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Pankratiusschule: Gesundheitliche Gefahren durch Werte nicht dokumentiert

Massive Kritik an Gutachter der Stadt, Hygieneinstitut Gelsenkirchen.

Gescher (fjk). Bürgermeister Kerkhoff hält von dem Antrag der Liberalen, in jedem Raum der Pankratiusschule Boden- und Materialproben zu nehmen, nichts. Er schließt sich der Meinung des „Hygieneinstituts Gelsenkirchen “ an: Aufgrund der Befindlichkeitsstörungen und der vorliegenden Ergebnisse sei es nicht erforderlich, zusätzlich ein Schadstoffgutachten in Auftrag zu geben, so die Fachleute.

Aus diesem Grund will Bürgermeister Kerkhoff davon absehen. Gesundheitliche Gefahren seien aus den vorgefundenen Werten der einzelnen Parameter nicht erkennbar, das habe ihm auch das Gesundheitsamt in Borken bestätigt.

Die FDP-Fraktion will Untersuchungen im gesamten Schulgebäude. In jedem Raum der Pankratius Grundschule sollen Boden- und Materialproben genommen werden, um einen umfassenden Einblick in die dort verbauten Materialien und daraus resultierende Schadstoffbelastung zu erhalten, insbesondere

  • Formaldehyd,
    PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe),
    PCB (polychlorierte Biphenyle),
    Asbest

Unterdessen mehren sich massive Zweifel an der Unabhängigkeit des Hygieneinstituts-Gelsenkirchen. Dies sei der Lieblingsgutachter von Genehmigungsbehörden, schreibt „DER WESTEN“ aus dem Ruhrgebiet. -Lies hier- In einem PCB-Fall in Bochum sei  die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. Auch dort wie hier, hatten Eltern die Prüfmethoden des Institutes angezweifelt. Später wurde das Verfahren jedoch wieder eingestellt.  Claudia Baitinger, Sprecherin des Arbeitskreises technischer Umweltschutz bei der Umweltorganisation BUND in NRW: „Wir trauen den Gutachterkünsten des Instituts (Professors) nicht sonderlich, dafür haben wir in verschiedenen Genehmigungsverfahren schon zu häufig seine Abwiegelungs- und Verharmlosungskünste kennengelernt.“

Lies hier: Die Beschlußvorlage

Lies hier: Müdigkeit im Klassenzimmer

Lies hier: „Für die Staatsanwaltschaft kein Fall mehr“

-Ratssitzung Mittwoch, 18. Oktober, 18.00 Uhr!-

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6 Kommentare zu Pankratiusschule: Gesundheitliche Gefahren durch Werte nicht dokumentiert

  1. Betroffener // 14. Oktober 2017 um 22:18 //

    Wieso sträubt man sich, eine Baustoffinspektion durchzuführen, die bei Sanierungsbeginn eh unumgänglich ist? Die Sanierung soll doch so schnell wie möglich in Angriff genommen werden. Warum also nicht jetzt schon ein Schadstoffgutachten in Auftrag geben. Irgendwo muss man doch auch anfangen, beruhigende Worte reichen schon lange nicht mehr… Wir hoffen auf breite Unterstützung der Verantwortlichen. Was gibt es Wertvolleres als die Gesundheit unserer Kinder? Da darf es kein Zögern geben, aus welchen Gründen auch immer!

  2. @ Willi: die schädlichen Materialien sind ja schon verbaut. Spanplatten, Fugendichtungsmassen und Brandschutzanstriche im gesamten Gebäude und Asbestrohre im Keller.
    Dieser ist übrigens immernoch gesperrt. Warum wohl?
    Wir fragen uns als Eltern, warum nicht auf Asbest und PCB getestet wird. Vor welchem Ergebnis hat die Verwaltung Angst, wenn laut ihrer Aussage nach dem Raumluftgutachten und der chemischen Reinigung alles in bester Ordnung ist?
    Warum reagiert die Verwaltung nicht?
    Ich hoffe ganz stark, dass wir Eltern in der Ratssitzung am Mittwoch Unterstützung durch alle Parteien bekommen, um die Verwaltung zum Handeln zu bringen!
    Ohne die richtigen Tests keine Sicherheit.

  3. Hallo Willi, nicht Plusminus in der letzten Woche gesehen? Die aktuelle Diskussion nicht verfolgt? Ach, die eigenen Kinder sind schon raus aus der Schule, na dann interessiert es ja auch weniger. …wenn man nicht betroffen ist…
    Wir wollen Klarheit. Niemand will Schadstoffe „finden“, es geht nicht um einen „Hype“ es geht nur um GEWISSHEIT, dass keine drin sind. Das würden wir uns wohl alle wünschen. Und das ist man uns Eltern auch schuldig, da wir um die Gesundheit der Kinder besorgt sind.
    Wo ist das Problem? Wieso verschleiern? Scheitert es an den Kosten für ein weiteres Gutachten? Das macht misstrauisch.

  4. Es steht außer Frage, dass die Schule Renovierungsbedarf hat, vor allem die Teppichböden!!
    Der Schadstoffhype scheint mir absolut nicht gerechtfertigt. Unsere Kinder haben diese Schule besucht und mit Ihnen in den letzten 30 Jahren viele Schülergenerationen. Es hat nie Schadstoffprobleme und daraus resultierende Gesundheitsprobleme gegeben. Wie denn auch? Es wurden ja keine Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und damit auch keine schädlichen Materialien verbaut.
    Die Panikmache sollte endlich mal heruntergefahren werden. Es verstärkt sich auch nach dem heutigen Leserbrief in der AZ immer mehr der Eindruck, dass man unbedingt Schadstoffe finden möchte. Das Gutachten hat doch eindeutig die Unbedenklichkeit der Raumluft festgestellt. Fordert man jetzt so lange neue Gutachten, bis endlich was gefunden wird?

  5. Vater von 2 Kindern an Pankratius // 14. Oktober 2017 um 08:56 //

    Warum die Zurückhaltung? Wir brauchen Gewissheit! Wir würden uns doch alle sehr freuen, wenn die Schadstoffbelastung unbedenklich ist! Aber mit diesen Zustand der Schule, können wir die Kinder nicht einfach zur Schule schicken ohne dem nachzugehen. Es geht hier um die Gesundheit unsere Kinder! Was kann uns da wichtiger sein? Wir leben in Deutschland!

  6. Herr Pankratius // 13. Oktober 2017 um 23:42 //

    Natürlich müssen diese Stoffe getestet werden! Ist die Schule jetzt belastet oder nicht? Ohne Tests keine Sicherheit! Will die Verwaltung keine Gewissheit? Warum nicht??

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