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Trockenheit: Landwirte befürchten Ernteschäden

Bauern melden bei Triticale erste Trockenschäden

Gescher (fjk). Nach dem für die Landwirtschaft  extremen Jahr 2016 mit Sturm, Hagel und Hochwasser, könnte auf die Getreidebauern wieder ein problematischen Jahr zukommen.  Es ist zu trocken. Landwirt Andreas Heumer aus Tungerloh Pröbsting: „Sollte es bei den vorhergesagten 8 Liter Regen p/qm am Donnerstag bleiben, sieht es für die Getreideernte düster aus.

Für den Laien nicht unbedingt sichtbar: Diese Gerste weist deutliche Schädigungen wegen der anhaltenden Trockenheit auf.

Die Bauern melden  bei Triticale (Getreidesorte) die ersten Trockenschäden. Der hiesige Sandboden sei sehr wechselhaft und  es komme auf den Parzellen zu unterschiedlichen Entwicklungen, heißt es aus der Gescheraner Landwirtschaft.

 

Mit freundlicher Empfehlung..



17 Kommentare zu Trockenheit: Landwirte befürchten Ernteschäden

  1. Verbraucher // 31. Mai 2017 um 19:27 //

    Danke für den verlinkten Zeitungsartikel Herr Heumer.
    Es muss aber richtiggestellt werden das neben den drei anerkannten Naturschutzverbänden auch Kreise, Städte, Gemeinden und viele andere Körperschaften aus diesem „Agrasubventions“ Topf Gelder bekommen.
    Natürliche Personen wie Landwirte werden hier keine Gelder bekommen.

    Landwirte bekommen aber aus anderen EU Töpfen richtig viel Geld.
    Wie ihrem Zeitungsartikel zu entnehmen ist werden 6.8 Milliaden auf 330000 Empfänger verteil. Das macht je Landwirt 20606 Euro. Hier muss
    dringend was gemacht werden finde ich persönlich.
    Wir Steuerzahler haben ein Recht darauf auch eine Gegenleistung zu bekommen und die sollte nicht darin bestehen das wir in den Lebensmittel Spritzrückstände, im Grundwasser Nitrate und schlechte Haltungsbedingungen bei den Tieren bekommen.

  2. Verbraucher // 25. Mai 2017 um 22:07 //

    Herr Heumer,
    wie kommt der NABU an Agra Subventionen in Millionen höhe ?

  3. Andreas Heumer // 24. Mai 2017 um 08:14 //

    Während 1985 noch rund 70 % des EU-Haushalts für die Landwirtschaft ausgegeben wurden, machen die Direkthilfen für Landwirte und agrarmarktbezogene Ausgaben 2013 nur noch 30 % des Haushalts aus; hinzu kommen 9 % für die Entwicklung des ländlichen Raums. In den vergangenen zehn Jahren sind 13 Länder – überwiegend mit großem Landwirtschaftssektor – der EU beigetreten. Trotz der daraus resultierenden zusätzlichen Kosten wurde der Haushalt für die Gemeinsame Agrarpolitik nicht aufgestockt. Vielmehr gehen die Ausgaben zurück.
    Der relativ hohe Anteil der Landwirtschaft am EU-Haushalt ist im Übrigen absolut gerechtfertigt. Die Agrarpolitik ist nämlich die einzige Politik, die nahezu ausschließlich aus dem EU-Haushalt finanziert wird. Das bedeutet, dass die Mittel der EU zu einem großen Teil einzelstaatliche Ausgaben ersetzen.
    Die Gemeinsame Agrarpolitik entwickelt sich ständig weiter. Im Zuge sukzessiver Reformen sind die landwirtschaftlichen Produktionsbeihilfen schrittweise direkten Einkommenshilfen für Landwirte gewichen, sofern diese bestimmte Gesundheits- und Umweltnormen einhalten. Daneben werden Projekte zur Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum finanziert. Die Reform von 2014 wirkt sich wie folgt aus:
    direkte Zahlungen werden gerechter und stärker ökologisch ausgerichtet
    die Position der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette wird gestärkt
    die Gemeinsame Agrarpolitik wird effizienter und transparenter.
    Quelle: Europäische Kommission

