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René Thiemann: Ein Talent erobert die Informatikwelt!

.. liebt auch schon mal schnelle Autos!

..  und gewinnt viel beachteten Wissenschaftspreis!

WIEN/GESCHER (fjk/pd). Am vergangenen Montag wurden die Preisträgerinnen und Preisträger des international hoch beachteten START-Preises in Wien bekannt gegeben. Der vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) vergebene START-Preis ist die höchste Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler in Österreich.Unter den acht jungen Forscherinnen und Forschern, die diese höchste Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler in Österreich erhalten, ist auch der Gescheraner René Thiemann. Er zählt damit zu Österreichs talentiertesten Nachwuchswissenschaftlern.

René Thiemann, in Gescher aufgewachsen, wurde als Sohn von Erwin Thiemann (Autohaus Thiemann) in Stadtlohn geboren. Er besuchte das Pius-Gymnasium in Coesfeld. Nach dem Studium und der Promotion in Informatik an der RWTH Aachen wechselte er 2007 an das Institut für Informatik in Innsbruck. Im Juli 2013 habilitierte er sich in Innsbruck mit der Arbeit „A Formalization of Termination Techniques in Isabelle/HOL“.

Ehemalige Mitschüler des Piusgymnasiums beschreiben ihn als zuvorkommenden, netten und niemals überheblichen Klassenkameraden. „Der galt schon damals in Mathe und Physik als Genie,“ erzählt Johannes Seifer. Wir waren zwar auch im Leistungskurs Mathe und glaubten, mit Zahlen umgehen zu können, doch René schwebte in ganz anderen Sphären. Wenn wir mit der Klausur begannen, war er meist fertig.“ Indra Kunst erinnert sich: „Er hat mir geduldig bei kniffligen Matheproblemen geholfen, einmal sogar von der Schule in Papa´s BMW mit nach Gescher genommen. Ein „Nerd“ (Anmerkung: Computerfachidiot) war er ganz und gar nicht. Ich erinnere mich, dass er ein ausgezeichneter Handballspieler war.“

Heute beschäftigt sich der Informatiker René Thiemann mit „Zertifizierte Terminierung und Komplexität von Programmen“ und die Zuverlässigkeit aktueller Analyse-Programme. Hierzu gibt es zwar viele automatische Verfahren, jedoch sind diese Verfahren komplex, weshalb entsprechende Analyse-Programme oft nicht fehlerfrei sind. Dies kann katastrophale Folgen haben.

Thiemann, so schreibt das Institut für Informatik, will die Anwendbarkeit der Zertifizierer in zwei wichtige Richtungen erweitern: Sie sollen eine große Klasse von Komplexitäts-Beweisen unterstützen, außerdem Terminierungs-Beweise für die Programmiersprachen Java und Haskell. Dazu muss Thiemann die Semantik für Haskell formalisieren, sowie die existierende Formalisierung von Jinja in Richtung Java ausbauen.

Durch die Verleihung des START-Preises stehen ihm  bis zu 1,2 Millionen Euro für seine Forschungen zur Verfügung. Mit der Bereitstellung soll hervorragenden jungen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden, um sich über mehrere Jahre ganz auf ihre Forschungsvorhaben konzentrieren zu können. René Thiemann ist verheiratet und lebt  in Innsbruck.

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