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Glyphosat Urteil: „Das Ende des verfluchten Giftes?“

Urteil in Kalifornien könnte weitere 5.000 Klagen nach sich ziehen

Gescher (fjk). Das US-Urteil gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen verschleierter Krebsrisiken des Wirkstoffes Glyphosat hat aus Sicht der Bundesregierung keinen Einfluss auf die deutsche Politik. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hält an seinem Fahrplan für die Glyphosat-Minderungsstrategie aus dem Frühjahr 2018 fest. Das meldet das Online-Magazin TopAgrar.

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat soll nach Ansicht des Bundesumweltministeriums ab 2021 nicht mehr verwendet werden. „Es gilt der Koalitionsvertrag, dass die Anwendung von Glyphosat grundsätzlich innerhalb dieser Legislaturperiode zu beenden ist“, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin, wie die F.A.Z. berichtet

Foto: F.A.Z.

Bayers Tochtergesellschaft muss in Amerika 289 Millionen Dollar Schadenersatz wegen Glyphosat-Anwendung bezahlen. Der französische Umweltmininister jubelt daraufhin. Und auch die Bundesregierung drängt auf ein Glyphosat-Aus – aber aus anderen Gründen. Der Ausstieg werde in Deutschland betrieben, weil Glyphosat die Artenvielfalt in der Natur beeinträchtige.

Eine Sprecherin des Agrarministeriums ergänzte, derzeit werde der Ausstieg aus Glyphosat mit dem Umweltministerium abgestimmt, nannte aber keine Frist.

Ein Geschworenengericht in Kalifornien hatte die Bayer-Tochtergesellschaft Monsanto am Freitag dazu verurteilt, einem an Krebs erkrankten Mann Schadenersatz in Höhe von 289 Millionen Dollar zu zahlen. Es handelte sich um den ersten Prozess in den Vereinigten Staaten, der sich mit der Frage befasste, ob Glyphosat Krebs verursachen kann. Der amerikanische Saatguthersteller Monsanto, der von Bayer für rund 63 Milliarden Dollar übernommen wurde, sieht sich mehr als 5000 ähnlichen Klagen in Amerika gegenüber.

Lies hier ausführlichen Bericht in der F.A.Z.

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