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Unterbringung von Flüchtlingen stellt Stadt vor Probleme!

Kein Beschluss, neue Beratung und Entscheidung in der nächsten Sitzung.

asylsuchende

Gescher (fjk). Eine Abfuhr handelte sich im ersten Anlauf die Verwaltung am Mittwochabend mit Ihrem Vorschlag ein, zukünftige Asylbewerber in sogen. „Asylcontainern“ auf dem Sportplatz „Auf dem Brink“ neben dem Freibad unterzubringen. „Wir halten Unterbringung in Contaiern für die schlechteste aller Lösungsansätze,“ brachte  Claudia Saalmann von den Grünen die Stimmung im Ausschuss auf den Punkt.

Denn ähnlich sahen das die Ausschussmitglieder im Bau- und Planungsausschuss. Mit großer Mehrheit beauftragten sie die Verwaltung, die Aufgabenstellung noch einmal zu überarbeiten und erneut im Ausschuss vorzutragen. Unterbringung in Wohncontainern dürfe nur die allerletzte Lösung sein, darin waren sich die Stadtvertreter einig.

Gescher wird in naher Zukunft weitere 85 Flüchtlinge unterzubringen haben. Je 1000 Einwohner 5 Asylbewerber ist der Schlüssel den das Land NRW vorgibt. Diese Zahl ist aber nicht fix, möglicherweise werden es noch mehr notleidende Menschen sein. Das stellt die Stadt bei leeren Kassen vor erhebliche Unterbringungsprobleme.
Für einen Ausbau der Kapazitäten kommen lt. Sitzungsvorlage der Verwaltung drei Standorte infrage. 1. Das Asylbewohnerheim an der Feldstraße, 2. die Musikschule an der Riete, und 3. der von der Verwaltung favorisierte Standort neben dem Freibad auf dem ehemaligen Sportplatz auf dem Brink.

Sowohl an der Feldstraße als auch an der Musikschule sieht die Verwaltung erhebliches Konfliktpotential. Bleibt am Ende nur der ehemalige Sportplatz am Freibad. Hier sollen zwei Wohncontainereinheiten für je 30 Personen aufgestellt werden. Baurechtlich sei das möglich und mit 15.000 qm stände genügend Fläche zur Verfügung.

„Ich finde es gar nicht toll wenn Kinder dort in der roten Schlacke spielen müssen von der wir nicht wissen wie giftig sie wirklich ist,“ sagte die Grüne Claudia Saalmann und weiter, „bevor ich einer solchen Alternative zustimme möchte ich sicher sein, dass alle anderen Optionen ausreichend geprüft wurden. Ich kann mich mit der Containeridee überhaupt nicht anfreunden!“ Georg Geiser (CDU) bat darum die ehemalige Albert-Schweitzer-Schule, heute Musikschule, auf Verwendungsmöglichkeit zu prüfen. Auch die Turnhalle an der Don-Bosco-Schule ist für die Verwaltung keine Option. Zu teuer und nicht praktikabel.

Christian Prost, Leiter des Sozialamtes, stimmte der Grünen Claudia Saalmann zu, Container seien in der Tat die schlechteste aller Möglichkeiten. Man habe sich sehr bemüht, Wohnraum anzumieten. Zum Teil sei das auch gelungen, aber es reiche jetzt und in Zukunft nicht mehr aus, so Prost. „Die Container werden nicht gekauft, sondern für einen Zeitraum von 5 Jahren gemietet,“ sagte der Fachbereichsleiter auf Nachfrage von Franz-Josef Kappenhagen (CDU).

Die Bedenken der Ausschussmitglieder konnte auch ein Appell von Bürgermeister Effkemann nicht nicht ausräumen. Er bat dringend um grünes Licht für wenigstens eine Containereinheit auf dem Sportplatz am Freibad. Man müsse auch mit sich plötzlich einstellenden Situationen klar kommen können, meinte der Verwaltungschef. Der Ausschuss blieb jedoch bei seiner Haltung. Kein Beschluss, neue Beratung und Entscheidung in der nächsten Sitzung.

3 Kommentare zu Unterbringung von Flüchtlingen stellt Stadt vor Probleme!

  1. Susanne G. // 13. September 2015 um 16:49 //

    Auch solche Container sind möglich.
    http://gm-offshore.de/wp-content/uploads/2014/06/P7-%E5%9B%BE051.jpg
    Wir können die Menschen schließlich nicht auf der Straße schlafen lassen, nur weil es keine Mietwohnungen gibt. Auch an Zwischenlösungen muss gedacht werden. Der Zuzug wird wohl größer werden als bis vor wenigen Tagen erwartet wurde.

  2. verärgerter Bürger // 1. März 2015 um 17:18 //

    das hört sich zunächst ja recht gut an. Ich gebe allerdings folgendes zu bedenken: Man stelle sich einen jungen alleinstehenden Mann vor, der sich plötztlich selbst ernähren muss. Asylbewerber bekommen von der Stadt Gutscheine. Was holt der sich mit den Gutscheinen? Wie- und wo soll er sich was kochen? Gibt es im Haus Kösters soviele Kochmöglichkeiten? Wie sieht es mit den Toiletten aus? Was ist mit den Wasch- und Duschmöglichkeiten? Welche Rücksicht wird da eigentlich auf Frauen genommen?

  3. Poahlbürger // 26. Februar 2015 um 22:22 //

    Für die Unterbringung der Flüchtlinge bietet sich das ehemalige
    Hotel Tubes bzw. das Haus Kösters an der Katharinenstrasse an mit
    18 Zimmer.Nebenan können die Räumlichkeiten von Buchhandlung Mensing
    angemietet werden,ehemals Schülerhilfe.
    Ansonsten stehe ich für den Standort Riete mit Pavillons auf dem
    Parkplatz und Spielplatz.
    Dort können bei Bedarf u. bei freien Kapazitäten Schulräume für
    Zusammenkünfte,Spielen der Kinder u. Deutschkurse zur Verfügung
    gestellt werden.

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