    @ Verbraucher
    Ich bin da ziemlich bei Ihnen und man sollte schrittweise auf eine Abschaffung hinarbeiten. Diese wird dem NABU weh tun, weil dieser einer der größten Empfänger aus dem deutschen 6 Milliardentopf an EU Subventionen ist. Der Landwirt ist im Gegensatz zum NABU nicht gemeinnützig (steuerrechtlich), und man kann davon ausgehen, dass Bauern einen Teil der Subventionen in Form von Einkommenssteuer an das Finanzamt abführen.
    Es gab mal eine „Kopfprämie“ von 90€ pro Schlachtbullen (kann auch 90 DM) gewesen sein, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls wurde die zum 31.Dezember gestrichen und im darauffolgenden Januar stieg der Preis für Bullen um genau 90 €/DM. Viele Bauern glauben, dass so ein Effekt auch bei der Flächenprämie eintreten würde und favorisieren die Abschaffung der Subventionen. Aber wenn, dann alle!

  4. ratloser // 23. Mai 2017 um 14:02 //

    Frau Blume hat recht. Bei meinem vertrockneten Rasen hilft kein Geld sondern nur Regen.

  5. Brigitta Blume // 22. Mai 2017 um 23:18 //

    „erhöht doch die Preise“

    Und dann? Leute, ihr müßt einfach mal begreifen, daß man auch für noch so viel Geld einige Dinge nicht ändern kann. Wenn hier das Getreide nicht wächst, dann heißt das noch lange nicht, daß Andere Länder im vorigen Jahr daran gedacht haben, uns mit zu versorgen. Es ist einfach nicht mehr da. Für niemanden. Auch nicht für die Leute, die meinen, man könne mit Geld alles kaufen.

  6. Andreas Heumer // 22. Mai 2017 um 13:52 //

    @Sehr geehrter „Realo“, ich wollte auf Ihre falschen Unterstellungen nicht reagieren aber es gibt Leute die meinen es müsse sein.

    Jammervorwürfe sind im Grunde Gossensprache. Ich habe auch nie Demut vor Landwirten gefordert. Was von der Begrifflichkeit her schon Blödsinn ist. Demut war als Gegenteil zur der allgemeinen Selbstverständlichkeit im menschlichen naiven Glauben gemeint, dass der volle Teller für immer garantiert sei. Um den zu garantieren, müssen viele klug arbeiten. Hier eine gute Begriffserklärung zu „Demut“: „Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt.“
     
    Deshalb ist der Demutsbegriff so passend zur Landwirtschaft, weil man abhängig vom Wetter und von z.B. Seuchengeschehen ist, usw. usw. … Ein Reifen wird in einer Halle hergestellt. Wetterunabhängig und krank wird der auch nicht. Das ist der feine Unterschied zur Landwirtschaft.

    Wenn Ihnen was an Bauern und Landwirtschaft stört, artikulieren Sie es genau und sachlich. Vielleicht sollte sich die Landwirtschaft an „Pro Gescher“ beteiligen, damit man professioneller Stöhnen lernt.

  7. Verbraucher // 21. Mai 2017 um 16:58 //

    Sehr geehrter Herr Heumer,
    da schimpfen sie schon wieder über den NABU der ihrer Meinung nach mit Falschmeldungen Spenden sammelt und dem ihrer Meinung nach die Gemeinnützigkeit aberkannt werden sollte.
    Nun ja, neben den Bauernverbänden, Landwirtschaftlichen Ortsverbänden, Parteien und der Kirche sammeln auch Vereine Spenden um in ihrem sinne gutes zu tun.
    Was ist daran schlimm ?
    Ich bin der Meinung das die 60 Milljaden Euro Landwirtschaftliche Förderung aus dem EU Haushalt dem Verbrauchern zurückgegeben werden sollte und nicht einseitig eine einzige Berufsgruppe so gefördert werden sollte.

