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Eichenprozessionsspinner im Anmarsch.

GESCHER (fjk/pd). Bald ist die „Spinnerzeit“ wieder da. Der Eichenprozessionsspinner hat sich zu einer Dauerplage auch in unserer Region entwickelt. Befallene Eichen an Kreis und Landstraßen werden häufig mit einem Biozid oder gar Pestizid behandelt. Priorität haben dabei Bäume, an denen Menschen durch die giftigen Haare der Raupen gefährdet werden können. Das sind zum Beispiel Eichen in Ortsnähe oder an stark befahrenen Radwegen.

In Kürze wird eine Spinnerplage erwartet.

In Kürze wird eine Spinnerplage erwartet.

Die Insekten stellen eine Gesundheitsgefahr für den Menschen dar, weil sie Hautreizungen und allergische Reaktionen auslösen können. Zum Schutz des Menschen spricht sich der NABU in Siedlungsbereichen wie Spielplätzen, Schulen, Parkanlagen und Friedhöfen für mechanische Verfahren, wie dem Absaugen der Raupennester und dem anschließenden Verbrennen aus, nicht für den Einsatz von Pestiziden.

Der NABU fordert den sofortigen Stopp des tödlichem Pestizides Dipel ES . Nach derzeitigem Wissenstand ist eine Wirksamkeit der Bekämpfungsmaßnahme mit diesem Gift nicht nachgewiesen. Das sei eindeutig durch Experten bewiesen, sagen die Naturschützer.

Die Massenvermehrung des Eichenprozessionsspinners ist seit einigen Jahrhunderten belegt und ein immer wiederkehrendes Phänomen in deutschen Wäldern, das offensichtlich zum natürlichen Prozess gehört. Bisher gibt es keine Waldbestände die auf Grund des Eichprozessionsspinners abgestorben sind. Durch die Gifteinsätze können jedoch bis zu 214 Schmetterlingsarten in Deutschland betroffen sein. Die Wirkungszusammenhänge der Pestizidbehandlung auf Vögel, Fledermäuse, aber auch Kleinsäuger, die die vergifteten Raupen oder Schmetterlinge fressen, sind bisher nicht geklärt, heißt es in einer NABU-Presseerklärung. Um die Artenvielfalt in den ökologisch wertvollen Eichenwäldern nicht zu gefährden, müsse umgehend auf den Pestizideinsatz verzichtet werden.

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