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Frank Hense neuer Eigentümer von Hof Wissing

Landwirtschaftliche Fläche wird in Industrie- und Gewerbefläche umgewidmet

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Gescher (fjk). Der Hof Wissing im Industriegebiet Süd-West hat einen neuen Eigentümer: Frank Hense*.  Der agile, inzwischen in Gescher nicht mehr unbekannte Unternehmer, hat die  als Turnier- und Ausbildungsstall  genutzte Immobilie vom ursprünglichen Besitzer erworben. Dazu eine Grundfläche von ca. 4 ha. (40.000 qm).  Formeller Erwerber ist die Hense Systemtechnik GmbH & Co. KG aus Bochum deren Geschäftsführer Frank Hense ist. 

Die Firma Hense Systemtechnik entwickelt und konstruiert hydraulische und hydrostatische Schwenkmotoren, deren Komponenten sowie komplette Hub-Schwenksysteme. Sie versteht sich nicht nur als rein wirtschaftliches Unternehmen, sondern auch als ein sozial engagiertes Unternehmen. Aus diesem Grund unterstützt sie seit nun mehr als 11 Jahren mit regelmäßigen Spenden die SOS-Kinderdörfer. Die Wahl, ihr soziales Engagement auf die SOS-Kinderdörfer  zu konzentrieren, habe mit dem für uns sehr authentischen Konzept dieser Organisation zu tun, teilt das Unternehmen auf dessen Internetseite mit.

Frank-Hense

Frank Hense

Auf Anfrage bestätigt Frank Hense* den Eigentümerwechsel. Mittel- und langfristig wolle er dort seine Pläne aus 2014 realisieren. Damals versuchte Hense eine städtische Gewerbefläche an der B 525 zu erwerben. Dies scheiterte am Widerstand des Rates der Stadt Gescher. Nun scheint der Umsetzung seiner ehrgeizigen Pläne  nichts im Wege zu stehen. Die Stadt habe signalisiert, so Frank Hense, den jetzt als landwirtschaftliche Fläche überplanten Grund baurechtlich in Industrie- und Gewerbefläche umzuwidmen.

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BM Thomas Kerkhoff

Bürgermeister Thomas Kerkhoff bestätigt die Angaben. „Die Änderung des Bebauungsplanes wird sicherlich 1 bis 2 Jahre in Anspruch nehmen,“ meint er auf  Anfrage von GescherBlog. Die Ausweisung der Flächen als Gewerbegebiet mache schon deshalb Sinn weil das gesamte Areal bereits jetzt eine „organische Gewerbestruktur“ habe. Kerkhoff freut sich über den gelungenen Geschäftsabschluss von Frank Hense. Nicht zuletzt deshalb, weil die Stadt finanziell in keiner Weise involviert ist. „Subventionen oder Zuschüsse sind nicht geflossen,“ so Thomas Kerkhoff.

Video: Interview mit Frank Hense (26.02.2016)

 

9 Kommentare zu Frank Hense neuer Eigentümer von Hof Wissing

  1. Sorry, meine „Cessy“ ist gerade in Inspektion… 😉

  2. Hermann // 24. Juli 2016 um 19:36 //

    Die Luftaufnahme entspricht nicht den Derzeitigen stand.Neustes Aufnahme und dann können wir weiter Kommentieren F:J:K: WO ist die neuste AUFNAHME????

