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Zeltvergabe Karneval: „Darf der Bürgermeister das?“

Parteigenossin Wessing und Gastronom Grimmelt stehen bereits als Gewinner fest!

Gescher (fjk). In der Stadt Gescher wird durch die Stadtgesellschaft der Karnevalisten der Stadt Gescher e.V. jährlich der Straßenkarneval in Form eines Umzuges durch die Innenstadt veranstaltet. Im Rahmen dieses Umzugs werden seit dem Jahr 2016 auch an mehreren Plätzen Zelte während des Straßenkarnevals aufgestellt. Bürgermeister Kerkhoff will deren Bewirtung  jetzt im Rahmen einer Ausschreibung bis 2020 festschreiben.

BM Thomas Kerkhoff

Die Vergabe der Zelt-Standorte erfolgt durch den Bürgermeister, heißt es heute auf der Homepage der Verwaltung. Im Wege einer transparenten und „diskriminierungsfreien“ Vergabe, ohne dass hierfür die Vorschriften des Vergaberechts Anwendung finden, schränkt der Bürgermeister allerdings gleich wieder ein.

Die Entscheidung über den Zuschlag für die Nutzung trifft der Bürgermeister nach Maßgabe der Wertungskriterien unter allen Bietern, die an dem Verfahren unter Einhaltung der Bestimmungen teilgenommen haben. Der Bürgermeister behält sich einen Ausschluss von Bietern vor.

Franz-Josef Kunst

kommentiert: Die Vorgehensweise des Bürgermeisters erinnert fatal an einen alten Juristenwitz: „Wieviel sind 1 plus 1?“ Antwort des Juristen: „Welches Ergebnis hätten Sie denn gerne!“ CDU-Mann Kerkhoff weiß, wen er in diesem Fall bedienen muss. Als erstes Parteigenossin Wessing und dann den einflussreichen Gastronom Grimmelt. Sie werden das Rennen machen. Das steht heute schon fest. Die sogen. Ausschreibung ist eine Farce, wie die Ausschreibung zur Telefonanlage im Rathaus, die dem Bürgermeister harsche Kritik einbrachte. -Lies hier-

Andere Interessenten, auch die Inhaber des wiedergeborenen Domhotels, können für diesen Tag getrost ein Wellnesshotel buchen. Sie haben keine Chance. Besonders zu „leiden“ hat das renommierte Hotel Tenbrock unter den Tricksereien des Bürgermeisters. Dem setzt CDU-Mann Kerkhoff seine Parteigenossin Wessing vor die Nase.

Und die Politik? Sie steht staunend außen vor. Soll sich der Straßenkarneval in Gescher vom Kneipenkarneval zum Zeltkarneval entwickeln? Eine höchst politische Entscheidung an welcher die Stadtvertreter offensichtlich nicht beteiligt werden sollen.. aber müssten. Sowas darf  „Tricky Thomas“ nicht alleine machen. Dabei hat Kerkhoff noch Glück. Die Gescheraner sind „Vera…ei“ aus dem Rathaus seit Jahren gewohnt. Schade, dass er diese unselige „Tradition“ fortsetzt.

Lies hier: „In den Zelten wird der Umsatz gemacht“

*Foto: Stadtkarnevalisten

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4 Kommentare zu Zeltvergabe Karneval: „Darf der Bürgermeister das?“

  1. Reinhard // 5. August 2017 um 20:52 //

    Man sollte auch bedenken das Karneval in Gescher viel los ist und die Kneipen sich auch durch die zusätzlichen Zelte genug füllen werden.
    So schlecht ist die Idee des Bürgermeisters nicht, dennoch finde ich es auch besser es vorher im Rat zu diskutieren.

  2. gescherbürger24 // 4. August 2017 um 19:21 //

    Warum wird der gut arbeitende Bürgermeister wieder schlecht gemacht. Vielleicht sollte man sich mal genau recherchieren.

  3. Warum werden die das machen? Es gibt ja auch jemanden, der das Geschäft mehr als 30 Jahre kennt.

  4. gegangener Bürger // 4. August 2017 um 13:11 //

    Was der jetzige BM bei seiner Vorstellung doch alles gelobt hatte! Hier wird man mal wieder an den Spruch erinnert, „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“!

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