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Große Ställe zukünftig schwieriger zu bauen!

GESCHER (fjk). Mit der Novelle des Baugesetzbuches erhalten die Kommunen ein verbessertes Mitspracherecht beim Bau großer Stallanlagen. Über die Mitte des Jahres in Kraft gesetzte Novelle und deren praktische Auswirkungen informiert Fachbereichsleiter Uwe Wißmann am Mittwoch die Mitglieder des Bauernschaftsausschusses  (18. Uhr – Rathaus).

Vor Ort ist zukünftig bei einer neu beantragten Stallanlage stärker darauf zu achten, ob es sich bei den Anlagen um eine landwirtschaftliche oder gewerbliche Anlage handelt, weil dies ganz unterschiedliche Konsequenzen für die Gemeinde hat. Bei gewerblichen Anlagen besteht ein Planungsvorbehalt der Kommune, d.h. der Rat entscheidet!

Bei großen Stallungen (gewerblich) hat die Kommune künftig mehr Einfluss.

Bei großen Stallungen (gewerblich) hat die Kommune künftig mehr Einfluss.

Große Stallanlagen, so Reinhold Osterholt vom Kreis Borken, seien in Zukunft nur noch möglich wenn eine enge Flächenanbindung für die Futtermittelerzeugung gewährleistet sei. So benötige man beispielsweise für 1.500 Mastschweine eine Fläche von 60 ha. Flächenarme Betriebe mit größeren Stallbauvorhaben fielen nach der Novellierung praktisch vorprogrammiert in die Gewerblichkeit mit verbesserten Einflussmöglichkeiten auf den Planungsprozess durch die Kommune.

Wenig Aussagen wird Fachbereichsleiter Wißmann zu aktuellen Beständen in den Außenbereichen der Glockenstadt machen können. Weder beim Kreis noch beim WLV scheint es darüber Zahlenmaterial zu geben. Gescheraner Landwirte berichten jedoch von Leerstand vieler Stallungen in den Bauernschaften.

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