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Busunfall A 1: „Busfahrer verhinderte Katastrophe“

Feuerwehrchef lobt umsichtiges Verhalten vom Busfahrer Carsten Schlüter

Gescher (fjk). „Der Busfahrer hat durch sein umsichtiges Handeln eine Katastrophe verhindert.“ Das ist das Fazit  von Michael Kalusche, Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Stuhr. In einem Schreiben bedankt sich der Feuerwehrchef für das besonnene Verhalten von Carsten Schlüter vom Busunternehmen Auling-Meiners aus Gescher.

Dramatische Situation auf der A1 am Samstagabend, kurz hinter dem Autobahndreieck Stuhr: Ein Bus der Firma Auling-Meiners ist auf der Rückfahrt  Richtung Gelsenkirchen. Eine Reisegruppe aus dem Ruhrgebiet hatte zuvor den Bremer Weihnachtsmarkt besucht.  Am Steuer: Carsten Schlüter.

Im Rückspiegel beobachtete er plötzlich im Bereich der linken Hinterachse eine Rauchentwicklung.  Kurz darauf waren bereits erste Flammen zu sehen. Der Fahrer  versuchte noch ein Stück weiterzufahren, um den brennenden Reifen von der Felge zu lösen und somit ein Übergreifen auf den Bus zu verhindern, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr.

Busfahrer Carsten Schlüter bremste auf dem Standstreifen ab und evakuierte alle 56 Passagiere. Sie konnten unverletzt den Bus verlassen und sich hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen. Er versuchte noch, das Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen, was leider nicht gelang.

Die Feuerwehr begann unter Atemschutz mit der Bandbekämpfung. Der Brand hatte sich bereits im Inneren des Gepäckraumes ausgebreitet, was die Löscharbeiten erschwerte. Nach ca. einer Stunde konnte  durch den Einsatzleiter  „Feuer aus“ gemeldet werden.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig..

Parallel zur Brandbekämpfung wurden die Passagiere bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt auf die freien Feuerwehrfahrzeuge verteilt und in das Feuerwehrhaus  gebracht. Hier wurden sie mit warmen Getränken versorgt und durch einen Notarzt betreut.  Ein Trupp unter Atemschutz sammelte Wertgegenstände aus dem ausgebrannten Bus ein. Sie wurden später an die Fahrgäste übergeben.  Die Reisegruppe setzte die Fahrt mit einem Ersatzbus fort.

Alle Reisenden bedankten sich bei der Feuerwehr, so der Einsatzbericht,  aber vor allem  bei dem Fahrer, der durch sein umsichtiges Handeln eine Katastrophe verhindert hatte. Hier das Schreiben von Michael Kalusche, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Stuhr, im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 09.12.2017 hatte einer Ihrer Busse (Anmerkung d. Redaktion. : Meiners-Auling, Gescher)  auf der Autobahn A1 in Höhe der Gemeinde Stuhr einen Reifenbrand. Wir als zuständige Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Stuhr, in diesem Fall die Ortsfeuerwehr Gr. Mackenstedt, konnte hier zeitnah helfen.

Der Grund meines Schreibens ist aber ein anderer. Ihr Busfahrer, Herr Carsten Schlüter hat in diesem Fall durch sein vorbildliches und ruhiges handeln, mit größter Wahrscheinlichkeit eine größeres Unglück verhindert.

Da Herr Schlüter einen sehr zurückhaltenden Eindruck machte, hatte ich das Verlangen, Ihnen auf diesem Wege noch einmal zu einem so gut ausgebildeten Busfahrer zu gratulieren, denn 56 Fahrgäste verdanken Ihm, das sie noch  an dem Abend wieder nach Hause gekommen sind und die Fahrt zu Bremer Weihnachtsmarkt nicht im Krankenhaus endete.

An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Lob an Herrn Schlüter.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitern noch eine schöne Adventszeit und ein ruhiges Weihnachtsfest.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kalusche
Gemeindebrandmeister Stuhr

Reinhard Mey.. Sei wachsam!

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