
    Der finanzielle Aufwand einer solchen Anlage ist sicherlich nicht ais der Portokasse zu bezahlen,aber im Verbund sicherlich stemmbar,es ist ja eine reine Rechenangelegenheit,von der sich Investoren überzeugen lassen würden,insofern die Rendite stimmt.Hier geht´s doch um Geld,oder etwas um Umweltschutz,ganz bestimmt nicht,der läßt sich schlecht verkaufen.Und wenn man mit Scheiße Geld verdienen kann,dann mal los !!!

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