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Mobilheimpark Eing: „Nachträgliche Legalisierung herbeiführen“

Vorgehensweise bei Eing Pilotprojekt für den ganzen Kreis Borken

Gescher (fjk). Der Kreis möchte klare Verhältnisse schaffen. Die vorhandene Rechtsunsicherheit  auf den Wochenendhausplätzen im Kreisgebiet soll geregelt werden. Pilotprojekt für betroffene Plätze des Kreises ist der Mobilheimpark Eing in der Bauerschaft Harwick. Ihre ursprüngliche Funktion als Wochenenddomizil ist den meisten Plätzen im Kreis verloren gegangen. Insgesamt soll es sich um sechs bis acht Plätze handeln.  Dauerwohnen aber ist dort „eigentlich“ nicht erlaubt und verstößt gegen Baurecht.

Richard Riedel, Leiter des Fachbereichs Bauen & Wohnen, vom Kreis Borken ist sich der Komplexität des Themas bewußt. „Es geht darum, aktuelle Bestände zu sichern und eine nachträgliche Legalisierung herbeizuführen. Was irgendwie geht soll erhalten bleiben,“ sagt er im Pressegespräch mit GescherBlog. „Das gelingt aber nur wenn alle mitziehen,“ fügt er hinzu. Grundstückseigentümer, Bewohner, der Kreis als Genehmigungsbehörde und die Stadt Gescher sollten sich als Zweckgemeinschaft fühlen. „Dann klappt`s,“ gibt sich Riedel optimistisch.

Ziel ist, Dauerwohnen für die Zukunft auszuschließen. Das macht Fachbereichsleiter Riedel im Gespräch mit der Gescherer Zeitung deutlich. Härtefälle bei den aktuellen Beständen sollen jedoch vermieden werden. Man beabsichtigt eine Stichtagslösung einzuführen. Bewohner vor diesem Stichtag können bis an`s Lebensende hier wohnen. Damit läuft das Dauerwohnen dann langsam aus. Dennoch, auch Abbruch ist kein Tabu wenn sich Objekte „zu groß entwickelt“ haben.

Der Mobilheimplatz Eing entspricht nicht mehr den Planungen von 1976.. rechtlich problematisch.

Bürgermeister Kerkhoff unterstreicht dies. Es sei Absicht der Stadt, den heutigen Bestand möglichst umfassend genehmigungsfähig zu machen. Daher wolle man in eine Bauleitplanung eintreten. Am 7. November soll der Bau- und Planungsausschuss über die Änderung des Bebauungsplans Nr. 25 (Hof Eing) beraten. Kurz darauf, am 30. November, werden die Bewohner des Mobilheimplatzes im Theater und Konzertsaal umfassend informiert. Zugegen wird auch Richard Riedel als Vertreter der Bauaufsicht im Borkener Kreishaus sein.

Der Mobilheimplatz Eing besteht bereits seit 1976. Die tatsächliche Gebäudesituation auf dem Platz entspreche nicht mehr den Planungen von 1976, erläutert Thomas Kerkhoff. Baugenehmigungen für die dort befindlichen Gebäude seien nie beantragt bzw. erteilt worden. Keine einmalige Situation, wie der Bürgermeister aus Gescher und der Fachbereichsleiter aus Borken mehrfach betonen.

„Klappt das bei Eing,
wird uns das als Blaupause
für weitere Verfahren dienen,“

sagte Riedel. Beispielsweise beim  Wochenendpark Brinkmann, hier liegen die Probleme ähnlich. Wichtig, der Grundstückseigentümer ist im Verfahren der Partner der Verwaltung. „Das vereinfacht das Verfahren wesentlich und schafft auch eine zeitliche Perspektive. „Hunderte Bauanträge abzuwickeln, würde in die Jahre gehen.“ Das vorgesehene Verfahren sei für die Nutzer vorteilhaft, weil für die unbürokratisch.

Die Kosten des Bauleitverfahrens in Gescher trägt der Grundstückseigentümer. Darüber habe man mit ihm eine städtbaurechtliche Vereinbarung geschlossen. Alles andere sei privatrechtlich zwischen Eigentümer und Bewohner zu regeln, stellte Bürgermeister Kerkhoff auf Nachfrage von GescherBlog klar.

Sanierung des Zufahrtweges zieht sich weiter hin.