  3. Partisa // 23. Juli 2016 um 11:54 //

    @ verärgerter Bürger
    Da ich kein Fachmann für Planungsrecht bin kann ich auch nur spekulieren. Ich glaube nicht, dass eine Landwirtschaftliche Hofstelle eine Nutzungsänderung braucht um Pferdehof zu sein. Wenn dort eine Reithalle genehmigt wurde, hat die Stadt da wenig Einflussmöglichkeiten weil es ja Außenbereich ist und Außenbereich ist Kreisangelegenheit.
    Ich finde es auch nicht falsch, wenn die Hofstelle so bleibt wie sie ist. Oder stört sie etwa?
    Die von Ihnen angesprochene „Kungelei“ kann nur eine Ratsangelegenheit sein. Herr Kunst ist da sicher genau so beteiligt wie sonst wer. Ich sehe aber keine Kungelei noch Fehler. Der hier zur Rede stehende Hof wurde von Privat an Privat verkauft und der neue Eigentümer heißt wohl Hense.
    Sicher hätte die Stadt Gescher bei dem Deal von ihrem so genannten Vorkaufsrecht gebrauch machen können, indem man dem Kaufvertrag mit Herrn Hense wegen öffentlichen Interesses nicht zustimmt. Angesichts der finanziellen Situation der Stadt aber sicher nicht angezeigt. Und eine Vermarktung der Grundstücke durch die Stadt ist sicher nicht sauberer, es sei denn, Politik will bestimmte Unternehmen bevorzugen. Das wäre dann wirklich „Kungelei“.
    Möglicherweise übersehe ich auch was, was Sie sehen, Herr verärgerter Bürger, deshalb bat ich um Aufklärung.

  4. verärgerter Bürger // 23. Juli 2016 um 11:16 //

    @Partisan, ich denke Sie, gerade Sie werden wissen, was ich mit meiner Argumentation sagen wollte.
    Dem Eingangspost zur Folge, in Verbindung mit der Luftaufnahme, legt nahe, das es eben NICHT NUR um die von Ihnen angesprochene Fläche geht, sondern um den Hof insgesamt.
    Den Hof, vor Jahren als Reiterhof zu deklarieren, war aus meiner Sicht, ein großer Fehler, der bis heute Planungen behindert.
    Selbstverständlich wurde seinerzeit dabei „gekungelt“, als was will man das denn sonst bezeichnen, Unterlaufen von Planungsrecht oder umgehen der Ratstätigkeit?

  5. Partisan // 22. Juli 2016 um 18:42 //

    Könnte werter „verärgerter Bürger“ das genauer erklären?

    Zu den Grundstücken des Hofes Wissing scheinen hier in den Kommentaren auch einiges in die Irre zu laufen. Es geht wohl um die Fläche zwischen Elsing Brüning und Abbruch Oberwies zu gehen. Mit dem Campus hat das eher weniger zu tun. Ferner ist ein teil der hofnahen Wissingflächen an die Genossenschaft gefallen. Die Genossenschaft scheint sich Gerüchten zufolge im Rückwärtsgang zu befinden, was für die lokale Wirtschaft auch Platz bringen könnte.

    Ich wäre dem Administrator dankbar hier insgesamt Ordnung in die Diskussion zu bringen. Es geht um die lokale Wirtschaft. Danke!

  6. Michael Knechten // 22. Juli 2016 um 14:38 //

    Ich dachte immer, dass die Fläche an die d.velop campus GmbH & Co. KG, um damit weitere Flächen vermarkten zu können, denn die alten Flächen sind bald alle verbraucht.
    Hier wird es ja bald auch Neuigkeiten im Hinblick auf einen neuen „Ankermieter“ geben.

  7. fragender bürger // 22. Juli 2016 um 13:03 //

    Hauptsache das geht alles gut, BUNTE WELT und HOF WISSING und die Stadt Gescher, sprich wir Bürger müssen für solche Entscheidungen nicht grade stehen! Weil grade stehen dürfen wir hier in Gescher schon für genug und das alles aus der Vergangenheit, in dieser Stadt!

  8. Nichtwähler // 22. Juli 2016 um 12:19 //

    Gibt es eigentlich etwas, was Herrn Hense in Gescher nicht kauft?

  9. verärgerter Bürger // 22. Juli 2016 um 12:12 //

    Gratulation zum Coup und hoffentlich wird die Fläche entsprechend genutzt. Dann ist endlich endlich die alte Mär der „Beukerschen Aktion“ vom Tisch und aus Gescher verbannt.
    Die Fläche hätte aus meiner Sicht in der anfänglichen Planung schon als „Industriefläche“ ausgewiesen werden müssen.
    Kungelgeschäfte sei dank. Auch in Gescher gibt und gab es Seilschaften.

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