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Rathaus: Papierloses Kommunikationssytem kommt!

GESCHER (fjk). Kostenlose iPads für alle… nein, so wollten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses den Antrag der CDU-Fraktion auf Anschaffung digitaler Endgeräte nicht sehen. Eine Stunde diskutierten sie über das „Für und Wider“ der Hardware und der Funktionalität der Software von Sternberg. Am Ende war man sich einig. Der Weg zur papierlosen Kommunikation und Information zwischen Verwaltung und Ratsmitgliedern wird auf den Weg gebracht. Schließlich erhofft sich die Verwaltung erhebliche Einsparungen. Ob das allerdings per iPad sein wird, das ließ der Hauptausschuss am Ende offen.

ipadBürgermeister Effkemann wies bei der Vorstellung des Antrages darauf hin, dass der Vorschlag der Verwaltung bereits auf das im Hause installierte Ratsinformationssystem aufsetze. Das, so Effkemann, biete eine Menge Vorteile. Die Verwaltung sei sich jedoch darüber im Klaren, dass es auch in Gescher Anbieter gebe, die mit ähnlichen Produkten auf dem Markt unterwegs seien. Man werde Sorge dafür tragen, dass auch diese Produkte geprüft und den Ausschussmitgliedern vorgestellt würden. Er kündigte an, in den nächsten Tagen Kontakt zu diesen Anbietern aufzunehmen.

Kritik am System von Sternberg gab es grundsätzlich nicht. Dennoch störte einige Ausschussmitglieder, dass ausschließlich das iPad von Apple zum Einsatz kommen soll. Die Anwendung von Sternberg liefe nicht mit dem Betriebssystem Android von Google, sei nicht universell genug.  Die Tablets auf Android basierend seien genau so leistungsfähig wie das iPad von Apple, meist jedoch wesentlich günstiger.

Jörg Stippel, der das Projekt im Rathaus betreut, meinte  eine einheitliche Ausstattung mit Hardware mache aus Sicht der Fachabteilung  Sinn. Man gehe von hohem Supportbedarf zu Anfang des Projektes aus. Bei unterschiedlichen Systemen sei dieser seitens der Verwaltung nicht zu leisten.

Matthias Homann, UWG, stellte den Zeitpunkt der Beschlussfassung infrage. Nicht der jetzige Rat, sondern der zukünftige, solle über die Frage beraten und abstimmen. „Schließlich müssen die ja auch damit arbeiten,“ meinte er. Dem stimmte Bürgermeister Effkemann nicht zu. „Viele Gesichter werden wir im nächsten Rat wieder sehen.“ Eine große Anzahl Kommunen hätten dieses System schon gestartet. Es liefe einwandfrei. Vertagen? – Davon hielt der Bürgermeister nichts.

So stimmte am Ende der Diskussion der Ausschuss dafür, sich ab der nächsten Legislaturperiode (Mai 2014) auf den Weg in die papierlose Kommunikation zu machen. Wie und womit, das wurde nicht festgelegt

Franz-Josef Kunst

Franz-Josef Kunst

Fazit: Man muss sich das vorstellen: Bis zu 700 Seiten dicke Sitzungsvorlagen werden den Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürgern für eine Rats- oder Ausschusssitzung zugemutet. Das ist kaum noch zu bearbeiten und kostet  horrendes Geld.

Kein Zweifel, das Kommunikationssystem im Rathaus ist nicht mehr zeitgemäß. Die angedachte Lösung „Papierlose Kommunikation per Internet“ ist ganz klar die richtige.

Derzeit bin ich der einzige der „absolut papierlos“ arbeitet. Mit dem iPad und Dropbox (per App PDF-Creator) einer bekannten , kostenlosen Softwarelösung. Funktioniert prächtig. Möglicherweise eignet sich Foxdox von d. velop, unserer lokalen Softwareschmiede, noch besser für die Aufgabenstellung.

Vor der Sitzung schrieb ich per Mail an den Bürgermeister: „Ich würde gern unsere lokale IT-Kompetenz d.velop in`s Spiel zu bringen. Der Glockenstadt, zukünftig das  „Silicon Valley“ (IT Campus) des Münsterlandes, stände eine „home made“ Lösung gut zu Gesicht. Eine auf die Bedürfnisse des Rathauses zugeschnittene Lösung basierend auf Foxdox von d. velop ist anders gelagert, aber der RICH-Lösung von Sternberg durchaus ebenbürtig mit zusätzlichen, individuellen Möglichkeiten für den User.“

Der Bürgermeister will d. velop nun kontaktieren, um sich und später die Ausschussmitglieder zu informieren. Man darf auf seinen Bericht gespannt sein.

1 Kommentar zu Rathaus: Papierloses Kommunikationssytem kommt!

  1. Helmut Böing // 18. Dezember 2013 um 12:38 //

    Der papierlose Rat ist sicherlich überfällig!
    Ob sich der Rat diesmal jedoch mit der nahe liegenden Lösung mit heimischen Sachverstand anfreunden kann? Das nahe liegende ist in Gescher ja nicht selbstverständlich. Siehe unser umwerfendes Stadtlogo! Oder geht es diesmal wirklich „anders“? ( Gegen den Bürgermeister willen?? )

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