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Landwirte: Mehr Entschädigung beim Netzausbau.

GESCHER/BORKEN (fjk/pd). Die Landwirte, vertreten durch den Westfälisch-Lippischen Landesverband (WLV), fordern dass beim anstehenden Netzausbau durch Freileitungen und Erdkabel die Böden und Pflanzen optimal geschützt und die Eigentümer und Nutzer von Flächen angemessen entschädigt werden. „Die Verlegung von 380-kV-Erdkabeln, wie sie als Pilotprojekt im Kreis Borken geplant ist, bedeutet einen massiven Eingriff in den Boden und zerstört die natürliche Bodenstruktur unwiderruflich“ heißt es in einer Pressemitteilung.

Erdkabel werden bei Göttingen verlegt

Erdkabel werden von der Bevölkerung bevorzugt.

Da zudem ungeklärt ist, wie sich diese Leitungen langfristig auf die Ertragsfähigkeit von Böden auswirken, dürften Erdkabel nur in absoluten Ausnahmefällen genehmigt werden. Der WLV erneuert seine Forderung, die gängige Entschädigungspraxis für Grundeigentümer auf den Prüfstand zu stellen. Bisher erhielten diese als Entschädigung lediglich eine am Bodenverkehrswert bemessene, geringe einmalige Zahlung, obgleich sie mit der Errichtung der Leitungstrasse von jeder zukünftigen Nutzungsalternative ausgeschlossen seien.

Dem gegenüber generierten die privatrechtlich organisierten Netzbetreiber mit Hilfe fremden Grund und Bodens dauerhaft erhebliche Gewinne. Zudem sollte bei der Beschaffung der notwendigen Grundstücke auf vorzeitige Enteignungen während des laufenden Planfeststellungsverfahrens verzichtet werden, forderte der WLV. Eine Enteignung dürfe zum Schutz des Eigentums nur nach einem rechtskräftig abgeschlossenen, rechtsstaatlichen Planfeststellungsverfahren möglich sein.

*Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt

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