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Brachvogel, Kiebitz und Uferschnepfe nicht stören.

Populationen haben sich in den letzten Jahren stark verringert.

Gescher/Borken (pd). Der Frühling ist da: Und das bedeutet nicht nur blühende Landschaften, sondern auch brütende Vögel. Bereits seit Ende Februar sind die ersten Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Großer Brachvogel aus ihren Überwinterungsquartieren heimgekehrt. Damit diese in der anstehenden Brutzeit von März bis Juni optimal brüten können, sollen Störungen vermieden werden.

Der Kreis Borken weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Spaziergängerinnen und Spaziergänger die gekennzeichneten Wege benutzen sollen, um die Vögel nicht unnötig aufzuschrecken. Insbesondere geht es dabei um Fußgängerinnen und Fußgänger, die mit ihren Hunden abseits der ausgewiesenen Wege in Naturschutzgebieten spazieren gehen und geschützte Grünflächen durchqueren. Denn bedingt durch die Störfälle müssen die Vögel immer wieder ihre Nester verlassen. Die Eier werden dann nicht richtig ausgebrütet, was dazu führt, dass sie auskühlen und die Küken sterben.

Die Populationen von Brachvogel, Kiebitz und Co. haben sich in den letzten Jahren stark verringert – und viele dieser Bodenbrüter gehören mittlerweile zu den besonders bedrohten Arten. Jeder Mensch kann allerdings etwas dazu beitragen, dass sich die Lage verbessert. Die Rücksicht auf die Brutzeit soll dem Schutz des Lebensraumes der Vögel und des Niederwildes dienen. Denn die Naturschutzgebiete sind die letzten Rückzugsmöglichkeiten für sie. Häufig konzentrieren sich die Bestände innerhalb der als Naturschutzgebiete ausgewiesenen Feuchtwiesengebiete.

Diese gilt es besonders zu schützen, damit die gefährdeten Tiere in ihrer sensibelsten Phase eine Chance haben zu überleben. Durch die vielfältigen und intensiven Nutzungen ist die Landschaft im Kreisgebiet bereits stark beansprucht. „Wir haben heute eine Verantwortung für die nächste Generation, für unsere Kinder und Enkel, damit auch diese noch die Möglichkeit haben, Wiesenvögel in freier Natur zu beobachten und ihre typischen Rufe zu vernehmen“, sagt Willi Böckers vom Fachbereich Natur und Umwelt. „Die Natur wird die Rücksichtnahme der Menschen mit ihrer Vielfalt und Schönheit belohnen.“

5 Kommentare zu Brachvogel, Kiebitz und Uferschnepfe nicht stören.

  1. Mutbuerger // 19. März 2017 um 20:40 //

    Teile und herrsche könnte man sagen. Die Einen machen sich die Taschen voll und andere zahlen.

    Eine besondere Rolle spielen Naturschützer die sich auch mal für ein Schutzgeld von 500000 € kaufen lassen und den Kiebitz verraten.