  8. Andreas Heumer // 20. Mai 2017 um 09:19 //

    @verärgerter Bürger
    Schön, dass sie immer satt werden aber diese Zahlen sollten Sie sich merken:
    Landwirtschaftliche Nutzfläche Deutschland : ca. 17 Mio. Hektar
    Flächenbedarf für netto Nahrungsmittelimporte ca. 7 Mio. Hektar
    Das heißt, Deutschland kann sich nicht selbst versorgen und beansprucht 7 Mio. im Ausland für etwa Bioweizen aus der Slowakei oder Sojaschrot aus Brasilien.
    1,2 Mio. Hektar gehen in Deutschland für Biogas drauf.
    Hier ein interessanter Beitrag zum Pflanzenschutz und Bio

  9. Andreas Heumer // 20. Mai 2017 um 08:58 //

    @Verbraucher
    Sehr interessant was Sie so schreiben und die Vielzahl von Themenbereichen die alle nichts mit der Getreideernte und Regen zu tun haben.
    Sie haben mich tatsächlich zum Nachdenken gebracht und ich muss zugeben, dass es ein Fehler von mir war, gegen die Biogaspolitik und Subventionsoptimiererei des Bauernverbandes zu kämpfen.
    Solche Verbraucher wie Sie haben sich 100% Energie-Maisanbau und Importnahrungsmittel redlich verdient.

    Warum freuen Sie sich nicht einfach über die gute Trinkwasserqualität der Stadtwerke. Und denken Sie mit dem Bürgermeister darüber nach, wer den Schaden bezahlt, wenn sich die Werte durch die Zeelink – Pipeline verschlechtern.

  10. Realo // 19. Mai 2017 um 19:16 //

    Sehr geehrter Andreas Heumer,
    und schon geht das Gejammer in Ihrem letzten Kommentar wieder los…..
    Ich kann den ersten drei Kommentaren nur zustimmen.
    Liebe Landwirte lasst doch einfach mal das Stöhnen über alles und jeden. Dann werdet ihr auch wieder ernster genommen wenn wirklich etwas außergewöhnliches passiert.
    Demut? Warum vor Landwirten mehr Demut als vor anderen Berufsgruppen?
    Dann auch Demut vor dem der euren Traktor herstellt, und vor dem der die Reifen dafür herstellt. Dann auch Demut vor dem der die Straßen zu euren Höfen baut und vor dem Kraftwerker der euch den Strom liefert, usw., usw.,
    Denn ohne alle anderen können Landwirte keine Nahrung herstellen, somit leistet jeder seinen Beitrag in der Gesellschaft.
    Schönes Wochenende

  11. Verbraucher // 19. Mai 2017 um 18:49 //

    Sehr geehrter Herr Heumer,
    jeder Bürger sollte sich mal damit befassen wo unsere Nahrung herkommt damit wir Verbraucher mehr Ehrfurcht davor haben was unsere Landwirte für uns leisten schreiben sie.

    Unsere Lebensmittel kommen überwiegend aus hiesiger Landwirtschaft die es geschafft hat das 67% unseres Grundwassers im Kreis Borken mit Nitrat(Gülle)verseucht ist.
    Feldvögel wie Kiebitz,Feldlerche,Rebhun und auch mittlerweile der Fasan so zurückgegangen sind das sie in wenigen Jahren aussterben werden.
    Was sie als verordneter Verwilderung bezeichnen das sind Wiesen und Weiden auf denen Kühe und Rinder weiden und wo Landwirte wie Herr Keil hochwertige Lebensmitte herstellen im Einklang mit der Natur.

    Was uns steuerzahlende Verbrauche richtig weh tut sind 60!!! Milljaden EU Vordermittel für die Landwirtschaft.
    Mit anderen Worten sind das 47% des EU Haushaltes allein für die Landwirtschaft. Unglaublich aber war.

    Davor sollen wir Ehrfurcht haben ?

  12. Andreas Heumer // 19. Mai 2017 um 16:57 //

    @ Verbraucher
    Ihr Kommentar wurde erst jetzt sichtbar sonst hätte ich sofort was dazu gesagt.
    Nein, die Landwirtschaft ist in ihrem Kerngeschäft überhaupt nicht doof sondern eine Erfolgsgeschichte. Wenn Sie mich anrufen, kann ich Ihnen gern Literatur an die Hand geben um im Einzelnen die Erfolge wissenschaftlich zu belegen.
    „Doof“ ist immer dann, wenn der Staat sich einmischt:“Bio“gas, Naturschutz, Energiewende …

