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Geht doch: Evangelische Leiterin an katholischer Schule

Münster/Gladbeck. (pd).  Eine evangelische Bewerberin wird an einer katholischen Grundschule als Schulleiterin zugelassen. Diese Ausnahmeentscheidung hat die Bezirksregierung Münster in den vergangenen Tagen in Abstimmung mit dem Schulministerium bei der Nachbesetzung der Schulleitungsstelle an der Josefschule in Gladbeck getroffen.

Die der Bezirksregierung vorliegende Bewerbung der evangelischen und derzeitigen kommissarischen Schulleiterin, Regina Wiwianka, wird nun für die endgültige Besetzung der Rektorenstelle zugelassen.

Die Stelle an der Schule wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgeschrieben und Wiwianka war die einzige Bewerberin. Aufgrund der nicht zu der katholischen Bekenntnisschule passenden Konfession, wurde die Bewerbung bislang den gesetzlichen Vorgaben des Landesschulgesetzes NRW entsprechend, zurückgewiesen.

„Es handelt sich hier nun aber um eine zwingende Ausnahmesituation. Unter Abwägung der Belange und dem Wohl der Schule zu den restriktiven gesetzlichen Vorgaben des Landessschulgesetzes haben wir nun auch nach Rücksprache mit dem Schulministerium diese Entscheidung getroffen“, sagt der Schulabteilungsleiter bei der Bezirksregierung Münster, Wolfgang Weber.

Regina Wiwianka habe sich in den letzten 18 Monaten zudem in jeder Hinsicht als kommissarische Schulleitung bewährt, so dass es auch schlichtweg eine Entscheidung der Vernunft sei, heißt es in der Presseerklärung der Bezirksregierung weiter.

Die Bewerberin habe bereits signalisiert, ihre Bewerbung weiterhin aufrecht zu halten. Als nächstes stehe die Beteiligung der Schulkonferenz und des Personalrates an der Schule an. Wolfgang Weber zeigt sich jedoch optimistisch, dass das Stellenbesetzungsverfahren nun noch vor Beginn der Sommerferien abgeschlossen werden könne. Im Übrigen habe die Bezirksregierung Münster auch in der Vergangenheit schon mehrfach eine Lockerung der Vorschriften im Hinblick auf die Besetzung von Schulleitungsstellen an sogenannten Bekenntnisschulen angeregt, vor allem dann, wenn seitens der Kirchen keine Bedenken geäußert werden.

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