Newsticker

Kerkhoff: „Prüfung einer Neubauvariante erst nach Ratsbeschluss“

SPD-Fraktion fordert alternative Handlungskonzepte zur Sanierung

Gescher (fjk/pd). Die Verwaltung verfolgt die Sanierung incl. Modernisierung der Pankratiusschule, keinen Neubau.  Nur diese Variante biete die wirtschaftlich sinnvollste und gleichzeitig eine pädagogische sinnvolle Lösung, meint Bürgermeister Kerkhoff heute in einer Mitteilung an die Presse. Dies insbesondere unter der Notwendigkeit, eine zeitnahe Realisierung zu erreichen.

Grundlage der Mitteilung des Bürgermeisters ist eine Anfrage der SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten hatten bereits bei der Vorstellung des Projektes durch die Verwaltung vor gut zwei Wochen die damals angegeben hohen Kosten für einen Neubau bezweifelt.

„Welche Maßnahmen plant die Verwaltung, um der Politik sinnvolle alternativen Handlungskonzepte zu den offensichtlich erforderlichen umfangreichen Um- und Erweiterungsbauten bzw. einem Neubau der Pankratiusschule zur Verfügung zu stellen? 

Kostenkalkulationen.. größer? – Klick auf Bild!

Alternative, so der Verwaltungschef, sei der Neubau der Pankratiusschule. Sofern der Rat zu der Auffassung gelange, dass anstelle einer Sanierung/ Modernisierung/Umbau doch ein Neubau die bessere Lösung darstelle, bestände zunächst kein Zeitdruck. „In diesem Fall würde zunächst die Frage eines Standortes, der Kapazität und auch der Ausbauqualität geklärt werden müssen.“

Danach würde aufgrund des hohen Volumens und der Bedeutsamkeit der Planung voraussichtlich ein Architektenwettbewerb gestartet, bei dem zahlreiche Architekten/innen und  Systemanbieter zur Angebotsabgabe aufgefordert würden. Den Planungszeitraum für diese Szenarien sieht der Bürgermeister bei etwa 8-12 Monaten.

Eine Neubauvariante sei  bisher vom Rat nicht als Planungsauftrag beschlossen worden. Folglich auch nicht  über mögliche Baustandards. Aus diesem Grund haben man bisher auch keine weitere vertiefte Planung bezüglich eines Neubaus durchgeführt.

Sieh hier alternatives, modulares Gebäude (kostengünstig)

9 Kommentare zu Kerkhoff: „Prüfung einer Neubauvariante erst nach Ratsbeschluss“

  1. Motzki 68 // 14. Februar 2018 um 11:30 //

    Die Lösung wäre doch so einfach ! Schön in aller Ruhe einen vernünftigen Neubau auf dem ehm. Bolzplatz am Freibad machen. Danach dann die Alte Schule mit Turnhalle usw im Paket an Hense verschärbeln, damit wäre der Neubau schon halb bezahlt und die Kinder können bis dahin in ruhe am alten Standort beschult werden . Danach entsteht was attraktives am Rande der Innenstadt . Ja ja ich kanns nicht unerwähnt lassen, wenn da nicht der tolle Neubau der Bücherei jetzt im Weg stünde könnte auf der Gesamtfläche sogar der lang ersehnte EDEKA Center stehen….Ja Ja man wird ja noch träumen dürfen ..!!!

  2. Ach, aber da gibt es ja jemanden im Rathaus mit exzellenten Kontakten zum Bauamt in Borken. Zur Not fährt man schnell zum Kreis und regelt die Sache. Vielleicht kann man Pankratius auch noch nach oben aufstocken.

  3. Unglaublich! Da wird ein Konzept favorisiert, das gar nicht genehmigungsfähig ist?! Dann ist man entweder durch den Architekten schlecht beraten, oder man will die Bevölkerung für blöd verkaufen. Wie gut, dass das jemand aufdeckt! Hoffentlich halten SPD und die anderen Parteien dagegen. Das schreit zum Himmel!

  4. @Johanna: Genau das Problem sehe ich auch. Die NRW-Regierung arbeitet bereits an einem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in NRW. Die Nachfrage nach diesen Plätzen wird Gescher in den nächsten genauso überrumpeln wie es damals mit den Kindergartenplätzen geschehen ist. Ganztagsbetreuung ist der allgemein gesellschaftliche Trend, ob man das gut findet, oder nicht.
    Daraufhin muss man planen. Darauf müssen die Schulen vorbereitet sein. Dahingehend muss auch die Pankratius Grundschule umgebaut, besser neugebaut werden. Alles andere ist zu kurz gedacht!

  5. Leider sieht es an der Von-Galen-Schule mit der offenen Ganztagsbetreuung nicht viel besser aus. Wenn jetzt dort noch 5-zügig über die nächsten Jahre eingeschult wird, werden auch dort massive Raumprobleme entstehen. Unsere Gesellschaft möchte ihre Kinder immer länger in die Schule schicken, ob es sinnvoll ist oder nicht! Bald wird es sogar einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung geben. Wir haben in Gescher leider ein abgängiges oder sanierungsbedürftiges Gebäude nach dem anderen. Jetzt schon in einer Notsituation, trotzdem muten wir unseren Kindern 8 Stunden täglich diese Umgebung zu.
    Jetzt will man „anpacken“ und ein wackeliges Sanierungskonzept ohne Handlungsalternative durchziehen?
    Die Weichen werden für Gescher wieder falsch gestellt. Dieses Konzept ist dem Haushalt geschuldet und nicht der Zweckmäßigkeit. Aber es wird Gescher in Zukunft teuer zu stehen kommen, wenn Containerkosten Löcher in den Haushalt reißen! Dann wird der Steuerzahler wieder für Fehlentscheidungen aufkommen müssen und unsere Kinder müssen es ausbaden!

  6. Vater Pankratius // 10. Februar 2018 um 11:12 //

    Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es doch gar kein ausgearbeitetes Neubaukonzept. Andere Architekten, die über die Sanierungsvariante geschaut haben, bestätigen, dass die Maßnahme mit 3,2 Millionen nicht zu leisten ist. Die Sanierungsvariante wird erheblich mehr kosten als geplant. Der offene Ganztag ist bei der Sanierungsvariante ausgeschlossen, obwohl die OGS und ÜMI jetzt schon aus allen Nähten platzen. Kann man das noch nachvollziehen? Jetzt sollen unsere Kinder an die Gesamtschule umziehen, damit dann nicht einmal eine vernünftige und durchdachte Lösung verfolgt wird? Was für ein Gehampel, alles unter Zeitdruck, ohne vernünftige Lösung! Wer macht sich stark für einen Neubau mit vernünftigem, mordernen Konzept?!

  7. Gescheraner // 6. Februar 2018 um 23:18 //

    Wieso wurden nicht Neubau- und Sanierungskonzepte direkt von der Verwaltung erarbeitet, über die der Rat dann entscheiden kann? Es ist doch jahrelang bekannt gewesen, dass die Schule saniert werden musste. Hat sich nie jemand Gedanken dazu gemacht? Muss jetzt erst, nachdem Eltern sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machen mussten, alles aus dem Hut gezaubert werden? Nun wird den Ratsmitgliedern der Ball zugespielt. Sie sollen über EIN von der Verwaltung präferiertes Sanierungskonzept abstimmen. Da wollen wir mal hoffen, dass die Stadtvertretung mehr Weitblick als die Verwaltung aufweist!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: