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Afrikanische Schweinepest: Mäster hochgradig nervös

Befallene Wildschweine im belgischen Grenzgebiet gefunden

Gescher – Kreis Borken. Die afrikanische Schweinepest rückt näher. An der belgischen Grenze, nur 60 km von Deutschland entfernt, grassiert die Schweinepest bereits. Das ist besorgniserregend und macht die Schweinemäster im Kreis Borken hochgradig nervös. Nur wenige Kreise in der Republik haben eine ähnliche Dichte an Schweinemäster. Jagdexperten sind skeptisch.  Möglicherweise seien die  Wildschweinebestände auf deutscher Seite im belgischen Grenzgebiet bereits betroffen. 

Wird die Seuche in Deutschland festgestellt, könnte eine ganze Branche in ihrer Existenz gefährdet sein. Ein Ausbruch hat Exportverbote zur Folge und der Markt bricht  wahrscheinlich zusammen weil  die Schweinemäster auf Exporte angewiesen sind. Großschlachter wie Westfleisch oder Tummel haben teilweise einen Exportanteil von 50%.

Foto: Focus

Doch das Horrorszenario geht weiter. Der Tierschutz bleibt auf der Strecke. Bei einem Ausbruch im Nutztierbestand wird für 45 Tage ein Sperrbezirk und im größeren Radius ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Hier darf kein Tier transportiert werden.  Der Mäster hat nun ein nur schwer lösbares Problem: Wohin mit den Tieren? Bei einem Ausbruch bei Wildschweinen wird ein „gefährdetes Gebiet“ festgelegt mit ähnlichen Auflagen.

Fazit: Bislang sind Behörden und Ministerien vom Prinzip Hoffnung ausgegangen und Lösungen wurden umfassend nicht erarbeitet. Dies muss sich jetzt schnell ändern. Vor Belgien war halb zwölf – nun ist eine Minute vor Zwölf. Sonst droht das totale Chaos und die ersten Leidtragenden sind die Tiere die nicht vermarktet werden können.

Wird in Deutschland ein infiziertes Wildschwein gefunden, tritt dieses Gesetz in Kraft.

Lies hier: topagrar – ASP bei Wildschweinen in Belgien festgestellt.

 

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