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Gleichstellungsbeauftragte fordern Quotierung in Kommunen

Durch Populismus Gefahr des gesellschaftlichen Rückschritts

Gescher (fjk/pd). Gelingende Gleichstellungspolitik ist einer der entscheidenden Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen. Das ist eine zentrale Erkenntnis, die die Gleichstellungsbeauftragten aus dem Kreis Borken von der Bundeskonferenz in Wolfsburg mitgenommen haben. An ihr nahm auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gescher, Chritiane Betting, teil.

Zweite von links: Christiane Betting, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gescher.

Arbeitswelt und Gesellschaft ändern sich rasant, heißt es dazu in einer Presseerklärung des Kreises Die Auswirkungen davon sind als erstes in den Kommunen zu spüren. Schon heute, in Zeiten des beginnenden Fachkräftemangels und der Konkurrenz um Arbeitskräfte, spielen Themen wie familien- und pflegefreundliche Arbeitsmodelle, die den Bedürfnissen von Männern und Frauen gleichermaßen gerecht werden, eine große Rolle.

Dazu gehöre die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen in allen Bereichen und bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen: „Kommunen der Zukunft sorgen dafür, dass Frauen und Männer von veränderten Arbeitsbedingungen gleichermaßen profitieren, treten gegen Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt und gegen Gewalt und Diskriminierung ein. Damit sind sie ein Vorbild für eine gerechte Gesellschaft“, so Astrid Schupp, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bocholt.

Freiwillig passiere das nicht, hieß es dazu in Wolfsburg. Deshalb brauche es eine Quotierung in allen entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Gremien und Landesgleichstellungsgesetze in allen Bundesländern, die eine Quotierung auch in kommunalen Gremien vorschreiben.

Gerade in Zeiten von erstarkenden populistischen Tendenzen bestehe die Gefahr des gesellschaftlichen Rückschrittes. Dieser gehe besonders zu Lasten von Frauen und Mädchen. „Gleichberechtigte Rollenbilder treffen so auf Konzepte, die wir längst als veraltet angesehen hatten. Das erfordert eine klare Positionierung seitens der Politik für eine lebenswerte Gesellschaft für Frauen und Männer“, erklärt Edith Brefeld, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, abschließend.

2 Kommentare zu Gleichstellungsbeauftragte fordern Quotierung in Kommunen

  1. gegangener Bürger // 1. Juni 2017 um 13:42 //

    Es ändert sich die ganze Weltordnung und auch sonstiges, da wird das wohl kleinste Problem sein und auch wohl bleiben oder?

  2. Poahlbürger // 30. Mai 2017 um 21:19 //

    Haben wir keine anderen Sorgen,als uns mit solchen Problemen
    zu beschäftigen?

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