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Landwirtschaft für Insektensterben verantwortlich

Bundesregierung bestätigt Insektensterben durch intensive Landwirtschaft

Berling/Gescher (pd/topagrar). Für den Rückgang der Insekten sind laut Bundesumweltministerium viele Faktoren, wie das Klima, Veränderungen von Landschaftsstrukturen, Nahrungsangebot und Habitaten verantwortlich, aber auch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Das erklärte Rita Schwarzelühr-Sutter, Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, auf Anfrage der Grünen.

„Dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) sind zahlreiche wissenschaftliche Berichte aus den letzten Jahren bekannt, die darstellen, dass Mittel insbesondere aus der Stoffgruppe der Neonikotinoide neben anderen Faktoren wie Habitatsverlust, Fragmentierung der Landschaft, Umweltverschmutzung, invasive Arten oder auch dem Klimawandel, einen Einfluss auf die Bestandsentwicklung von Insekten in der Agrarlandschaft haben“, so Schwarzelühr-Sutter..

Eine Studie zeige etwa, das Neonikotinoide einen negativen Einfluss auf die Dichte der Wildbienen, auf das Nistverhalten von solitär lebenden Wildbienenarten und auf die Koloniegröße von Hummelarten haben und zudem die Reproduktionsfähigkeit der Arten einschränken.

Nach Untersuchungen in NRW ist die Biomasse der Fluginsekten seit 1989 mancherorts um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Nicht nur die Zahl der Arten, sondern auch die der Individuen befindet sich in einem dramatischen Sinkflug. (*Quelle: Nabu).

Laut dem 2017 vom BfN vorgelegten Agrarreport wirke sich die Intensivierung der Landwirtschaft auf die Vielfalt der Insekten aus, da sie zu einer Strukturverarmung der Landschaft sowie einem Rückgang des Blütenangebots für Bestäuber führt, so dass viele Insekten ihre Nahrungsgrundlagen und Habitate verlieren würden, antwortet die SPD-Politikerin den Grünen. Das Nährstoffüberangebot, die Einengung der Feldfruchtwahl, die Homogenisierung und Vergrößerung der Schläge und der damit verbundene Rückgang von Randstrukturen und Blühstreifen, sowie die gestiegene Anwendung von Pflanzenschutzmitteln würden als wesentliche Einflussfaktoren genannt.

Lies hier den ganzen Beitrag 

*Quelle: topagrar

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2 Kommentare zu Landwirtschaft für Insektensterben verantwortlich

  1. verärgerter Bürger // 20. August 2017 um 18:08 //

    @Coesfelder// Dem Argument kann ich nun wirklich nicht folgen!

    Es werden Brachflächen subventioniert, Stadtparks unterhalten, Bach- und Bächeufer „sich selbst“ überlassen. Hinzu kommen unzählige Ackerränder, Wälder und Heckenhaine sowie Wallhecken etc.
    Warum soll eine Stadt den Wegesrand nicht frühzeitig mähen, damit das Grünzeugs die Straßendecke nicht beschädigt?
    Wenn ich es bislang richtig verstanden habe, dann sind „wir alle“ auf Bienen und Hummeln angewiesen.
    Die Landwirtschaft ist allerdings davon ABHÄNGIG.
    Schon vergessen Coesfelder?
    Wenn Natur, nicht mehr Natur ist, dann sollte man den Job an den Nagel hängen.
    Sie sollten sich wirklich mal fragen, W I E es vor 50 Jahren und mehr möglich war, Landwirtschaft zu betreiben!!!

    Ihr Forderung ist typisch Landwirtschaft!!!
    Ab Geburt stöhnen damit die Allgemeinheit auch noch dafür bezahlt!
    Im Mai darauf hinweisen, das die Ernte der Gerste wahrscheinlich schlecht ausfällt und im August eine Topernte dazu melden.

    Das den Landwirten wenig bis nichts mehr geglaubt wird, liegt wohl eher an Beiträgen wie der Ihrige.

  2. Coesfelder // 20. August 2017 um 12:22 //

    Die Stadt Gescher schneidet zwei mal im Jahr zur Hauptblüte die Wegränder.
    Es wäre doch klasse wen die Wegränder nur noch einmal im Winter geschnitten würden und somit Insekten und Vögel etwas mehr Nahrung finden.
    Auch die Mitarbeiter des Bauhofes würden entlastet.
    Das wäre ein kleiner Beitrag das Artensterben einzudämmen.

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