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Rosskastanie an den Museen in Gescher muss gefällt werden

Von Krankheit befallen - Keine Aussicht auf Rettung

Gescher (pd). Selbst die Fachleute sind betroffen, aber für sie gibt es keine Alternative: Die als Naturdenkmal ausgewiesene stattliche Rosskastanie an der Parkplatzzufahrt im Bereich der Eschstraße in Gescher muss gefällt werden! Die Vitalität dieses Baumes hat inzwischen leider sehr gelitten.

Offensichtlich ist er stark von einem Bakterium („Pseudomonas-Krankheit“) oder von einem Scheinpilz („Phytophtora-Krankheit“) befallen. Bereits jetzt sind rund Dreiviertel seiner Krone  betroffen und die Widerstandskraft lässt zusehends nach. Die bei vielen Rosskastanien bekannten Krankheitsphänome verursachen ein Absterben von Kronenteilen, das sich zwischenzeitlich stark beschleunigt hat.

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Es besteht auch keine Aussicht, den Befall zu stoppen – im Gegenteil, eher wird er sich nach Einschätzung von Experten verstärken. Um Gefahren durch herabstürzende Kronenteile auszuschließen, muss die Stadt Gescher als Eigentümerin die Kastanie daher im Oktober beseitigen.

Bereits seit den 1990er Jahren ist der Baumriese an der Parkplatzzufahrt im Bereich der Eschstraße in Gescher als Naturdenkmal „Rosskastanie an den Museen in Gescher“ ausgewiesen. Zwischen der Bücherei und der Pankratiusschule bedeckt er mit einer mächtigen, fast 20 Meter breiten Baumkrone Teile des Parkplatzes und den „Luftraum“ über die angrenzenden Straßen. Mit seiner stattlichen Höhe von über 23 Metern überragt er alle umliegenden Bäume und Gebäude und stellt somit ein prägendes Element im Stadtbild dar.

In den letzten zwölf Jahren gab die Kastanie jedoch schon mehrfach Anlass, sich intensiver um sie zu kümmern. So hat der Kreis Borken, der kreisweit die Baum-Naturdenkmale betreut und diese mehrmals im Jahr begutachtet, in der Vergangenenheit verschiedene Maßnahmen zur Sicherung veranlasst. Insbesondere wurden abgestorbene Äste entnommen, außerdem zur Sicherung gegen Abbruch geschwächter Kronenteile fünf Sicherungsseile verbaut.

Der Grund dafür sind starke Einmorschungen im Kronenansatz. Auch mit Verbesserungen im Standraum der Kastanie konnte nicht verhindert werden, dass inzwischen Kronenteile vollständig abgestorben sind.

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