Kerkhoff nahm auch Stellung zur noch immer nicht zufriedenstellend geregelten Sanierung des Zufahrtsweges. Hier hatte die Verwaltung schon vor Jahren beschlossen, diesen Weg auf den Eigentümer des Mobilheimparks zu übertragen. Für den Fall der Übertragung hatte sich Eigentümer Thomas Eing bereit erklärt, für den Unterhalt des Zugangsweges zu sorgen. „Das Verfahren ist langwierig, sagt Bürgermeister Kerkhoff. Im Augenblick sind wir dabei, bei den ehemaligen Anliegern der Markengemeinschaft die Zustimmung einzuholen. Es zieht sich leider hin.“

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18 Kommentare zu Mobilheimpark Eing: „Nachträgliche Legalisierung herbeiführen“

  1. Hört euch mal in Stevede um. Gleiche Problem und mit vernünftiger Lösung.

  2. Spricht da der Neid aus den Kommentaren? Halb informiert, aber sich laut äussern. Schade!

  3. gegangener Bürger // 18. September 2018 um 18:20 //

    Wieso die Aufregung, im Stadtpark steht von der Stadt Gescher, doch eine Unterkunft, die noch einer neuen Nutzung zugeführt werden müsste, passt doch oder ;-)! (SATIRE)

    Der BM sollte sich um Dinge kümmern die sicherlich wichtiger sind als Bürger in Not zubringen! Aber was anderes kann der scheinbar aber nicht! Aber der Zahltag wird kommen früher oder später!

  4. Ohne Worte // 18. September 2018 um 18:03 //

    Hermann stall Meyer,
    Zu Ihren Kommentaren fällt mir nichts mehr ein. Wissen Sie eigendlich wie viele Existenzen da dran hängen? Ich wohne dort mit meinem Mann und zwei kleinen kindern(1und 3 Jahre). Das wäre für uns der finanzielle Ruin. Ein eigenes Haus hätten wir uns nicht leisten können und Wohnungen sind auch schwierig zu bekommen. Wir haben den erst Wohnsitz angemeldet. Uns hat von der Stadt niemand gesagt das man hier nicht fest wohnen darf. Wohnen hier seit fast 6 Jahren und haben einiges an Geld investiert.
    Diejenigen die solch herzlos Kommentare darüber los lassen denen wünsche ich auch mal in so eine Lage zu kommen!!!

  5. verärgerter Bürger // 18. September 2018 um 14:15 //

    In jeder Kleingartenanlage gibt es klare und deutliche Vorgaben an die man sich zu halten hat. Wo liegt hier das Problem?

    Es ist ja nicht so, als wenn Eing keinen Traktor mit Frontlader hat. Man Praktiziert so Abrisse immer nur einmal. Danach halten sich alle an den Vorgaben.
    Wenn ich mit geschlossenen Augen über mein Eigentum gehe, will man auch Probleme gar nicht sehen. Warum sieht man die plötzlich?

  6. Es wurde Zeit!
    Leider trifft es wieder einmal den Unschuldigen. Da sind einige die meinen sie können machen was sie wollen und damit den Frieden stören. Gesetze und Gebote zählen für diese Leute nicht. Es fängt mit dem Parken auf verbotenen Plätzen an, setzt sich fort in der vorgeschriebenen Geschwindigkeit die gefahren werden darf und macht nicht halt bei der Nutzung von Wasser.
    Daher keine Amnestie und Rüchsichtnahme bei diesen Personen. Konsequent Rückbau und wenn nötig die Kündigung des Pachtvertrages.
    Keine Bestrafung für diejenigen, die sich vernünftig und ordentlich all die Jahre verhalten haben.
    Es ist schon schade, dass die „Guten“ für das Verhalten dieser „Asozialen“ zahlen müssen!

  7. Leben und leben lassen.Die Wege sind schon mehrfach angesprochen worden.Diese sind seid Jahren defekt.Last die Bewohner In Frieden dort Wohnen.Macht eine Sondergenemigung fertig mit einfrieren des Istzustandes.Wenn die Stadt Gescher es nicht schafft oder schaffen will atequarte Wohnungen zu schaffen sind die selber schuld das viele diese Unterkünfte nutzen müssen.Also für die Bürger was machen und nicht gegen die Bürger.Die tun doch niemanden weh.Kleiner Tip…schaut auf den Mietspiegel und macht Mietwohnungen attraktiv.Sodas auch Familien eine Wohnung finden.Also nicht meckern sondern anpacken und was tun….

