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Dreifachturnhalle gesperrt: Verunreinigung durch Legionellen.

GESCHER (fjk). Eine mittlere bis mäßige Verunreinigung durch Legionellen wurde im Warmwassersystem der Dreifachturnhalle festgestellt. Das berichtet Bürgermeister Effkemann in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Mittwochabend im Rathaus. Als Reaktion auf den Prüfbericht eines unabhängigen Gutachters habe man das Warmwassersystem nun thermisch und chemisch desinfiziert. Aus diesem Grunde mußte die Dreifachturnhalle in der Zeit vom 3. bis 5. Dezember gesperrt werden.

duscheDie Warmwasserleitungen wurden auf 70 Grad erhitzt, um so die vorhandenen Keime abzutöten. Zusätzlich veranlaßte die Verwaltung eine chemische Desinfektion der Warmwasserleitungen. Diese Maßnahme wird am Donnerstagmorgen mit dem Durchspülen der Leitungen beendet sein. Vorbeugend soll in Kürze eine automatische Desinfektion eingerichtet werden, die in der Nacht die Wassertemperatur im Leitungssystem erhitzt.

Die Verwaltung habe das Gesundheitsamt über den Sachverhalt und die eingeleiteten Maßnahmen informiert, teilte Effkemann mit. Er gehe davon aus, dass die Verwaltung alles Menschenmögliche veranlasst habe, um auch die Durchführung der geplanten Großveranstaltungen am Ende des Jahres zu gewährleisten.

2 Kommentare zu Dreifachturnhalle gesperrt: Verunreinigung durch Legionellen.

  1. Besserwisser // 10. Dezember 2013 um 20:59 //

    Eine Übertragung von Legionellen ist prinzipiell durch Kontakt mit Leitungswasser möglich, wenn die Legionellen in die tiefen Lungenabschnitte gelangen.
    Nicht jeder Kontakt mit legionellenhaltigem Wasser führt zu einer Gesundheitsgefährdung. Erst das Einatmen bakterienhaltigen Wassers als Aerosol (Aspiration bzw. Inhalation z. B. beim Duschen, bei Klimaanlagen, durch Rasensprenger, oder in Whirlpools) kann zur Erkrankung führen.
    Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser stellt für Personen mit intaktem Immunsystem keine Gesundheitsgefahr dar.
    Eine Übertragung von Legionellosen wird insbesondere mit folgenden technischen Systemen in Verbindung gebracht:
    Warmwasserversorgungen (z. B. in Wohnhäusern, Krankenhäusern, Heimen, Hotels),
    raumlufttechnische Anlagen (Klimaanlagen) und Luftbefeuchter
    Badebecken, insbesondere Warmsprudelbecken (Whirlpools),
    sowie sonstige Anlagen, die Wasser zu Wassertröpfchen zerstäuben (beispielsweise Nebelerzeuger, Nebelbrunnen).

  2. Sportler // 7. Dezember 2013 um 18:48 //

    Wie gefährlich war diese Situation eigentlich für die Sportler/innen, die von Freitag bis zur Schließung der Halle am Dienstag nach den Trainingseinheiten und den Wettkämpfen noch die Duschen genutzt haben?
    In der Bekanntmachung der Stadt Gescher war nur die Rede von “ Wartungsarbeiten“.
    Hätte ich gewusst, das es sich um einen Legionellenbefall gehandel hat, hätte ich das Gebäude mit Sicherheit gemieden.
    Am Sonntag waren Kinder in der Sporthalle, die ebenfalls die sanitären Einrichtungen genutzt haben.
    Ist eine Gefährdung auszuschliessen gewesen oder hätte die Stadt Gescher einfach nur das Gebäude komplett schließen müssen?

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