    Alles total verlogen wie auch diese Seite wenig mit Umweltschutz zu tun hat

  2. Ulrich Althoff // 19. März 2017 um 10:00 //

    Herr Schulze Pröpsting,

    Garzweiler ist das umstrittenste Braunkohleabbaugebiet in Deutschland. Am 25. April 2015 demonstrierten ca. 5000 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet entlang der Tagebaukante gegen die umweltschädliche Kohleverstromung. Am 15. August 2015 drangen bei Erkelenz mehrere hundert Demonstranten, wiederum aus dem ganzen Bundesgebiet, in den Tagebau ein und besetzten den Bagger. Die Polizei räumte das Gebiet, wobei 28 Polizeibeamte verletzt wurden. Seit diesem Tag häufen sich Anschläge auf Maschinen der Abbaufirma und auf Autos von Mitarbeitern der Abbaufirma!
    Das Abbaugebiet von Garzweiler umfasst eine Fläche von 48 Quadratkilometer. Die dort vorhandene Braunkohle hat eine Masse von ca.1,5 Milliarden Tonnen. Die Braunkohle mit einem Heizwert von 2,2 Megawattstunden pro Tonne kann in einem modernen deutschen Kraftwerk (in Deutschland gibt es nur moderne Kraftwerke) mit einem thermischen Wirkungsgrad von 43% in ungefähr 1,4 Milliarden Megawattstunden elektrischer Energie umgewandelt werden = ca. 47 Millionen Megawattstunden/Jahr.
    Eine Windkraftanlage hat eine Nennleistung von 3 Megawatt und produziert bei 2500 Volllaststunden/Jahr eine jährliche Energie von 7500 Megawattstunden. Um Garzweiler in NRW zu ersetzen müssten also rechnerisch ca. 6300 Windkraftanlagen neu aufgestellt werden. Da Wind aber nicht immer windet, die Volllaststunden sind m. E. sehr positiv gerechnet, muss, um eine Grundlastfähigkeit herzustellen, das sogenannte Power-to-Gas-Verfahren zwischengeschaltet werden, bei gleichzeitiger Verdoppelung der Windkraftanlagen.
    Bei der von den grünen Weltuntergangspropheten geplanten Aufgabe von Garzweiler wären das dann rund 13000 neue Windräder nur in NRW!
    Abschließend: Ich bin nicht für Lösungen dieser und aller bestehenden Probleme unseres Landes verantwortlich. Ich verlange nur von den deutschen Politikern, dass mein Leben nicht mit ideologischen Weltuntergangsthemen beeinträchtigt wird und mir Angst vor der Zukunft meiner Kinder gemacht wird. Gleichzeitig verlange ich als Bürger Deutschlands, dass die Politiker dieses Land nicht in einen Sumpf verwandeln und ich in diesem Land als Deutscher in einer sauberen Natur und schönen Landschaft leben kann.

  3. Jochen Schulze Pröbsting // 18. März 2017 um 21:02 //

    Herr Althoff
    Sie sind uns noch die Antwort schuldig.
    Atom Endlager….Lösung?
    Gas Fraking……Lösung ?
    Ölimport…….Lösung?
    Garzweiler Tagebau…..Lösung?
    Sie können auch aus Mondstaub ihren Strombedarf decken 😉
    Aber Hauptsache der Strom kommt aus der Steckdose und der Tanker bringt das Heizöl.

  4. Ulrich Althoff // 18. März 2017 um 13:19 //

    Es entspricht überhaupt nicht der Wirklichkeit, dass Brutvögel durch Annäherungen von Hunden oder Fussgängern sofort die Nester verlassen und die Eier oder die Jungtiere auskühlen lassen. Kein Kiebitzvogel verlässt sein Nest, auch wenn ein Hund einen halben Meter oder weniger an seinem Nest vorbei schnüffelt.
    Schuld für die Abnahme von Brutvögeln sind das massenhafte Auftreten von Krähen- und Elsternvögeln (wer beobachtet, wie generalstabsmäßig ein Dohlen-oder Krähenschwarm Wiesen oder Äcker absucht, versteht was ich meine), aber hauptsächlich trägt die sogenannte Deutsche Energiewende zum großen Sterben der Brutvögel bei.
    Die Konstrukteure des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die Geschäftemacher und die Profiteure dieses Gesetzes, sind verantwortlich dafür, dass es in Deutschland in Bälde keine Naturlandschaften mehr geben wird, sondern dass diese zu Energielandschaften verkommen. Wer von Windkraftwerken, Maiswüsten und Faulreaktoren profitiert oder mit diesen angeblich so umweltfreundlichen und sanften Energien auf Stimmenfang geht, wird Belastungen und Widersprüche der Stromwende als Kollateralschäden kleinreden.
    Manche dieser Konstrukteure des Erneuerbare-Energien-Gesetzes behaupten sogar, dass man zu viel Wert auf den Naturschutz legt und damit die Energiewende behindert!

  5. Mutbuerger // 17. März 2017 um 15:21 //

    Ja nee is klar, Spaziergänger ein schlechtes Gewissen einreden und zuschauen wie Amprion „A Nord“ halb Gescher umpfluegt…
    Ach noch ne Gasleitung …

    Logik a’la gescherblog 🙁

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