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In letzter Sekunde vor Haushaltssicherung: „Neuer Sportplatz für Hochmoor“

Sport in Hochmoor: Der alte Tennenplatz ist abgängig.

Der alte Tennenplatz ist abgängig.

Hochmoor (fjk). Die Oberfläche des Tennenplatzes im Sportpark Hochmoor ist in der Regel bretthart und zusätzlich am Rand mit Unkraut überwuchert. Der dahinter liegende Rasenplatz ist so  verdichtet, dass er  seine Drainagenwirkung verloren hat. Die Grenze der Abgängikeit der Plätze ist in beiden Fällen erreicht. Noch in 2015 will die Stadt hier Abhilfe schaffen. „Eine Instandhaltung mit sicherem Spielbetrieb über 2015 hinaus ist eindeutig nicht mehr möglich,“ heißt es in einer Sitzungsvorlage  die der Sportausschuss am kommenden Mittwoch behandelt. Doch das Gespenst der Haushaltssicherung steht vor den Toren der Glockenstadt. Kommt der Vorstoß der Verwaltung zu spät?

400.000 Euro will die die Stadt 2015 in die Hand nehmen, um den langfristigen Erhalt des Sportzentrums zu sichern. Hauptinvestitionen sind ein Austausch der Oberfläche des Tennenplatzes in einen Hybridrasenplatz und die Sanierung des Umkleidegebäudes. Der Hybridrasenplatz verträgt bis zu 1.000 Nutzungsstunden im Jahr und deckt damit den in der Sportstättenbedarfsplanung ermittelten Bedarf des Ortsteils Hochmoor ab. Die neueste Entwicklung im Sportstättenbau besteht in der Hauptsache aus Naturgras, kreuz und quer durchzogen von haltbaren Kunstrasenfasern, sogenannten Monofilamenten. Diese festigen nicht nur die Oberfläche, sondern auch das Erdreich bis zu einer Tiefe von zwölf Zentimetern. Haltbarkeit: 90 Jahre. So jedenfalls versprechen es die Hersteller.

Hybridrasen-Platz: Lange Haltbarkeit, kostengünstige Pflege.

Das gesamte Konzept wurde mit dem SuS Hochmoor abgestimmt. Danach übernimmt der Verein, zu den 400.000 Euro Investitionen der Stadt, einen Anteil von 20% an der Gesamtmaßnahme, in erster Linie Investitionen in die Sanierung des Umkleidegebäudes.  Neu.. nach den Plänen der Stadt soll im hinteren Bereich der Sportanlage, einem Teil des jetzigen Rasenplatzes,   ein Multifunktionsgelände für Großveranstaltungen des Vereins entstehen. Restrasenplatz und Multifunktionsfläche  bleiben   in Pflege des Vereins.

Um in die konkreten Vertragsgestaltungen mit dem SuS Hochmoor zu gehen und eine zeitgerechte Umsetzung des Projektes mit Abschluss im Herbst 2015 realisieren zu können, sei nun ein Grundsatzbeschluss durch die Politik notwendig. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der finanziellen Lage der Stadt. Die Stadt wird voraussichtlich in die Haushaltssicherung gehen, also nur noch eingeschränkt selbstständig handeln können. Könnte die Kommunalaufsicht das Projekt am Ende kippen?  Das die angespannte Finanzlage der Stadt  die Pläne über den Haufen wirft, daran glaubt man in Hochmoor nicht. “ Uns wurde von der Stadt zugesichert, dass die anstehende Haushaltssicherung keinen Einfluss auf die dringend notwendige Sanierung haben wird,“ sagte ein Vorstandsmitglied des SuS am Sonntagmorgen auf dem Martinimarkt am Sportgelände.

„Wir brauchen ein eindeutiges Signal, was die Politik will,“ so Projektleiter Jochen Inkmann im Rathaus. Ob und wie sicher das Projekt unter den Auflagen der scheinbar unausweichlichen Haushaltssicherung überhaupt realisiert werden kann… dazu sagen weder Jochen Inkmann noch die Sitzungsvorlage etwas.

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