  8. Ich kann Börger nur Recht geben.Leben und leben lassen.Wen stören die Leute denn.So geht günstiges Wohnen.
    Glück Auf

  9. verärgerter Bürger // 18. September 2018 um 12:44 //

    @ Brigitte
    46 Jahre lang hat die Verwaltung- oder sogar die Verwaltun -gen- Kreisverwaltung auch, GESCHLAFEN!!!
    Was macht die Angelegenheit eigentlich so Eilbedürftig?

    Wenn man sich etwas damit beschäftigt mit dem Thema, kommt man eigentlich nur auf den Gedanken, das den „Bewohnern“ etwas ins Nest gelegt werden soll.

    Warum wird denn die Zuwegung nicht ordentlich ausgebaut?

    Die Stadt hat 46 Jahre Steuern eingesackt. Hat aber auch die Zuwegung völlig vernachlässigt. Durch überschnelles übertragen der Wegeparzelle hat man dann den Schwarzen Peter dem Platzeigentümer zu geschoben. Dieser hat lediglich ein dickes Fell gezeigt und auch nichts gemacht.
    Konkret hier wird nun ein Schuh aus der Angelegenheit.
    Wie in der Ortssatzung festgelegt, obliegt es „der Verwaltung“ Zuwegungen ausbauen zu lassen. D A S wird nun in Zukunft dort geschehen, a b e r, wohl „auf Kosten der Bewohner“, nicht der Eigentümer!

    Wer, wie die Familie Eing, sich vom Park „ernährt“, sollte zumindest den Zufluss des Geldes- oder die Zuwegung dazu, „aus eigener Tasche“ bezahlen.

    Geiz macht wirklich geil oder?

    Das etliche Bewohner es mit der Bauwut übertrieben haben, ist letztlich auch ein Verschulden, zumindest ein Dulden der Platzeigentümer.
    Warum wurde nicht sofort- oder über einen entsprechenden Platzvertrag der Bauwut Einhalt geboten?

    Eigentlich müsste man ja froh wenn, wenn die Verwaltung, auch nach 46 Jahren, etwas gerade rücken möchte. Eigentlich.

    Leider leider ist aber das Vertrauen in die Veraltung der Stadt Gescher zu oft mit Füssen getreten worden.

    Warum soll gerade die Stadt Gescher als „Vorzeigeprojekt“ dienen?
    Hier kommt man eher auf die Idee, dass es dem Bürgermeister und dessen Karriere dienen soll, als dem Baurecht geschuldet wäre.
    Die derzeitige Skepsis kann ich nachvollziehen.

  10. Hermann Stallmeyer // 18. September 2018 um 12:39 //

    @Brigitte
    Gerecht wäre es, wenn alles in den Ursprungszustand zurück gebaut werden müsste.
    Natürlich gibt es auch Bauten ausserhalb die an der Genehmigung vorbei saniert wurden.
    Wenn ein korrektes Baugenehmigungsverfahren auf dem Mobilheimgelände zum Tragen kommen würde, dann wäre das dass Ende.
    Jeder, aber auch wirklich jeder Bewohner des Mobilheimparks weiß und wusste, was er tut.
    Und es wird jetzt gejammert.
    Wenn ich mit dem auto zu schnell fahre, weiß ich auch was ich tue.
    Werde ich erwischt hilt auch kein Gezeter.
    Jeder Bürger ausserhalb solcher Anlagen muss für viel Geld Genehmigungsverfahren beauftragen. Das fängt beim Architekten an und läuft durch wie ein Roter Faden…………
    Ich hoffe es ist alles gesagt.
    Mein Mitleid hält sich in Grenzen!!!

  11. Wieso geht es dem Mobilheimplatz an den Kragen, Herr Stallmeyer?

    Ich zitiere aus dem obigen Artikel:
    „Bürgermeister Kerkhoff unterstreicht dies. Es sei Absicht der Stadt, den heutigen Bestand möglichst umfassend genehmigungsfähig zu machen. Daher wolle man in eine Bauleitplanung eintreten. Am 7. November soll der Bau- und Planungsausschuss über die Änderung des Bebauungsplans Nr. 25 (Hof Eing) beraten. ….“

    Also keine Panikmache, wahrscheinlich wird für das Gros der Mobilheime doch eine vernünftige Lösung erfolgen.

