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„Wahlstandgeplauder“

GESCHER (fjk). Heute werden die Karten für die Europa-, Kreis- und Kommunalpolitik neu gemischt. Oder wird am Ende alles beim Alten bleiben? Die Wähler sind aufgerufen, die Mehrheitsverhältnisse in Brüssel, Borken und Gescher neu zu bestimmen. Am Samstag vor dem Wahlsonntag machen die meisten Parteien noch einmal mobil. Gescherblog besuchte sie auf ihren Wahlkampfständen in der Glockenstadt.

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Eher ruhig ist es auf dem CDU Stand bei K&K an der Hofstraße. Ferdi Hölter, Steffie Pohl und Dominikus Bartusch halten Stellung. Was den Ausgang der Wahl betrifft, möchte niemand eine Prognose abgeben. Auf die Frage, ob Wahlkampfstände und Plakatierung noch die zeitgemäße Kommunikation mit den Wählern seien, antwortet Dominikus Bartusch: „Ja, auf jeden Fall. Der Wähler habe ein Recht darauf zu erfahren, wer die Kandidaten sind.“ Die Wähler bevorzugten nach wie vor  den persönlichen Kontakt. Man könne auf die anderen Medien setzen, aber alleine reiche das nicht aus.

afd

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Direkt daneben kämpft eine Partei „nur“ um den Einzug in den Borkener Kreistag. Die „Alternative für Deutschland,“ kurz Afd. Auf dem Wahlstand sind auch die Gescheraner Dr. Bernhard Iking , Mitglied des Afd-Bezirksvorstandes, und Norbert Krumnow. Listenplatz 5. „Wir werden in den Kreistag mit 2 oder 3 Manadaten einziehen,“ prognostizieren die Neupolitker. Für den Rat in Gescher hätte man auch gern kandidiert. Die formalen Hürden seien aber noch zu hoch gewesen. Zum einen habe man nicht alle 16 Wahlbezirke besetzen können, zum anderen sei die Anzahl der bei der ersten Kandidatur erforderlichen Unterstützerstimmen  ein Problem gewesen. Mit dem Einzug in den Kreistag hätten sich diese Probeleme  erledigt. Bei der nächsten Kommunalwahl in Gescher sei man garantiert dabei, verspricht Dr. Bernhard Iking.

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Klaus Kallaus, Aushängeschild der Gescheraner Sozialdemokraten, hat sich zwischen den Discountern K&K und Aldi mit seinen Genossen platziert. Mark Jaziorski, SPD Kandidat  aus Hochmoor: „Schön wäre ja, wieder einmal ein paar Direktmandate zu gewinnen und der CDU etwas wegzunehmen.“ Die größten Chancen hierfür sieht er im Ortsteil Hochmoor. Ausweichend gibt sich Jaziorski auf die Frage nach einer Fortsetzung des Dreierbündnisses von CDU, SPD und Grüne. Grundsätzlich will er das nicht ausschließen. „Nach der Wahl reden wir mit allen Parteien. “ Im übrigen sei das Dreierbündnis zu Beginn gut gewesen, später habe sich der Bürgermeister doch sehr in seinen Eigenschaften verändert, da sei es nicht mehr so gut gewesen. Ein Bündnis jenseits der CDU wäre wünschenswert aber wohl kaum realistisch, meinen die Sozialdemokraten.

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Die UWG steht mit ihrem Stand vor dem Hagebaumarkt an der Stadtlohner Straße. Immer wieder holen sich Wähler Prospekte oder auch nur den beliebten Luftballon für die Kleinen ab. Matthias Homann ist optimistisch. „Wir werden zulegen,“ ist er sich sicher. Auf die Frage was die UWG von einem Bündnis außerhalb der CDU hält, bezieht Homann Postion. “ Das Dreierbündnis CDU, SPD, Grüne der vergangenen Legislaturperiode hat den Karren in Gescher endgültig vor die Wand gefahren. 2009 hatten wir knapp 10 Millionen Schulden, jetzt sind wir bei 22 Millionen.“ Für ein Bündnis mit der CDU stände die UWG kaum zur Verfügung. „Die UWG ist 1994 angetreten, um die Mehrheit der CDU zu brechen.“ Es sei nicht vorstellbar, dass die UWG hinginge und der CDU im Notfall eine Mehrheit verschaffe.

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