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Ein neues Hallenbad: „Wunsch oder bald Wirklichkeit?“

Ein Hallenbad für Gescher. In Partnerschaft mit der Stiftung Haus Hall möglich.

Ein Hallenbad für Gescher. In Partnerschaft mit der Stiftung Haus Hall möglich.

GESCHER (fjk). Sein Auftritt wurde mit einer gewissen Spannung im Schulausschuss erwartet. „Schwimmen in Gescher,“ war sein Thema am Mittwoch in der Sitzung des Schulausschusses . Dr. Bröcheler, Chef der Stiftung Haus Hall, warb um eine Idee, die nicht zum erstenmal „gedacht“ wurde, aber jetzt als eine Grundsatzentscheidung anstehen könnte. Der gemeinsame Betrieb eines Hallenbades durch die Stiftung Haus Hall und die Stadt Gescher!

„Das jetzige Schwimmbad datiert noch aus den siebziger Jahren“ erläuterte Dr. Bröcheler den Ausschussmitgliedern. „Das Bad wird gut genutzt, von Schulen, von Kindergärten, von Bewohnern der Stiftung und von Sportvereinen aus der Stadt. Eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Bades sei unausweichlich. Alternativ zu einer Sanierung, müsse man über einen Neubau nachdenken. „Ein Schwimmbad können wir uns alleine aber nicht leisten. Die Zeiten wo so etwas großzügig gefördert wurde sind auch für Institutionen wie die unsere vorbei,“ sagte der Chef von Haus Hall.

Stemmen könnte man seitens der Stiftung ein eigenes Schwimmbad nicht ohne einen Partner. Realistisch betrachtet käme nur die Stadt Gescher infrage. Private Initiativen, wie z. B. ein Rehazentrum, seien trotz intensiver Suche nicht gefunden worden. Möglicherweise, so Bröcheler, sei das Potenzial der Stadt dafür zu klein.

Das „neue“ Schwimmbad soll einen öffentlichen Status haben, für den Schulsport geeignet und für die Erfordernisse der Stiftung ein Therapiebecken besitzen. Haus Hall kann das dafür notwendige Grundstück, nähe Antoniuskindergarten,  mit ausreichenden Parkplätzen zur Verfügung stellen. Weiterhin hat die Stiftung in den vergangenen Jahren für dieses Projekt Rücklagen gebildet. Energetisch könnte die Abwärme des bestehenden Blockkraftheizwerkes genutzt werden. Rundum gute Vorbedingungen!

„Bestellen wir sofort den Irrenarzt“, war der erste Kommentar von Kämmerin Kucharz. Sie erinnerte an die erst kürzlich abgeschlossenen Haushaltsberatungen, die den Ausschussmitgliedern noch in den Knochen stecken dürfte.

Im weiteren Verlauf der Diskussion outete sich die Kämmerin jedoch als Fürsprecherin des Projektes. „Auf Grund der Finanzsituation können wir uns das nicht leisten. Gehen könnte es dennoch,“  so die Kämmerin. Man müsse freiwillige Leistungen der Stadt an anderer Stelle kürzen oder ganz einstellen. Sie nannte als Beispiel die Schülerbeförderung. Sie arbeite z. Zt. an einem Modell, freiwillige Leistungen an die Bürger einzustellen oder zu kürzen. Die frei werdenden Mittel ließen sich zur Steuersenkung verwenden oder in eine Maßnahme wie die eines Hallenbadneubaus platzieren. Egbert Kock, CDU Fraktionssprecher, pflichtete ihr mit Blick auf die von der Kämmerin angesprochenen Schülerbeförderungskosten bei: „Die sollten so oder so auf den Prüfstand.“

Bei einem Investionsvolumen um die 4 Millionen Euro kommt eine jährliche Dauerbelastung von 180.000 Euro auf die Stadt zu. Das machte eine Zahlenvorschau deutlich. Es gebe wohl nur jetzt und einmalig die Situation das Schwimmen in Gescher noch einmal in den Fokus zu rücken, sagte Kämmerin Kucharz. Die nächsten zwei bis drei Generationen wären von einer solchen Entscheidung betroffen. Dr. Bröcheler wies darauf hin, dass man spätestens zum Herbst eine Entscheidung der Stadt brauche.

Lies hier: GZ online – „Neues Schwimmbad bauen?“

3 Kommentare zu Ein neues Hallenbad: „Wunsch oder bald Wirklichkeit?“

  1. Es sollte einfach die Gewerbesteuer weiter erhöht werden,
    damit das Gewerbegebiet auch weiterhin leer bleibt.

    Wär zwar schön für die Kinder, aber ich glaube es gibt fast nirgendwo in Deutschland ein rentables Bad.

    Vermutlich müssten Die Steuern dann regelmäßig erhöht werden.

    Und freiwillige Leistungen kürzen… das ist hoffentlich ein verspäteter Aprilscherz.

  2. Bauer j s // 15. Mai 2014 um 19:10 //

    Da es nach der Wahl eine leistungsbezogene Gehaltsstaffel geben wird haben wir das Glück das Mittel aus dem Bereich Kämmerin und Bürgermeister frei werden…..
    Wahlkampfparolen aus der AZ “ wir müssen mehr für Familien tun “ werden somit direkt als Lüge entlarvt.
    Der normale Bürger wird vor der Wahl an der Haustür zum kostenlosen Kaffee eingeladen und nach der Wahl in den A…getreten.
    Jedoch gibt es KEINE Partei die UNS Familien in Gescher vertritt…
    Das denken die Unternehmer wohl auch

  3. AHMJ2612 // 15. Mai 2014 um 18:34 //

    Da hat Frau Kucharz wohl ihr Redeskript etwas durcheinander gebracht….
    Richtig hätte es heißen müssen: „Bestellt mir sofort den Irrenarzt“, war der erste Kommentar von Kämmerin Kucharz, als Sie von Ihrem Modell, freiwillige Leistungen an die Bürger einzustellen oder zu kürzen erzählte.
    Dem BM mal eben für seine „glückliche Politik“ und seinen „herausragenden Leistungen zum Wohle für und um Gescher“ konnte man mal eben die Rente mit dem einen oder anderen Milliönchen aufbessern, aber jetzt die Schulbeförderung einstellen wollen, weil zu teuer….
    Hat man das Rathaus eigentlich mal auf Asbest getestet? Ich mach mir Sorgen um die Menschen die da arbeiten!!!!

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