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Gantenbau: „Bis zum HURRA kann`s noch etwas dauern“

Erstes Bußgeld wurde verhängt

Gescher (fjk). Der Gantenbau, kein Projekt hat die Aufmerksamkeit der Gescheraner im vergangenen Jahr mehr genossen als die Wohnanlage am Heckenpättken. Verstöße gegen das Bauordnungsrecht, gegen den Bebauungsplan, dazu ein übereifriger Bürgermeister.. und fertig war die Geschichte vom Beziehungsklüngel. Unter dem Motto „Ist die 6. Wohnung da, ruft der Bauherr – HURRA,“ fand das Thema -natürlich- auch Eingang in den Karnevalszug am vergangenen Sonntag.

Doch vom „HURRA“ scheint Bauherrin Vera G. noch ein Stück weit entfernt zu sein. Eine Baugenehmigung wurde bisher nicht erteilt, so der Kreis Borken als Genehmigungsbehörde. Denn der  vorliegende Bauantrag enthält noch immer diverse Verstöße gegen bauordungs- und bauplanungsrechtliche Vorschriften sowie gegen die Festsetzungen des Bebauungsplanes.

Eine Baugenehmigung ist daher ausgeschlossen.

Die notwendige Überarbeitung der Pläne hat bisher nicht stattgefunden. Zwischenzeitlich sei ein erstes Bußgeld verhängt und auch bezahlt worden. An der Situation ändere das für den Bauherrn aber  nichts. Durch die Zahlung des Bußgeldes würden die materiellen Baurechtsverstöße nicht geheilt. Es handele sich um materiell-rechtliche Verstöße, die nicht einfach durch „formale Korrekturen“, sondern nur durch eine Änderung der Planunterlagen geheilt werden könnten.

Die Zeitdauer für das weitere Verfahren will der Kreis gegenwärtig nicht einschätzen. Dies sei vom Bauherrn bzw. Entwurfsverfasser abhängig.

Der Gantenbau: Eine durchaus ansehnliche Wohnanlage

Franz-Josef Kunst

meint: Zwei Dinge kündigt die Bauaufsicht in Borken im Fall  des Gantenbaus an: 1. Die Absicht, konsequent nach Recht und Ordnung vorzugehen und 2.  einen langen Atem. Gut so, das schafft Vertrauen in die Bauaufsicht! Zu sehr wurde „Volkes Seele“ durch die dreisten Überschreitungen des Baurechts am Heckenpättken in ihrem Gerechtigkeitsempfinden strapaziert. Doch beim Karnvalszug 2019 sollte der Gantenbau kein Thema mehr sein.

Zweifellos liegt der Ball jetzt  im Feld der Bauherrin. Auch wenn das Geld kostet, die Wohnanlage muss -wie in allen anderen Fällen auch- mit Recht und Gesetz in Einklang stehen. Dann wird schon nach kurzer Zeit Gras über die Sache gewachsen sein und der Gantenbau sich in die Reihe der nicht wenigen Lokalpossen der Glockenstadt eingereiht haben.

Foto oben: GZ

1 Kommentar zu Gantenbau: „Bis zum HURRA kann`s noch etwas dauern“

  1. bürger // 31. Januar 2018 um 03:43 //

    Ich bin fassungslos. es kann doch nicht alles mit geld bezahlt werden. der obere stock muss abgerissen werden denn sonst kann doch jeder bauen wie er möchte ohne das man vera ganten heißt. aber bei unserem bau würde schon längt wieder der bagger davor stehen weil wir auch keinen Bürgermeister in unserer mitwohnung hätten. es geht doch ums recht für jeden bürger in gescher auch mit weniger geld.

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