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Preise für Immobilien steigen auf breiter Front

Baugrundstücke sind weiterhin knapp

Kreis Borken/Gescher (pd). Die Preise auf dem Immobilienmarkt sind im abgelaufenen Jahr im Kreis Borken wieder gestiegen. Dies ist das Ergebnis der Untersuchungen, die der Gutachterausschuss jetzt in seiner Sitzung diskutiert hat. Der Ausschuss ist für das gesamte Kreisgebiet mit Ausnahme des Stadtgebietes Bocholt zuständig.

Während die Baugrundstücke knapp sind und damit die Zahl der abgeschlossenen Verträge hier um rund 10 Prozent zurückgegangen ist, ist die Zahl der Erbbaurechte um 21 Prozent und die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen um 19 Prozent gestiegen. Auch bebaute Grundstücke wurden insgesamt mehr verkauft. Hier betrug der Zuwachs rund 4 Prozent. Insgesamt wurden mit 3.368 Verträgen 806 Hektar, das entspricht rund 8 Quadratkilometern, für 572 Millionen Euro veräußert. (2016: 3.195 Verträge / 796 Hektar)

Die flächenmäßig am stärksten vertretenen landwirtschaftlichen Grundstücke sind auch 2017 teils deutlich teurer geworden. Der neue Spitzenwert liegt mit 10,40 Euro je Quadratmeter Ackerfläche nun in Borken und löst damit den bisherigen Platz 1 in Heek mit 10,30 Euro ab. Insgesamt sind rund 30 Prozent weniger Kaufverträge über landwirtschaftlich genutzte Grundstücke registriert worden.

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Die Preise dieser Flächen sind im Nordkreis teilweise rückläufig, während der Südkreis sich im vergangenen Jahr dem Niveau des Nordkreises langsam angeglichen hat. Am meisten Fläche kauft der Landwirt für sein Geld in Isselburg: Dort wurde der Richtwert um 60 Cent auf 6,40 Euro je Quadratmeter herabgesetzt. Den höchsten Preisanstieg verzeichneten die Gutachter dagegen in Stadtlohn. Hier musste der Richtwert von 7,50 Euro auf 9,50 Euro pro Quadratmeter angehoben werden.

Aber auch die Preise für unbebaute Wohnbaugrundstücke sind im vergangenen Jahr angezogen. Kreisweit ermittelte die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses einen Anstieg von 4 Prozent, wobei sich der Südkreis hier mit 3 Prozent verhaltener entwickelte, als der Nordkreis mit 5 Prozent. Am meisten stieg der Preis für den typischen Bauplatz in Wessum: Dort waren es 19 Prozent, die der Ausschuss auf die bisherigen Richtwerte aufschlagen musste. Im Durchschnitt kostete ein Baugrundstück in 2017 kreisweit rund 144 Euro pro Quadratmeter. In 2016 waren es noch 138 Euro. Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre setzt sich auch hier fort.

Die Preise für bebaute Grundstücke folgen dem gleichen Trend. Auch hier zeigt der kreisweite Vergleich von Preisen für Ein- und Zweifamilienhäuser, dass es teurer wird. Ein typisches Einfamilienhaus stand im letzten Jahr auf einem rund 600 Quadratmeter großen Grundstück, hatte rund 160 Quadratmeter Wohnflächen und kostete bei einem Alter von rund 30 Jahren etwa 242.000 Euro.

In 2016 war das Grundstück im Mittel etwas kleiner (rund 590 Quadratmeter), die Wohnfläche betrug rund 150 Quadratmeter und der Preis lag bei einem etwa fünf Jahre älteren Gebäude nur bei rund 203.000 Euro. Der Preis eines Reihenmittelhauses ist bei sonst etwa gleichen Merkmalen von 109.000 Euro auf 134.000 Euro gestiegen.

Auch Eigentumswohnungen sind im vergangenen Jahr teurer geworden. Eine neue Eigentumswohnung mit rund 80 Quadratmetern Wohnfläche kostete nach den ausgewerteten Verträgen kreisweit 2.376 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. In 2016 betrug dieser Wert noch 2.198 Euro. Eine etwa gleich große und durchschnittlich 29 Jahre alte, gebrauchte Wohnung war dagegen bereits für durchschnittlich 1.443 Euro je Quadratmeter Wohnfläche zu bekommen.

Sämtliche Ergebnisse seiner Auswertungen stellt der Gutachterausschuss in Kürze in seinem Grundstücksmarktbericht für alle kostenfrei im Internet zur Verfügung. Die neuen Bodenrichtwerte können bereits jetzt auf der Homepage des Gutachterausschusses unter http://gutachterausschuss.kreis-borken.de/, dort unter „Geodatenatlas Kreis Borken“, eingesehen werden. Beides und weitere interessante Informationen sind unter www.borisplus.de zu finden. Auskünfte dazu werden bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Borken ab sofort erteilt. Sie ist erreichbar unter den Telefonnummern 02861/ 82-2520, 02861/ 82-2522, 02861/ 82-2523 oder 02861/ 82-2524.

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