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CDU und UWG lassen Ausbauträume der Vogelstange platzen.

Gescher (fjk). Günter Schültingkemper  bekommt nach der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses draußen vor dem Rathaus richtig Prügel, zumindest verbal. Die Anwohner der Vogelstange sind sauer. Den Ausbau ihrer Straße haben CDU und UWG vorerst vom Tisch gefegt. Das es nun endlich losgehen soll, darauf hatten sie sich seit Jahren gefreut. Doch daraus wird nun nix.

Die von CDU/UWG vorgeschobenen Gründe sorgen in der heutigen Sitzung mehrmals für tumultartige Zustände. Die Anwohner fühlen sich nach der gestrigen Bürgerversammlung der CDU in der Gaststätte Wolthaus „verar..t“, wie „Lehrer Bernard“ es dem CDU Mann Schültigkemper nach der Sitzung erregt vorwirft.

Doch der Reihe nach: Pünktlich um 17.00 Uhr eröffnet Christian Schlüter, Ausschußvorsitzender, die Sitzung. Fachbereichsleiter Mayrberger und Albert Könning als zuständiger Projektleiter erläutern die Beschlußvorlage. Danach möchte die Verwaltung die Vogelstange in 2 7er Zonen und 1 30er Zone mit einem Wendehammer ausbauen. Diese Variante ist lt. gesetzlicher Vorgabe RAST 06 aber nur mit der von Bürgern und Politikern gleichermaßen ungeliebten Durchfahrtsperre in der Mitte möglich. Das ganze Konzept sei mit dem Kreis abgeglichen, es finde die Zustimmung des Kreises, erläutert Dieter Mayrberger.

Reinhard Gertz (CDU) liest eine Stellungnahme vom Blatt ab. Das sei alles noch nicht ausgegoren, vor allen Dingen müsse ein Verkehrskonzept für den Süden der Stadt her, so wolle man die Sitzungsvorlage heute nicht verabschieden, sondern das Projekt bis auf Weiteres aussetzen. Erster heftiger Protest unter den anwesenden Bürgern. Denn ihnen ist zwischenzeitlich klar, wenn heute keine Entscheidung fällt, steht das Projekt evtl. ganz zur Disposition. Entsprechende Erläuterungen mache ich hierzu.

Ich bitte die CDU und UWG eindringlich, so mit den Bürgern nicht zu verfahren. Wir Kommunalpolitiker machten doch Politik für die Bürger und nicht gegen sie. Der Wendehammer, der die Anwohner vor Gewerbegebiet und evtl. der K44n schützen soll, um sie geht es letztendlich, sei das zentrale Anliegen der Anwohner und dies hätten wir zu respektieren. Ich fordere CDU/UWG auf, ihre wahren Beweggründe zu nennen.

Günther Schültingkämper beantragt eine Sitzungsunterbrechung. Ganz offensichtlich möchte man in der CDU beraten, bzw. Kontakt zur „Kommandoebene“ Kock/Effkemann aufnehmen. Wie dem auch sei, nach der Beratungspause herrscht Klarheit. Günther Schültinkemper erklärt, man wolle dem Ausbau nur zustimmen, wenn der Wendehammer entfalle und somit ein Verkehrsfluß zwischen Schlesierring und Gewerbegebiet bzw K44n möglich bleibe. Doch dafür gibt es im Ausschuß keine Mehrheit.

Das „Faß läuft endgültig über“ als Reinhard Gertz dann beantragt, zur nächsten Bau- und Planungsausschußsitzung ein Gesamtverkehrskonzept für den Süden der Stadt vorzulegen, was natürlich absurd ist weil zeitlich ganz und gar unmöglich. Damit ist der Ausbau Vogelstange „beerdigt“. Volksverdummung in seiner übelsten Art. Bei der anschließenden Abstimmung sorgt die UWG durch „heimtückische“ Enthaltung dafür das der CDU-Antrag die erforderliche Mehrheit nur durch CDU-Stimmen erreicht. Ein trauriges Possenspiel.

Fazit: Wenn das die Generalprobe eines zukünftigen CDU/UWG Bündnisses war, dann ist sie gründlich in die Hose gegangen. In diesem Stil mit den Bürgern umzugehen sorgt nur für Politikverdrossenheit, Desinteresse und Frustration unter unseren Mitbürgern. Die Wahlplakate kleben noch an den Wänden.. doch was ist nun mit Bürgernähe, Transparenz und partnerschaftlicher Kooperation? Heute haben wir`s erlebt. Kein guter Tag für Gescher.

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