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Unterstützung der Opfer bei sexualisierter und häuslicher Gewalt

Borken/Gescher (pd). Opfer von sexualisierter und häuslicher Gewalt brauchen eine möglichst umfassende medizinische Versorgung, um das Risiko physischer, psychischer und sozialer (Spät-)Folgen zu mindern. Aus unterschiedlichsten Gründen offenbaren sich viele von ihnen aber nicht gegenüber Ärztinnen und Ärzten, das schreibt der Kreis Borken heute in einer Pressemitteilung. 

In dieser Situation eine Misshandlung zu diagnostizieren und sich richtig zu verhalten, ist ohne Zweifel eine der herausforderndsten und verantwortungsvollsten ärztlichen Aufgaben. Schließlich geht es dabei nicht nur um die Versorgung von Verletzungen, sondern auch um ungewohnte Tätigkeiten, wie eine „gerichtsfeste“ Dokumentation, Spurensicherung und die Beratung zu psychosozialen Unterstützungsangeboten.

kreis

Landrat Dr. Kai Zwicker, Dr. Christine Cellarius (Internistin in Borken) und Irmgard Paßerschroer (Geschäftsführerin des Runden Tisches „GewAlternativen“) werben bei den Ärztinnen und Ärzte im Kreis Borken für neues webgestütztes Informationsportal.

Hierbei hilft nun das neu entwickelte webbasierte Dokumentationssystem und Informationsportal „iGOBSIS“, auf das der „Runde Tisch GewAlternativen“ jetzt die Ärztinnen und Ärzte im Kreis Borken aufmerksam macht. Für die Erprobung werden nun weitere interessierte Ärztinnen, Ärzte und Kliniken (insbesondere der Fachrichtungen Gynäkologie, Allgemeinmedizin und Kinderheilkunde) gesucht.

Im März 2016 startete das dreijährige Erprobungsprojekt, bei dem iGOBSIS genutzt und getestet wird. Ärztinnen und Ärzten können das schnell erlernbare, kostenlose System auch noch nach Abschluss des Projektes nutzen. Nähere Informationen finden sie auf der Projekthomepage im Internet unter www.gobsis.de. Telefonische Auskünfte gibt es unter der Rufnummer 0211/8117711.

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