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Gerste: Ernte fällt nicht so schlecht aus wie befürchtet

Gerstenernte läuft in diesen Tagen in Gescher auf Hochtouren

Gescher (fjk). Die Gerstenernte läuft in Gescher auf Hochtouren. Die zunächst allseits befürchtete „Missernte“ durch die Trockenheit, scheint in der Schärfe nicht eingetreten zu sein. Das wird heute aus der lokalen Landwirtschaft berichtet.

Auf ganz schlechten Standorten – wie sie leider um Gescher zu finden sind – kann man von Ertragseinbußen in Höhe von 3 Tonnen je Hektar ausgehen. Also etwa 5 Tonnen Ertrag je Hektar statt sonst 8 Tonnen. Geht man von 150 € Gerstenpreis je Tonne aus, so fehlen dann etwa 450 € je Hektar netto. Einige wenige Standort melden allerdings auch Erträge von 7 Tonnen.

Ein ganz großes Problem ist in diesem Jahr die gemessene Qualität. Ein Qualitätsparameter bei der Getreideabrechnung ist das „Hektolitergewicht“. In der Regel geht man von einem Mittelwert von 62 kg je Hektoliter Gerste aus. Mit einem elektronischen Gerät wird das Hektolitergewicht ermittelt und die mitgeernteten Grannen verschlechtern das Ergebnis erheblich, weil die Grannen bei der Messung wenig wiegen aber Platz wegnehmen. So kommt es bei der Gerstenernte 2017 zu Ergebnissen von oft nur 56 kg je Hektoliter.

 

2 Kommentare zu Gerste: Ernte fällt nicht so schlecht aus wie befürchtet

  1. Andreas // 8. Juli 2017 um 16:34 //

    Lieber „verärgerter Bürger“ , ich kann mich noch gut an Ihre merkwürdigen Absonderungen erinnern, die Sie damals wie heute hier verbreiten. Ich denke, es ist weder besonders originell noch interessant. Sie sollten aber nicht größenwahnsinnig werden und meinen, andern vorschreiben zu können, was gesagt wird oder nicht.

    Die Realität im realen Leben ist zum Glück eine andere. Gerade heute hat mich am Feld eine höfliche Spaziergängerin angesprochen als ich noch dem Korn gesehen habe. Sie zeigte sich besorgt über das Wild was bei der Gras/Getreideernte umkommt.
    Eine zufriedenstellende Antwort konnte ich nicht geben sondern nur sagen, dass das im Getreide kaum was passiere. Beim Grünland konnte ich nur schätzen, dass etwa die Hälfte der Landwirte alle Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Leider musste ich ihr auch erklären, dass sich die Naturschutzbehörde nicht an die Vorgaben hält – auf dem unweit gelegenen Grasland. Auch im Juni 2017 nicht.

    Wenn man die Veränderung von Flora und Fauna bewertet, so hat die moderne Milchwirtschaft und zum anderen die Mais fressenden „Bio“gasanlagen die größten Veränderungen geschaffen. Der Kiebitz hat eher profitiert (Mais) und Hase und Fasan eher nicht.

    Um hier im Dialog was zu bewegen, braucht man Bürger die den Beruf Landwirt respektieren und Bauern sollten nicht die schwarzen Schafe nach vorn schicken – sowohl auf Ortsebene als auch auf Landesebene. Das sind doch oft kleine und große Nützlichkeitspolitiker mit Dollarzeichen in den Augen. Sowas braucht kein Mensch.

    Wir müssen für den sachlichen Dialog – jenseits politischer Parteien und Verbände – eine andere Plattform mit anständigen Bürgern schaffen. Die Jäger spielen eine zentrale Rolle mit hoher Sachkompetenz und Eigeninteresse. Es muss nur einer damit anfangen …

  2. verärgerter Bürger // 7. Juli 2017 um 20:35 //

    Ich hatte es vor einigen Wochen schon mal angeschnitten.
    Landwirte lernen das Klagen schon in der Wiege. dazu gehört auch, frühzeitig darauf hinzuweisen, das die Ernte schlecht ausfallen „kann, wird- oder könnte“!
    Konkret D A S ist nun mal wieder eingetreten. Man hat vorgesorgt!

    Das kann- und will niemand mehr hören.
    In dem Sinne, ein frohes Wochenende mit viel Sonne,
    damit die Landwirte auch das Stroh noch sauber einfahren können.
    Selbst das wird hier nicht mehr benötigt! Das Stroh holen lange lange die Holländer hier weg.
    Ich wünsch weiterhin ein frohes Stöhnen.

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