    OT: Ich möchte nicht wissen, wieviele Eigenheime in Gescher an/umgebaut wurden ohne Genehmigung. Man nehm nur den Ganten-Bau, der hat sich mir auf ewig ins Gedächtnis eingebrannt. Auch wenn eine nachträgliche Legitimierung erfolgte.

  12. Hermann Stallmeyer // 18. September 2018 um 10:24 //

    Das es mal so kommen musste, war abzusehen!
    Die Bewohner wußten und wissen das auch. Das Thema geistert doch schon Jahrelang durch den Park.
    Und es wußte auch jeder, was er da baut.
    Ohne Baugenehmigung und irgendwelche Brandschutzrichtlinien.
    Mich würde es nicht wundern, wenn es zum Exitus kommt.

    Ich war gerade im Ort und das Thema ist im Moment in aller Munde.
    Viele Bürger sehen den Mobilheimpark mit gemischten Gefühlen. Unter anderen wurde diskutiert, der Vorfall vor Jahren in Estern, wo ein Gartenpavillon mit Polizeiunterstützung abgerissen wurde.
    Nun geht es dem Mobilheimpark an den Kragen. Die Stimmung ist gemischt.
    Einerseits ist vieles dort mit viel Liebe und Geduld errichtet worden, andererseits haben viele auch total übertrieben.
    Den Bewohnern sollte in gewissen Rahmen das Gebiet erhalten bleiben. Anderen, vor allem denen, die aus einem Mobilheim ein feststehendes Haus gebaut haben – die sollten zurückbauen müssen!!!
    Meine Meinung.

  13. Besorgter Bewohner // 18. September 2018 um 09:10 //

    Die älteren Leute hier können das gar nicht mehr verstehen und sind total in Panik. Wo sollen die auch noch hin. Leider haben hier viele mit dem um- und anbauen total übertrieben. Das hat eigentlich so kommen müssen

  14. Mir gefallen die Mobilheime, ich gehe gerne in dem gepflegten Gebiet spazieren, sehe mir liebevoll gepflegte Gärten und Mobilheime an, außerdem trifft dort auch nur nette Menschen.

    Als Alternative zum Wohnen für den kleinen Geldbeutel, für Rentner und Großstadtaussteiger, finde ich solche Parks auch generell gut.

    In Zeiten der aufkommenden „Tiny Homes“, also kleine, meist mobile Häuschen, mangelndem Wohnraum aller Orten, macht Gescher hier hoffentlich keinen Rückschritt und findet eine angemessene Regelung für die Bewohner.

  15. Auf dem Platz ist große Unruhe. Einige haben wirklich auf Teufel komm raus gebaut. Eing hat sich um nichts gekümmert, alles einfach laufen lassen. War und ist nie präsent gewesen, dadurch konnte so viel einfach gebaut werden. Eigentlich sein Verschulden. Ich hoffe nur, das die Stadt Gescher und die umliegenden Geschäfte uns zur Seite stehen, hängt doch sehr viel davon für alle ab.

  16. Hermann Stallmeyer // 18. September 2018 um 08:05 //

    Der Park ist als Freizeitanlage genehmigt. Die sollte auch so bleiben. Wenn man sich die auswüchse mal anschaut, kann man nur mit dem Kopf schütteln.
    Ob die Gebäude dort alle so genehmigt sind, wage ich zu bezweifeln. Das folgende kenne ich nur vom hörensagen – aber es soll sogar „MOBILHEIME“ mit Unterkellerung geben!?!
    Am besten alles in den Ursprungszustand versetzen lassen und seiner ursprünglichen Bedeutung zuführen!!!

  17. Was hat das Bauamt eigentlich in den letzten 20 Jahren gemacht? ausser Kaffeepause. Kopfschüttel

  18. Haaallloooo
    Wie wäre es mal mit Überlegen.Schön das ich in Deutschland lebe…das Land mit den meisten Gesetzen.
    Man kann auch alles kaputt machen.Gebt den Park eine Sondergenehmigung.Last die Leute in Frieden dort leben.
    In der jetzigen Zeit beim Thema Wohnungsmarkt ist es eine Alternative zum Wohnungsbau.in den Niederlanden bekommen die es doch auch hin.
    Also macht was positives.

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