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April: Arbeitslosigkeit leicht erhöht, auf niedrigem Niveau

Gescher (fjk). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen (sogen. Harz IV Empfänger) im Kreis Borken hat sich im April etwas erhöht. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat April 2018 insgesamt 4.500 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind, in Gescher 206.  Im Vergleich zum Vormonat März ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 53 Personen höher (im Kreis), gegenüber dem Vorjahresmonat allerdings um 289 Personen geringer. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist im Kreisgebiet gegenüber dem Vormonat unverändert und liegt weiterhin beim Tiefststand der Statistik von 2,1 Prozent.

Die Arbeitslosenquote  insgesamt, also aller arbeitslos gemeldeten Personen im Kreis, beträgt 3,5 Prozent (7.356 Personen). Gegenüber dem Vormonat März ist das ein Rückgang um 593 Arbeitssuchende im Kreis. In Gescher registrierte die Agentur für Arbeit in Coesfeld Ende April 333 Personen ohne Job. Das waren 14 Arbeitslose weniger als im März (347). Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Jobsuchenden leicht gesunken – im April 2017 hatten 338 Gescheraner keine Arbeit. Von den aktuell registrierten Arbeitslosen sind 181 Männer und 152 Frauen.

„Der leichte Anstieg der SGB-II-Arbeitslosen hat insbesondere damit zu tun, dass Flüchtlinge im SGB-II-Leistungsbezug nach dem Ende ihrer Integrationskurse jetzt verstärkt in die Arbeitslosenstatistik einmünden“, erläutert Landrat Dr. Kai Zwicker zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. „Erfreulich ist aber, dass der Hilfebedarf insgesamt vergleichsweise stark zurückgegangen ist“, betont Dr. Zwicker. So waren es im April 105 Bedarfsgemeinschaften weniger als noch im Vormonat. Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat fällt noch deutlicher aus: Im April 2017 bezogen noch 613 Bedarfsgemeinschaften mehr Leistungen nach dem SGB II (sogen. Harz IV).

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der folgenden Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

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1 Kommentar zu April: Arbeitslosigkeit leicht erhöht, auf niedrigem Niveau

  1. gegangener Bürger // 29. April 2018 um 15:03 //

    Dazu mal ein interessanter Beitrag zum Thema:

    Nicht einmal 2.000,- Euro brutto verdienen rund 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Trotz Vollzeit.
    Rund 3,7 Millionen Beschäftigte mit vollem Job verdienen weniger als 2000,- Euro brutto im Monat. Das geht aus einer vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Nach den jüngsten Zahlen von Ende 2016 waren dies 17,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland.
    Quelle: 29.04.2018, dpa

    Noch Fragen, was in diesem, ach so reichem Land abgeht?

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