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Feuerwehr stimmt Standort Bahnhofstraße zu

Vorteile am Standort Bahnhofstraße überwiegen

Gescher (fjk). Die Freiwillige Feuerwehr Gescher stimmt dem Standort Bahnhofstraße für die neue Feuerwache zu. Das ist das Ergebnis einer außerordentlichen  Versammlung am Montagabend im Feuerwehrgerätehaus. Feuerwehrchef Christian Nolte: „Die Mängel am Standort Venneweg sind gravierender als die Themen, die wir am Standort Bahnhofstraße diskutieren müssen.“

Im Zuge der bisherigen Planungen der Stadt Gescher, die Feuer- und Rettungswache an die Bahnhofstraße zu verlegen, waren Fragen und auch Bedenken bei der Feuerwehr Gescher aufgetaucht. Sie sorgten für Verunsicherung innerhalb der Wehr und der Bevölkerung, so die Feuerwehr heute in einer Pressemitteilung. Unstreitig steht für die Feuerwehr fest, dass nach langen Jahren der Planung nun zeitnah eine neue Lösung für die Feuerwehr Gescher hergestellt werden muss.

Christian Nolte

So erläutert Christian Nolte am Montagabend, dass man seit 2010 Mängel an der Feuer- und Rettungswache am Venneweg feststelle, die auch allen Beteiligten bekannt sein und die Unfallkasse als wesentlich beurteile. Hierzu zählten unter anderem die Situation der Umkleiden in der Fahrzeughalle, die Schwarz-Weiß-Trennung, die unbefriedigende An- und Abfahrtssituation und der nicht rutschfähige Boden der Fahrzeughalle am Altstandort.

Wie schon in der Entscheidungsfindung zur Fokussierung auf den Standort Bahnhofstraße im Jahre 2017 durch die Stadt mitgeteilt, wird das wesentliche Kriterium der Einhaltung der Rettungszeiten nach dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan durch die Feuerwehr nicht in Zweifel gezogen. Zwar ergab die Überprüfung der Hilfsfristen im Jahre 2017 eine geringfügige Erhöhung der Anfahrt zum Standort Bahnhofstraße, allerdings kann nach Einschätzung der Feuerwehr durch eine optimierte Anfahrt-Situation, kürzere Wege beim Umziehen und die verbesserte Abfahrt über die Bahnhofstraße im Vergleich zum Schlesierring weitestgehend eine Kompensation erfolgen.

Zudem sind weiterhin ausreichend Kameraden so nah zum neuen Standort beruflich eingesetzt, dass die Tagesverfügbarkeit kein Problem darstellt. Zudem kann durch die separierte An- und Abfahrtssituation mehr Sicherheit der Kameraden für den Alarmfall geschaffen werden.

Ein weiterer Kritikpunkt der Feuerwehr, die ungenügende Beteiligung der Feuerwehr am Planungsverfahren konnte ebenfalls ausgeräumt werden. Nachdem nun seitens der Stadt die Grundstücksentscheidung gefallen ist, kann die einzusetzende Arbeitsgruppe zur weiteren Planung der Feuer- und Rettungswache endlich ihre Arbeit aufnehmen. Hierbei wurde der Feuerwehr eine vollumfängliche Beteiligung zugesagt, sodass die Arbeitsschritte der internen Planungsgruppe nun auch in die Gesamtplanung eingebracht werden können. Diese Aspekte wurden Ende letzter Woche auch noch einmal zwischen Stadt und Feuerwehrleitung besprochen und am Montag mit den Feuerwehrkameraden offen diskutiert.

Auch wenn die Aufgabe des Venneweges der Feuerwehr nicht leicht fällt und der Wunsch einer neuen Wache im Stadtgebiet seitens der Stadt aus Kosten- und Platzgründen nicht umsetzbar war, will die Feuerwehr weiterhin aktiv an die Planung der Wache an der Bahnhofstraße mitwirken.

„Daher können wir als Feuerwehr den Standort Bahnhofstraße mittragen und wollen die Planung die Realisierung nun gemeinsam mit der Stadt zum Erfolg führen“, sagte Nolte zum Schluss des Treffens.

Links die Halle, der neue Standort der Feuerwehr Gescher. Davor das Autohaus Bessler & Terhardt. Größer? – Klick auf Bild!

5 Kommentare zu Feuerwehr stimmt Standort Bahnhofstraße zu

  1. Brigitte // 11. Juli 2018 um 10:01 //

    Wegen der mangelhaften Umkleide und eines nicht rutschfesten Bodens werden Millionen von Euro in einen neuen Standort für die Feuerwehr versenkt?
    Gescher – natürlich anders!

  2. Gescher21 // 10. Juli 2018 um 22:42 //

    Nolte einfach den Hut nehmen, kennst Du ja und erklären was der BM Dir gegeben hat, siehe DRK!

  3. @Gescher
    Nein, es hat keine Abstimmung gegeben. Worueber auch? Die Entscheidung hatte der Rat ja getroffen. Es blieb bei einer lebhaften Diskussion.

  4. verärgerter Bürger // 10. Juli 2018 um 21:24 //

    @gescher//
    Alle, religiös und- oder millitärisch geführten, Organisationen haben eines gemeinsam, das sind die Dienstgrade.
    Dienstgrade werden vergeben nach Gehorsam, Willigkeit und Erfüllung der Aufgaben.
    Aus zuvor genannten Gegebenheiten eine Argumentation gegen eine Beförderung zu finden ist immer möglich.
    Wie an anderer Stelle schon mal angemerkt bleibt es dabei:
    „Wessen Brot ich esse,
    dessen Lied ich singe“!

    Wer den obigen Artikel wirklich gelesen hat stellt auch hier fest, das ein „liegen lassen der Probleme“ in Gescher alltäglich ist.
    Beispielhaft ist dabei die Pankratius-Schule. Auch einfach unsaniert liegen gelassen.
    Nur weil ein rutschfester Fußboden fehlt, so ließt es sich zumindest, muss ein neues Feuerwehrgerätehaus her.

  5. gescher // 10. Juli 2018 um 20:29 //

    Mich würde mal interessieren wie die Abstimmung ausgegangen ist und wieviel Feuerwehrmännerüberhaupt da waren

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