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innogy-Klimaschutzpreis: „Gewinner haben Anerkennung verdient“

Klimaschutzpreise der innogy an Imkerverein, NABU und Jens Schültingkemper vergeben

Gescher (fjk). Im Rahmen der alljährlichen Grünpatenparty verlieh Kommunalbetreuerin Monika Schürmann von der innogy die innogy-Klimaschutzpreise 2018. Gewinner sind der Imkerverein Gescher-Stadtlohn-Velen, der NABU Coesfeld und Jens Schültingkemper. Der Klimaschutzpreis ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde anteilig auf die Gewinner umgelegt.

Monika Schürmann sparte nicht mit lobenden Worten. „Es ist spannend zu sehen, wie vielfältig der Umwelt- und Klimaschutz in Gescher ausfällt. Alle vorgestellten Projekte leisten einen großen Beitrag zum Erhalt der Umwelt vor Ort,“ sagte sie mit Blick auf die Preisträger.

Den Hauptpreis mit 500 Euro erhielt der Imkerverein Gescher-Stadtlohn-Velen. Der größte Imkerverein im Kreis Borken legt besonderen Wert auf die Ausbildung von Jungimkern. Aktuell beteiligt sich der Verein an dem Projekt „Gescher blüht“, bei dem eine Grünfläche insektenfreundlich eingesät und ein Fachwerkbienenhaus errrichtet wird.

300 Euro erhielt Jens Schültingkemper. Sehr zur Freude von Thomas Kerkhoff, CDU, Bürgermeister und einem sichtlich stolzen Vater Günter Schültingkemper, CDU, stellvertretender Bürgermeister. Jens Schültingkemper wies in einem Vortrag im Rathaus vor geraumer Zeit Lösungsmöglichkeiten für die Probleme im Berkeltal auf. So nimmt sein Entwurf eine räumliche Neuordnung in dem dortigen Areal vor. Die Berkel soll dabei in die Mitte eines Rundweges rücken. Auch soll der Anteil versiegelter Flächen reduziert werden.

„Artenschutz ist Klimaschutz,“ betonte Preisverleiherin Monika Schürmann. So sei der NABU Coesfeld ein würdiger Preisträger. Auf der ehemaligen Tonabrabungsfläche in Tungerloh-Pröbsting schufen die Aktivisten der NABU eine Fläche auf der sich Amphibien und seltene, einheimische Pflanzen wohlfühlen. Darunter Gras- und Wasserfrösche und verschiedene  Molcharten.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der  Band „THE POOR BOYS AND GIRLS“ Sie interpretierte gekonnt englisch- und deutschsprachige Klassiker aus den letzten 50 Jahren – von den Beatles bis Amy McDonald. Für`s leibliche Wohl sorgte einmal mehr das Restaurant Gallo. Chef Skendar Hadry kümmerte sich persönlich um seine Gäste.

 

 

5 Kommentare zu innogy-Klimaschutzpreis: „Gewinner haben Anerkennung verdient“

  1. Irgendwie scheint ein Plan für das Berkeltal für die Öffentlichkeit nicht zugänglich zu sein. So kann man Preise gewinnen!

  2. Wo kann man denn das Konzept von Herrn Schültingkemper finden? Ich suche nach einer konkreten Planung mit dem angedeuteten Rundwanderweg etc. Wie das konkret aussieht, würde mich schon interessieren. Wurde bei dieser Preisverleihung ein Plan gezeigt?

  3. Greenhorn // 11. März 2018 um 00:00 //

    Wie schön, dass NABU und Imkerverein einen Preis für ihre Arbeit bekommen haben.
    Aber wieso bekommt jemand für die Vorstellung eines Konzeptes schon einen Preis?? Wie ist das gerechtfertigt? Verstehe ich nicht…Bitte um Aufklärung und Erklärung!

  4. @Jochen Schulze Pröbsting
    In Beantwortung Deiner Frage hier ein Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vom 29. März 2017.

    Vor der Vorstellung durch das Büro nts weißt BM Kerkhoff darauf hin, dass es sich bei Herrn Schültingkemper um den Sohn des Ratsmitgliedes Günter Schültingkemper handelt, das Büro nts hierfür jedoch keinen Auftrag erhalten habe, sondern Herr Schültingkemper dies pro bono erarbeitet hat. Herr Jens Schültingkemper vom Büro nts stellt sein Konzept anhand von verschiedenen Folien vor. Er betont, dass er als Gescheraner einen Beitrag zur Aufwertung des Berkeltals leisten wolle und sich Gedanken im Rahmen eines Konzeptes gemacht habe.

    Er führt inhaltlich aus: Die Berkel laufe durch Billerbeck, Coesfeld, Stadtlohn und Vreden. Nur in Gescher verlaufe die Berkel nicht durch die Stadt, sondern am Siedlungsrand. Das sei ein besonderes Alleinstellungsmerkmal.

    Das Gebiet um die Berkel sei ein Naturschutzgebiet bzw. Flora-, Fauna, Habitat-Gebiet (FFH) – teils mit Auflagen. Das FFH-Gebiet entspreche dabei fast dem Überschwemmungsgebiet.
    Anhand eines Systemschnittes stellt Herr Schültingkemper dar, dass die natürlichen, ursprünglichen Abrisskanten geblieben sieien. Diese grenzten das Überschwemmungsgebiet ein.
    In der Frage, wie man das Berkeltal aufwerten kann, stellt Herr Schültingkemper u. a. folgende Überlegungen vor:

     Wege höher legen – zur Vermeidung von Überschwemmungen (Anlegen einer Promenade, die
    auch bei Hochwasserereignissen begehbar ist);
     Anlage eines Rundwanderweges zur besseren Erlebbarkeit der Berkel bzw. des Berkeltals, der
    aus drei separat nutzbaren Teilsegmenten besteht;
     Berücksichtigung von Besonderheiten, wie der Siepe
     Anpassung der Rampen, Anlage von Stegen und die Schaffung von Sichtachsen, als weitere
    Aspekte, die ins Auge gefasst werden sollten.

    BM Kerkhoff bedankt sich für die spannende Präsentation und sieht darin gute Ansätze. Auch die Zielsetzung „Reaktivierung“ mit Blick auf die Finanzen der Stadt Gescher sieht er als möglich an.
    SB Gebker schließt sich den Worten von BM Kerkhoff vorbehaltslos an und bedankt sich ebenfalls.
    SB Wellering hat eine Frage zum Naturschutzgebiet. So möchte er wissen, ob ein Freischneiden von
    Sichtachsen möglich sei?
    Jens Schültingkemper bejahte dies grds. aus planerischer Sicht und stellt es als gut integriebare
    Maßnahme dar..
    BM Kerkhoff weist darauf hin, dass das Erleben des Flusses nur möglich sei, wenn man den Fluss auch sehe. „Sichtfenster“ einzubringen sei grundsätzlich möglich. Es ist keine große Schneise nötig, ein Herausnehmen einzelner Pflanzen/ Bäume reiche hier aus. Dies sei auch mit dem Kreis Borken bei der Begehung im Rahmen des BPU besprochen worden.
    SB Schonnebeck fragt nach Auswirkungen auf die Teiche.

  5. Jochen Schulze Pröbsting // 10. März 2018 um 09:24 //

    Schön…hat der NABU jetzt einen „Schrebergarten“ im Naturschutzgebiet.
    Würde mich freuen wenn die Projekte hier verlinkt werden könnten.
    Vor allem interessiert mich das Konzept von Jens Schültingkemper!

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