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Gutachter: Artenschutz durch Bürgerwindpark nicht gefährdet!

GESCHER (fjk). Die Plan eines Bürgerwindparks in Gescher nimmt mehr und mehr Kontur an. Das wurde in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses und des Bauernschaftsausschusse am Mittwoch im Rathaus deutlich. Franz van Üüm, Sprecher des Bürgerwindparks, stellte zudem die Ergebnisse eines von der Gesellschaft in Auftrag gegebenen Artenschutzgutachtens vor.

Dem Vortrag Van Üms ging ein „Scharmützel“ zwischen dem Ausschussmitglied Gregor Kösters, UWG, und dem zuständigen Fachbereichsleiter Uwe Wißmann voraus. Kösters stellte die Anwesenheit van Üüms infrage. „Beim jetzigen Stand des Verfahrens haben die Investoren hier noch nichts zu suchen,“ monierte Kösters. Wißmann verwies darauf, dass es nur um einen informellen Tagesordnungspunkt gehe. „Es gibt nichts zu entscheiden,“ stellte er klar.

Auf Initiative des Landwirtschaftlichen Ortsvereins wurde 2012 die „Bürgerwindpark Gescher GBR“ gegründet. Mittlerweile haben sich 37 Gesellschafter, die Grundstückseigentümer in den 5 Windvorrangzonen (siehe Grafik), der Gesellschaft angeschlossen. Die Grundstückseigentümer verpflichten sich, ihre landwirtschaftlichen Flächen ausschließlich der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Damit stehen dem Bürgerwindpark nahezu 100% der Flächen in den Windvorrangzonen zur Verfügung.

Die fünf Windvorrangzonen sind nahezu 100% in der Hand des Bürgerwindparks.

Die fünf Windvorrangzonen sind nahezu 100% in der Hand des Bürgerwindparks.

Dessen Sprecher, Franz van Üüm, prognostizierte nicht unerhebliche Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Gescher. Doch nicht nur das: Die gesamte Wertschöpfung verbliebe weitgehend in Gescher, sagte Van Üüm und fügte hinzu: „An einen Bürgerwindpark können sich nicht nur die Grundstückseigentümer sondern alle Bürger der Stadt Gescher beteiligen.“ Für die Errichtung eines Windparks werde Eigenkapital benötigt, dass die Grundstückseigentümer alleine nicht aufbringen könnten, sagte Van Üüm.

Das vorgestellte Artenschutzgutachten stützt sich auf Untersuchungen der Fledermaus- und Vogelpopulation. Ergebnis: Keine Besonderheiten. Flora und Fauna sind typisch für das Münsterland. Besondere Komplikationen erwarten die Gutachter nicht. Mögliche Konfliktsituationen, z. B. mit der Fledermauspopulation, ließen sich durch Abschaltregelungen beheben, erläuterte der Gutachter. Im Ausschuss gab es Zweifel, ob sich die Windparkbetreiber auch wirklich an mögliche Abschaltauflagen halten werden. Insgesamt ergeben  alle 5 Vorrangzonen eine zusätzliche Kapazität  von 10 Windkraftanlagen bis zu einer Höhe von 150 mtr. , zu den bereits vorhandenen.

Lies hier: GZ online – „Kein Gegenwind von Fledermäusen.“

1 Kommentar zu Gutachter: Artenschutz durch Bürgerwindpark nicht gefährdet!

  1. Andreas // 22. Mai 2014 um 21:40 //

    Keine persönliche Meinung, Herr Kunst? 😉
    Ich habe auch keine, zumal ich nichts zu sagen habe. Schade ist nur diese Aussage:“Deren Sprecher, Franz van Üüm, prognostizierte nicht unerhebliche Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Gescher.“

    Ob jemals auch nur einen Cent Gewerbesteuer gezahlt wird, hängt von diesen Faktoren ab:Steuerberatung,Windmenge,Investitionskosten und Gabriel (Energieminister EEG) Mit den Unbekannten (Punkt 2 und 4) ist diese Aussage schlicht unseriös.
    Und wenn Gewerbesteuer fließen sollte, wäre die mit Windrädern in „unbewohnten“ Landschaftsschutzgebieten nicht geringer.

    Zum LOV nur dies. Wollt ihr nun Fläche schonen (wie beim Solarpark) oder nicht? Geradlinig wäre eine klare Position des Bauernverbandes gewesen. Etwa so: „Stromtrassen und Windräder nur dann, wenn die Verpflichtung für Ausgleichsmaßnahmen entfallen.“
    Für 10 Anlagen könnten mal bis zu 40 ha fällig werden. Wirkt auch negativ auf die Gewerbesteuer…

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