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Trockenheit: Rinder gehen zum Schlachter

Dramatische Entwicklung für die Milchbauern

Gescher (topagrar). Durch die anhaltende Trockenheit und den damit verbundenen Wachstumsstillstand des Grases geht auf vielen Weiden das Futter aus. Einige Landwirte stocken daher ihre Rinderbestände ab, berichtet das landwirtschaftliche Online-Magazin Topagrar.

*Foto: pixabay.com

Normalerweise könne eine Herde pro Saison drei- bis viermal auf einer Weide grasen, in diesem Jahr war nach dem ersten Mal Schluss. „Es wächst einfach nichts mehr nach“, so ein Bauernfunktionär. Mehr als 100 Weiden stehen ihm für seine Tiere zur Verfügung, auf zweien sei für die nächsten drei Wochen noch etwas Futter zu holen. „Danach werde ich die Kühe und das Jungvieh reinholen müssen, was normalerweise erst im November oder Dezember geschieht.“

Doch auch das bedeute nicht, dass die Tiere ernährt werden können: Weil kein Gras mehr wächst, konnte auch keines zu Silage verarbeitet und als Futtervorrat für den Winter eingelagert werden, sagte er.

Auch Milchviehbetriebe mit ganzjähriger Stallhaltung machen sich inzwischen Sorgen. Der Mais sei nur halb so hoch wie sonst, und wenn jetzt kein Regen kommt, werde der auch noch vertrocknen. Schon jetzt seien die Tiere gestresst, was sich in weniger Milch und einer anderen Zusammensetzung bemerkbar mache.

Wie viele Tiere geschlachtet werden müssen, hängt von der möglichen Zuckerrübenschnitzel-Lieferung und davon ab, ob es in den kommenden Tagen regnet – und zwar richtig, drei bis vier Tage lang.

Lesen Sie mehr auf: Topagrar.com

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2 Kommentare zu Trockenheit: Rinder gehen zum Schlachter

  1. gegangener Bürger // 1. August 2018 um 11:29 //

    Herr Heumer ich bin bei Ihnen. Sie dürfen aber auch nicht vergessen, wie viel Grün (Mais) für die Energieerzeugung vernichtet wird, nur weil die Politik solche Möglichkeiten geschaffen hat! Wenn wir von unserem Geld nicht mehr satt werden, erst dann werden wir merken, das wir da einen ganz falschen weg eingeschlagen haben! Und noch was, die Welt/Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch die Welt/Natur um zu überleben!

  2. Andreas Heumer // 31. Juli 2018 um 19:19 //

    Laut einem neuen 46-Tage-Modell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) soll es bis Mitte September trocken bleiben.
    Wenn das so kommen sollte, geht es auch irgendwann den Pferden an den Kragen und dann wir es emotional.

    Wenn dieses Jahr ein Sonderfall bleibt, kann man das als Warnschuss für die Landwirtschaft sehen. Der Kreis Borken ist ein Pulverfass und so konnte es nicht weiter gehen. Im Frühjahr sind Güllevermittler nicht alles los geworden mit der Konsequenz, dass Höfe und Ställe schließen müssen.

    Nun noch dieses Fiasko… Röring hüllt sich in Schweigen.

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