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Sanierung Pankratiusschule: Schulamt ist nicht mit eingebunden

Fachmann des Kreises hat Bedenken gegen die Sanierungsplanung

Gescher (fjk). Bei der Entwicklung des Sanierungskonzeptes für die Pankratiusschule wurde das Schulamt des Kreises nicht eingebunden. Das bestätigte Bürgermeister Kerkhoff am Mittwochabend auf Anfrage von Thomas Haveresch, FDP.   Eine Feststellung die bei anwesenden Zuschauern ungläubiges Staunen auslöste. Das Sanierungskonzept der Verwaltung weist nach Meinung von Lehrern und Fachleuten grundsätzliche, pädagogische Defizite auf.

Siegfried Werner

Im Kreishaus in Borken  ist man ganz offensichtlich beunruhigt über die Vorgehensweise des Bürgermeisters. Denn auf Anfrage bestätigt  Siegfried Werner, Schulamtsdirektor SAB III für Grundschulen im Schulamt des Kreises Borken,  es sei bedauerlich, das er in die Überlegungen einer Schulgebäudesanierung oder eines Neubaus nicht einbezogen wurde. Er habe sich Informationen lediglich aus dem Pressespiegel des Kreishauses besorgen können.

Auf der Basis der ihm vorliegenden wenigen Informationen gibt der Schulaufsichtsbeamte des Kreises zu bedenken:

  • ob die prognostizierten Zahlen in der Schulentwicklungsplanung von 2015 mit einem Durchschnittswert von 280 bis 290 Schüler/innen für die Pankratius-Schule einschließlich des Teilstandortes und für die nächsten 5 Jahre in Verbindung mit den Zahlen für die von-Galen-.Schule 290-300 noch zutreffen und eine 3-4 Zügigkeit jeweils rechtfertigen. Die Sanierungs-Planung sieht für den Hauptstandort der Pankratius-Schule nur eine 2 ½ -Zügigkeit vor.
  • Weiterhin wäre der in der Schulentwicklungsplanung von 2015 geforderte Barrierefreiheit Rechnung zu tragen und für die Pankratius-Schule sinnvoll, im Rahmen der Umbaumaßnahmen ein Aufzug zu planen. (Anmerkung: Das ist nun vorgesehen)
  • Letztlich müsste mit der Schulleitung geklärt werden, ob der Musik- und Englisch-Unterricht im Bewegungsraum stattfinden kann oder ein Klassenraum als Fachunterrichtsraum genutzt wird und damit die Schule auf eine Zweizügigkeit festgelegt wird.

Er und seine Mitarbeiter, so Werner,  waren und sind gerne bereit, zusammen mit der fachkundigen Schulleiterin Frau Knauer, in vorhandenen Planungs- und Steuerungsgremien des Schulträgers und des Ausschuss für Generationen, Familie, Bildung, Kultur und Sport bei Bedarf und nach Anfrage im Rahmen der Sanierung oder des Neubaus der Pankratius-Schule beratend zur Seite zu stehen.  Man verfüge über Erfahrungen im Rahmen von Sanierung und Umbau an der Lindenschule in Gronau und an der Pestalozzischule in Ahaus. Die könne man einfließen lassen.

In der Ratssitzung am Mittwochabend wurde der  Antrag, die Leiterin der Pankratiusschule Frau Knauer in die Diskussion mit einzubinden vom Bürgermeister und einer schwarz-grünen Mehrheit abgelehnt. Zukünftig soll allerdings die Schule in die Planungs- und Bauentwicklung einbezogen werden. 

 

3 Kommentare zu Sanierung Pankratiusschule: Schulamt ist nicht mit eingebunden

  1. Wolfgang // 2. März 2018 um 18:30 //

    Äh, wie geht man denn da mit unseren Steuergelden um? CDU ist so stolz, dass man die Kommune aus der Haushaltssicherung heraus geführt hat, nimmt aber kostenfreie Beratung nicht in Anspruch. Laut AZ und dem Kommentar kann man sich einen Neubau nicht leisten.
    Sind Bildung und Schule nicht einmal wichtig genug, damit es sich lohnt übergeordnete Behörden einzuschalten? Frau Dresjan hat in der Sitzung genug Punkte angesprochen, die noch nicht geregelt sind. Auf viele Fragen gab es keine Antworten. Einige Unsicherheiten hätte man aus dem Weg räumen können. Wenn man Schwarz-Grün das politisch gewollte hätte.

  2. verärgerter Bürger // 2. März 2018 um 13:38 //

    Man stelle sich nur mal vor, das jemand den Bürgermeister kritisieren wollte.
    Man stelle sich einmal vor dass es jemanden geben könnte, der mehr Ahnung wie der Bürgermeister haben könnte.
    Man stelle sich einmal vor, der Bürgermeister müsste seine Fachkenntnis erst erfragen.
    Man stelle sich einmal vor, der Bürgermeister könnte nicht frei handeln.
    Man stelle sich aber auch mal vor, der Bürgermeister würde bei der nächsten Wahl einfach abgewählt.

    Ein recht fragwürdiges Verhalten so meine ich. Für den einen fährt man nach Borken zur übergeordneten Behörde, um das illegal erbaute Gebäude genehmigt zu bekommen.
    Für die Gemeinde, dessen „“erster Bürger““ man ist, hat man es nicht nötig, eine Fachbehörde mit einzubeziehen.

    Mein Verständnis dazu ist, das es Fachbehörden gibt, damit man die in Planungen einbezieht. Sollte man als Bürgermeister eigentlich wissen.
    oder hält man sich für Allwissend?
    Die Realität sagt- und zeigt aber was völlig anderes!

  3. Berlin // 2. März 2018 um 00:21 //

    Kerkhoff hat keine Zeit für euch,zwei Tage Homeoffice Merkel/Spahn in Berlin läßt Altersruhegeld vorzeitig grüßen!Tschüss

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