    Die Milch ist Ihnen zu teuer, „Verbraucher“? Wissen Sie überhaupt wie viele Milchbauern in kurzer Zeit in Gescher aufgegeben haben? Auch hier hatte der Staat seine Finger drin.
    Alles was Bauern wollen ist, in Ruhe gelassen zu werden. Kein Bauer drängt sich freiwillig in die Zeitung sondern man reagiert auf Falschmeldungen. Mal sind wir Killer von Rehkitzen mal Brunnenvergifter. Meistens ist es der NABU, der diesen Unsinn verbreitet um Spenden zu sammeln. Wann wird solchen Vereinen endlich die Gemeinnützigkeit aberkannt? Für solch Spendensammelvereine hat der Verbraucher Geld und regt sich über neue Trecker auf, die in Wirklichkeit den Lohnunternehmern (steht dran) gehören …
    Ach, zwecklos…

  13. Andreas Heumer // 18. Mai 2017 um 19:29 //

    Hallo „Wettergott“, nun hast Du uns heute nicht mal einen Liter Regen gegeben und die Preise steigen trotzdem nicht. Das liegt am Weltmarkt.

    Bitte fassen Sie es nicht als Klagen oder Jammern auf, sondern jeder Bürger sollte sich damit befassen wo unsere Nahrung her kommt und wie sie entsteht.
    Etwas mehr Demut wäre angebracht. Wir Landwirte werden mit einer oder mehreren Missernten wirtschaftlich fertig. Das sind wir gewohnt. Das Hauptproblem – nicht nur der Bauern – ist die Politik die Ackerflächen nicht vor „verordneter Verwilderung“ (Kompensationsmaßnahmen) schützt. Diese, kosten der Wirtschaft auch viel Geld.
    Ich bin gespannt, ob die CDU nach ihrer gewonnenen Wahl in Düsseldorf nun das umsetzt was sie immer gefordert haben. Entscheidend auch die Frage, ob wir im Zuge des Zeelink Projektes noch von einem politischen Richtungswechsel profitieren können.
    Ich fürchte aber, dass Adenauer (CDU) recht hat: „Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern“.

  14. Verbraucher // 17. Mai 2017 um 18:55 //

    Ach,ist doch alles doof…
    Mal ist es der NABU, oder die Biolandwirtschaft, oder die Regierung aus Münster oder die schlechten Entschädigungen für das Zeelinkprojekt, oder die viel zu niedrigen Nitratwerte die für das Grundwasser erlaubt sind.
    Warum freut ihr euch nicht einfach mal das ihr noch mehr Geld für eure Milch bekommt wie wir Verbraucher in der Zeitung lesen konnten.

  15. verärgerter Bürger // 17. Mai 2017 um 11:13 //

    Seit Kriegsende sind wir alle in Deutschland satt geworden, trotz Dürresommer und Dauerregen.
    A B E R, seit den 60ziger Jahren haben die Landwirte es verstanden, frühzeitig, also sehr frühzeitig der Bevölkerung mitzuteilen, das es Ernteverluste, „eventuelle“ Ernteverluste geben kann!

    Wen man sich die Produktionszahlen oder die Hektarerträge der 50ziger und 60ziger Jahre ansieht, dann muss man sich wirklich fragen, W I E konnten wir dadurch eigentlich satt werden?

    O d e r, geht es lediglich darum, die Landwirte richtig satt, also wirtschaftlich, richtig satt zu bekommen?

    Es Erstaunt ja nun wirklich das bei soviel Gestöhne, auch noch so viele „neue“ und „sehr große“ Traktoren gekauft werden können.
    Ich glaube der alte Spruch passt wirklich.
    „Landwirte bekommen nach der Geburt einen Stein
    auf die Brust gelegt damit die das Stöhnen ab
    Geburt erlernt haben.“
    In dem Sinne wünsch ich eine gute Ernte, woraus die auch immer bestehen mag.

  16. Wettergott // 17. Mai 2017 um 10:57 //

    Zu trockern, zu nass, zu warm zu kalt………
    Irghendetwas ist doch immer.
    Erhöht doch die Preise.
    Dann spielt das Wetter doch keine Rolle mehr – ncht wahr?

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