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Stromtrasse A-Nord: Gescher wird nicht tangiert

Amprion stellt Wunschtrasse vor - Gesamtkosten ca. 2 Milliarden Euro

Gescher/Wesel (pd/fjk). Erleichterung in Gescher.  In Wesel hat das Unternehmen Amprion im Rahmen einer Pressekonferenz, die Vorzugstrasse für eine weitere Höchststromleitung vorgestellt. Sie wird komplett unterirdisch verlegt und die wichtigste Nachricht für Gescher.. die geplante neue Stromautobahn von Emden nach Nordrhein-Westfalen führt nicht durch die Glockenstadt.

Größer? – Klick auf Bild! (Wunschtrasse farblich gefüllt)

Hintergrund der geplanten Stromautobahn ist die Energiewende: Sie erfordert große Transportkapazitäten vom windreichen Norden in die Mitte und den Süden Deutschlands. Über die Leitung können zwei Gigawatt Gleichstrom von Emden nach Osterath bei Düsseldorf und von dort weiter nach Philippsburg übertragen werden.

„Mit dem Vorzugskorridor schlagen wir die Strecke vor, die nach jetzigem Stand die raumordnerischen und umweltfachlichen Kriterien am ausgewogensten berücksichtigt. Zudem ist es auch der Weg, der sich unserer Meinung nach bautechnisch am besten umsetzen lässt“, sagt A-Nord-Projektleiter Klaus Wewering auf der Pressekonferenz.

Den Vorzugskorridor werde Amprion im März 2018 bei der Bundesnetzagentur einreichen. Dazu stelle Amprion einen Antrag auf Bundesfachplanung, die vergleichbar sei mit einem Raumordnungsverfahren. Eine Vorentscheidung sei durch die jetzige Wahl des Vorzugskorridors keinesfalls getroffen. Wewering betont: „Ab März liegt der Ball bei der Bundesnetzagentur. Sie wird sich dann erneut intensiv mit allen Belangen auseinandersetzen, so wie wir es getan haben. Ob die Bundesnetzagentur schließlich unserem Vorschlag folgt, ist jetzt noch völlig offen.“ – *Quelle: Münsterlandzeitung

Die Planungen für diese Trasse hatte Amprion vor einigen Jahren begonnen und mehrfach öffentlich über den Planungsstand informiert.

 

Reinhard Mey.. Sei wachsam!

4 Kommentare zu Stromtrasse A-Nord: Gescher wird nicht tangiert

  1. Ulrich Althoff // 12. Januar 2018 um 12:24 //

    Hallo JoeZett,

    vor dem großen Ziel der Grünen und Schwarzen, ENERGIEWENDE IN DEUTSCHLAND, hat der Herrgott noch die Physik gestellt und die Physik lässt sich eben nicht so leicht betuppen, wie der Wähler in unserem Land.
    Power-Gas to Gas-Power ist extrem kostspielig und weiträumig.

  2. JoeZett // 12. Januar 2018 um 11:14 //

    Da kann ich Herrn Althoff nur zustimmen, warum wird nicht entsprechend „Power-to-Gas“ erzeugt (wie z.B. Audi es schon vormacht) und in die vorhandenen pipelines gepumpt, anstatt dieses wahnwitzige/kostenintensive und umweltschädliche Projekt durchzuboxen…

  3. Ulrich Althoff // 12. Januar 2018 um 08:50 //

    Ob die Parallelinfrastruktur für den Stromtransport jetzt Gescher oder Südlohn tangiert ist egal, die deutsche Energiewende ist politisch und ökonomisch geistesgestört. Doppelstrukturen zur Erlangung der sicheren Energieversorgung in Deutschland kosten doppeltes Geld, so um die 2500-3000 Mrd Euro……..
    2,5 – 3 Billionen

  4. JoeZett // 12. Januar 2018 um 08:47 //

    Ich bin keinesfalls Befürworter der Stromtrasse – aufgrund der den Menschen beeinflussenden ionisierenden Strahlung bei Überlandleitungen oder der starken Bodenaufheizung und den entstehenden Magnetfeldern bei der Erdberlegung – aber die Bundesnetzagentur muss noch zustimmen. Daher kann eventuell noch keine Entwarnung für Gescher gegeben werden…

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